Tennis: Kerber scheitert im Achtelfinale der French Open

Für Angelique Kerber war im Achtelfinale der French Open Schluss: Gegen die Russin Swetlana Kusnetsowa enttäuschte Kerber und verlor in drei Sätzen. Damit ist auch die letzte Deutsche in Paris ausgeschieden. Roger Federer zitterte sich bei den Herren ins Viertelfinale.

Tennis-Ass Kerber: Viertelfinale knapp verpasst Zur Großansicht
AFP

Tennis-Ass Kerber: Viertelfinale knapp verpasst

Hamburg - Eigentlich war Kerber als Weltranglistenachte als Favoritin in das Match gegen die Nummer 39 der Welt gegangen. Dennoch verpasste die beste deutsche Tennisspielerin das Viertelfinale von Roland Garros und unterlag Kusnetsowa nach 2:21 Stunden 4:6, 6:4, 3:6.

Im dritten Duell des Jahres kassierte Kerber erstmals eine Niederlage gegen die Russin. Zuvor hatte die 25-Jährige in Sydney und Madrid gegen die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Kusnetsowa jeweils knapp gewonnen. Nach Mona Barthel, Dinah Pfizenmaier, Julia Görges, Sabine Lisicki, Tatjana Maria und Annika Beck ist damit auch die letzte deutsche Tennisspielerin bei den French Open ausgeschieden.

Kusnetsowa trifft im Viertelfinale des Turniers auf Serena Williams (USA). Die Weltranglistenerste erreichte mit 6:1, 6:3 gegen die Italienerin Roberta Vinci das Viertelfinale.

Roger Federer musste dagegen lange um seinen 900. Einzel-Sieg zittern. Der Schweizer setzte sich nach 1:2-Satzrückstand noch 6:1, 4:6, 2:6, 6:2, 6:3 gegen den Franzosen Gilles Simon durch. Federer ist erst der vierte Profi, der die 900-Siege-Marke durchbrach. Mehr Profisiege als Federer schafften nur drei Akteure: Jimmy Connors gewann 1156 Matches, Ivan Lendl 1068 und Guillermo Vilas 940. Mit seinem 58. Erfolg in Roland Garros schloss er zudem zu den Rekordhaltern Guillermo Villas (Argentinien) und Nicola Pietrangeli (Italien) auf. Im Viertelfinale trifft der 31-Jährige nun in Jo-Wilfried Tsonga auf einen weiteren Franzosen.

Einen Rekord stellte der Spanier Tommy Robredo ein. Im dritten Spiel in Folge gewann er noch nach einem 0:2-Rückstand nach Sätzen. Der 31-Jährige erreichte gegen seinen spanischen Landsmann Nicolás Almagro dank eines 6:7 (5:7), 3:6, 6:4, 6:4, 6:4 das Viertelfinale. Zuletzt hatte der Franzose Henri Cochet 1927 in Wimbledon eine derartige Comeback-Serie hingelegt.

mon/sid

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles zum Thema French Open
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren
Fotostrecke
Deutsche Tennisstars: Steffi, Boris und Bine

Die Sieger der French Open seit 2000
Jahr Männer Frauen
2014 Rafael Nadal Maria Scharapowa
2013 Rafael Nadal Serena Williams
2012 Rafael Nadal Maria Scharapowa
2011 Rafael Nadal Li Na
2010 Rafael Nadal Francesca Schiavone
2009 Roger Federer Swetlana Kusnezowa
2008 Rafael Nadal Ana Ivanovic
2007 Rafael Nadal Justine Henin
2006 Rafael Nadal Justine Henin
2005 Rafael Nadal Justine Henin
2004 Gastón Gaudio Anastassija Myskina
2003 Juan Carlos Ferrero Justine Henin
2002 Alberto Costa Serena Williams
2001 Gustavo Kuerten Jennifer Capriati
2000 Gustavo Kuerten Mary Pierce
Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.