French Open Wieder fünf Sätze - Zverev kämpft sich ins Viertelfinale

Alexander Zverev ist bei den French Open erstmals in die Runde der besten Acht eingezogen. Beim knappen Sieg gegen Karen Chatschanow sah es lange nicht gut aus.

Alexander Zverev
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Alexander Zverev


Alexander Zverev hat bei den French Open sein drittes Fünfsatzmatch in Folge gewonnen und erstmals das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der an Nummer zwei gesetzte Deutsche bezwang den Russen Karen Chatschanow 4:6, 7:6 (7:4), 2:6, 6:3, 6:3. Bislang war Zverevs bestes Major-Ergebnis das Achtelfinale in Wimbledon 2017 gewesen.

In Roland Garros hatte Zverev nach einem lockeren Auftaktsieg über den Litauer Ricardas Berankis gegen Dusan Lajovic (Serbien) und Damir Dzumhur (Bosnien und Herzegowina) schon zwei fast vierstündige Partien überstanden. Diesmal benötigte er 3:29 Stunden für den Sieg gegen die Nummer 38 der Welt. Sein nächster Gegner ist der Österreicher Dominic Thiem, der sich in vier Sätzen gegen Kei Nishikori aus Japan durchsetzte.

Gegen den 22-jährigen Chatschanow hatte der ein Jahr jüngere Zverev am Ende eines ausgeglichenen ersten Satzes im entscheidenden Moment geschwächelt. Im zweiten Durchgang stabilisierte er sein Spiel, ließ aber beim Stand von 5:4 drei Satzbälle aus und musste in den Tiebreak. Nachdem ihm das Match im dritten Satz zu entgleiten drohte, kämpfte sich Zverev wie schon gegen Lajovic und Dzumhur noch einmal zurück.

Mit Maximilian Marterer hat am Montag ein weiterer Deutscher die Chance auf den Einzug in die Runde der besten Acht. Allerdings ist der 22-Jährige gegen den spanischen Weltranglistenersten und zehnmaligen French-Open-Sieger Rafael Nadal klarer Außenseiter. Dazu ist Angelique Kerber gegen die Französin Caroline Garcia gefordert.

Im Viertelfinale steht auch Novak Djokovic: Der 31-jährige Serbe gewann 6:3, 6:4, 6:2 gegen den Spanier Fernando Verdasco. Allerdings war der Matchverlauf nicht so klar wie das Ergebnis, allein die ersten drei Spiele dauerten fast eine halbe Stunde, die ersten beiden Sätze nahezu zwei Stunden. Nächster Gegner von Djokovic ist überraschend Marco Cecchinato. Der Italiener setzte sich in vier Sätzen gegen David Goffin durch.

bam/sid



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jean-baptiste-perrier 03.06.2018
1. I do confess!
Selbst wenn ich mir drei deutsche Brillen aufsetze, ich werde Dominic Thiem die Daumen drücken! Ich kann mit Sascha Zverevs selbsverliebter Schnösel-Attitüde einfach nichts anfangen. Er hat jetzt ein Zwischenziel erreicht mit dem erstmaligen Viertelfinaleinzug bei einem Grand Slam Turnier. Jetzt kann er gerne wieder einen auf den Deckel bekommen. Bin ich jetzt Vaterlandsverräter? Würde Mischa Zverev gegen Thiem spielen, dann wäre ich hundertprozentig auf Mischas Seite! Aber Sascha ist mir zu sehr Selbstdarsteller. Sollte er gewinnen und sich mal nicht dabei zum Affen machen, dann werde ich gerne meine Meinung korrigieren. Bei Mischa fallen mir Begriffe wie Fokussierung, Respekt und Demut ein. Bei Sascha werden diese Begriffe bis jetzt noch mit Ich, Ich und Ich ersetzt. Ich hoffe er wird das noch lernen, auch wenn er selbst meint nicht mehr lernen zu müssen! Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Beu65 03.06.2018
2. König Fussball regiert die Welt
Zverev hat die meisten Matches dieses Jahr gewonnen, ein fantastischer Spieler.Habe ihn vor 4 Jahren am Rothenbaum spielen sehen, es war damals schon für mich klar, dass er ein Grosser wird.Die Übetragungen seiner Spiele auf Eurosport mit Becker/Stach sind fachlich kaum zu toppen.Thanks God die öffentlich Rechtlichen übertragen nicht, verstehe das Gejammere von vielen nicht, alle Spiele sind auf Eurosport zu sehen und die meisten grossen ATP Turniere und Wimbledon auf Sky.Wie wenig Anerkennung er in Deutschland bekommt ist schon erstaunlich.Was gibt es genialeres als ein dramatisches Fünfsatzmatch, schaue ich jedenfalls lieber als so einen drögen Ösikick wie gestern.
dernameistprogramm 04.06.2018
3. Wieder nicht gut gespielt
weder am Netz, noch an der Linie. Das wird auch in Zukunft nicht besser, dazu ist er in seinen Grundfähigkeiten zu limitiert. Schade um den Hype, wird aber ähnlich verpuffen wie bei Kerner.
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