French Open Angeschlagener Zverev im Viertelfinale chancenlos

Alexander Zverev muss weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Triumph warten: Der Deutsche ist in Paris im Viertelfinale gegen Dominic Thiem ausgeschieden. Eine Verletzung bereitete ihm große Probleme.

Alexander Zverev
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Alexander Zverev


Drei Fünfsatz-Partien in Folge waren wohl zu viel: Alexander Zverev ist bei den French Open im Viertelfinale an Dominic Thiem gescheitert. Der Deutsche war nach einer starken Anfangsphase beim 4:6, 2:6, 1:6 chancenlos. Eine Oberschenkelverletzung bereitete Zverev ab dem zweiten Satz große Probleme. Nach einer Behandlungspause konnte der 21-Jährige dem druckvollen Spiel von Thiem nichts mehr entgegensetzen.

Zverev war in Paris erstmals ins Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers vorgerückt. In den drei Runden zuvor stand er mehrfach kurz vor dem Aus, ging aber jeweils als Sieger vom Platz. Für Thiem, der in der Weltrangliste mindestens auf Rang sieben springen wird, ist es die dritte Halbfinal-Teilnahme in Roland Garros nach 2016 und 2017. Dort musste er sich deutlich den späteren Turniersiegern Rafael Nadal und Novak Djokovic geschlagen geben. Auch in diesem Jahr könnte Thiem auf Djokovic treffen. Der Serbe trifft im anderen Viertelfinale auf Marco Cecchinato aus Italien.

Zverev wollte als erster deutscher Mann seit Michael Stich 1996 unter die letzten Vier im Stade Roland Garros, doch schon im dritten Spiel des ersten Satzes griff sich der 21-Jährige zum ersten Mal an die Rückseite des linken Oberschenkels. Beim Stand von 3:3 verlor Zverev seinen Aufschlag, nach 39 Minuten beendete Thiem mit einem Ass den Satz.

Im zweiten nahm er Zverev zum 2:1 erneut das Service ab und ließ seinen Kontrahenten im insgesamt siebten Duell der beiden viel laufen. Thiem verteilte die Bälle und spielte Stopps. Auch beim erneuten Aufschlagverlust zum 1:4 griff sich Zverev an die schmerzende Stelle und nahm sich beim Seitenwechsel eine Auszeit zur Behandlung. Im letzten Durchgang war er dann chancenlos.

bam



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meresi 05.06.2018
1. Thiem
für Thiem bleibt zu hoffen dass er sich mal bis ins Finale kämpft. Vielleicht schaltet ja der Italiener den Djoker aus dann wäre der Weg frei.
jean-baptiste-perrier 05.06.2018
2. Wenig überraschend!
Erster Satz im Artikel: "Alexander Zverev muss weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Triumph warten" --------------- Zitat Ende --------------- Was für eine unsinnige, realitätsfremde Formulierung! Sascha Zverev hat mit und Ach und Krach (drei 5-Satz Matches am Stück inklusive Matchball gegen sich in der zweiten Runde) gerade mal sein erstes und bis jetzt einziges Viertelfinale bei einem Grand Slam Turnier erreicht. Viel weiter kann man kaum von einem Grand-Slam-Triumph entfernt sein! Und sollten Federer und Nadal noch weitermachen, als auch Djokovic, Wawrinka und Murray hoffentlich zu alter Stärke zurückfinden, dann kommt Sascha Zverev frühestens in drei Jahren in die Nähe eines Grand-Slam-Titels. Die Niederlage gegen Thiem heute war durch die Verletzung natürlich ein Muster ohne Wert. Thiem hätte sicher auch lieber gegen einen fitten Zverev gewonnen. Doch letztlich hat Zverev heute die Quittung für seine überflüssigen 5-Satz-Matche in den drei Runden zuvor serviert bekommen. So jung und fit kann kein Spieler sein, als das derartige Strapazen auf Sand spurlos am Körper vorbeigehen könnten.
golfstrom1 05.06.2018
3. Zverev
Man merkt Zverev an, dass er noch an einigen Dingen arbeiten muss. Er hat noch große Schwierigkeiten die Konzentration in langen Spielen aufrecht zu erhalten. Er hatte ein relativ leichtes Startprogramm dieses Jahr bei den French-Open und schon in den frühen Runden sehr zu tun, seine in der Weltrangliste deutlich schlechteren Kontrahenten, in den Griff zu bekommen. Bei Grand-Slam-Turnieren ist Zverev noch deutlich schlechter als bei den ATP-Turnieren, wo häufig nach zwei Sätzen schon Schluss ist. Aber ich erinnere gern daran, dass auch Federer zum Beginn seiner Karriere Probleme bei Grand-Slams hatte. Ich bin sicher, dass Zverev das noch lernen wird und ich bin sicher, dass er noch Grand-Slam-Turniere gewinnen wird. Aber er wird noch 1-2 Jahre brauchen.
decebalus911 05.06.2018
4.
Zitat von jean-baptiste-perrierErster Satz im Artikel: "Alexander Zverev muss weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Triumph warten" --------------- Zitat Ende --------------- Was für eine unsinnige, realitätsfremde Formulierung! Sascha Zverev hat mit und Ach und Krach (drei 5-Satz Matches am Stück inklusive Matchball gegen sich in der zweiten Runde) gerade mal sein erstes und bis jetzt einziges Viertelfinale bei einem Grand Slam Turnier erreicht. Viel weiter kann man kaum von einem Grand-Slam-Triumph entfernt sein! Und sollten Federer und Nadal noch weitermachen, als auch Djokovic, Wawrinka und Murray hoffentlich zu alter Stärke zurückfinden, dann kommt Sascha Zverev frühestens in drei Jahren in die Nähe eines Grand-Slam-Titels. Die Niederlage gegen Thiem heute war durch die Verletzung natürlich ein Muster ohne Wert. Thiem hätte sicher auch lieber gegen einen fitten Zverev gewonnen. Doch letztlich hat Zverev heute die Quittung für seine überflüssigen 5-Satz-Matche in den drei Runden zuvor serviert bekommen. So jung und fit kann kein Spieler sein, als das derartige Strapazen auf Sand spurlos am Körper vorbeigehen könnten.
Trotzdem sei zu berücksichtigen, dass Zverev in den letzten 13 Monate drei Masters 1000 Turniere (das letzte vor einem Monat in Rom gegen Thiem) gewonnen hat. Das bedeutet schon was, auch wenn es bei Grand Slams noch überhaupt nicht klappen will. Ihr erwähnter Wawrinka hat neben seinen 3 Grand Slams nur einen Masters 1000 Sieg, und das mit inzwischen 33 Jahren. Da wird nicht mehr allzu viel dazukommen... Interessant wird es, wie Djoker zurückkommt. Und ein gesunder Murray. Sind aber beide 10 Jahre älter als Zverev. Wenn sich Zverev da hält, wo er ist bzw. noch ein wenig besser und stabiler wird, hat er schon in den nächsten 1 bis 2 Jahren die Chance auf die Nr. 1, natürlich ein besseres abschneiden bei GS-Turnieren vorausgesetzt ;)
jean-baptiste-perrier 05.06.2018
5. Zeit und Erfahrung!
"Wenn sich Zverev da hält, wo er ist bzw. noch ein wenig besser und stabiler wird, hat er schon in den nächsten 1 bis 2 Jahren die Chance auf die Nr. 1" --------------- Zitat Ende ---------------- Und genau das ist diese weltfremde Sicht, die auch bei Sascha Zverev selbst vorhanden ist. Er muss nicht ein wenig, sondern noch extrem viel dazu lernen (taktisch, schlagtechnisch und vor allem was seine ganze Einstellung angeht). Muskulär ist er auch noch nicht da, wo er sein sollte. Er steht jetzt auf drei in der Weltrangliste aufgrund der langen Abstinenzen von Djokovic, Murray und Wawrinka. Er verlässt sich bis jetzt komplett auf sein Spiel hinten von der Grundlinie. Am Netz ist er meist vollkommen überfordert. Da sollte er unbedingt mal mit Mischa Serve-And-Volley trainieren. Auch wenn das gegen seine Natur geht als eingefleischter Grundliniensspieler. Ohne ein halbwegs passables Netzspiel wird er auf Dauer nicht ganz oben mithalten können. Sascha ist jung. Nach meiner Einschätzung noch zu jung für die großen Titel bei Grand Slam Turnieren. Egal ob Federer, Djokovic, Murray oder Wawrinka, deren großen Erfolge bei Grand Slam Turnieren gingen erst ab Mitte Zwanzig los (Federer, Djokovic) oder sogar Ende Zwanzig (Murray, Wawrinka). Apropos: Wawrinka (33) stand letztes Jahr im Finale der French Open! Ohne den nervigen Nadal hätte der sich seinen vierten Major-Titel eingetütet. Also gebt Sascha Zverev die Zeit. Hoffentlich nutzt er sie zur Entwicklung. Zurzeit ist er "bloß" ein Riesen-Talent und ein Versprechen auf die Zukunft. Und diese Zukunft wird nicht in Monaten, sondern in Jahren gerechnet.
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