French Open Nadal erreicht zum elften Mal das Finale

Der Sandplatzkönig ist nicht zu stoppen: Rafael Nadal ist in Roland Garros erneut souverän ins Endspiel eingezogen. Dort trifft er auf Dominic Thiem, der in die Fußstapfen von Thomas Muster treten will.

Rafael Nadal
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Rafael Nadal


Rafael Nadal bleibt auf Sand eine Klasse für sich. Der zehnmalige French-Open-Sieger hat erneut das Endspiel beim Grand-Slam-Turnier in Paris gewonnen. Im Halbfinale ließ er dem Argentinier Juan Martin Del Potro keine Chance. Nadal siegte nach 2:14 Stunden 6:4, 6:1, 6:2.

Damit bleibt es bei nur einem Satzverlust im diesjährigen Turnier, den der Spanier eine Runde zuvor gegen Del Potros argentinischen Landsmann Diego Schwartzmann hinnehmen musste. Bislang hat Nadal jedes Finale in Roland Garros gewonnen, das er gespielt hat.

Am Sonntag trifft er auf den neuen österreichischen Tennis-Helden Dominic Thiem. Der 24-Jährige ist der erste Österreicher im French-Open-Endspiel seit Thomas Muster 1995 geschafft. Muster gewann damals in Paris mit einem glatten Dreisatzerfolg gegen Michael Chang seinen einzigen Grand-Slam-Titel.

Dominic Thiem
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Dominic Thiem

Thiem, im Viertelfinale Bezwinger von Alexander Zverev, gewann gegen den italienischen Überraschungsmann Marco Cecchinato 7:5, 7:6 (12:10), 6:1. Bei seiner dritten Halbfinal-Teilnahme in Folge schaffte er damit erstmals den Sprung ins Endspiel von Roland Garros.

"Der große Schlüssel war der zweite Satz. Es war ein harter und enger Tiebreak. Wenn ich den verloren hätte, wäre es ein enges Match geworden, das wollte ich nicht", sagte Thiem.

Im Finale trifft der 24-Jährige nun auf Rekordsieger Rafael Nadal oder Juan Martin Del Potro. 2016 hatte Thiem in der Runde der letzten Vier gegen Djokovic, 2017 gegen Nadal verloren. Beide wurden anschließend Turniersieger.

Thiem und Cecchinato hatten sich auf dem Court Philippe Chatrier von Beginn an ein ausgeglichenes Duell auf hohem Niveau geliefert. Weil Thiem dabei zunächst etwas mehr Druck aufbauen konnte, entschied er den ersten Satz letztlich für sich. Ab dem zweiten Durchgang war jedoch auch Cecchinato voll im Spiel und musste bis zum Tiebreak kein einziges Mal seinen Aufschlag abgeben.

Anders als im Viertelfinale, in dem er gegen Djokovic zweimal im Tiebreak die Oberhand behalten und so am Ende 6:3, 7:6 (7:4), 1:6, 7:6 (13:11) triumphiert hatte, kämpfte Cecchinato diesmal jedoch mit seinen Nerven. Der Italiener vergab drei Satzbälle und geriet letztlich 0:2 in Rückstand. Im dritten Satz war der Widerstand des krassen Außenseiters dann gebrochen.

"Ich habe so viele Chancen im zweiten Satz. Danach ging es mental und physisch ein bisschen bergab", sagte Cecchinato, der in der kommenden Woche in der Weltrangliste von Platz 72 auf Rang 27 springen wird.

krä/mmm/sid/dpa

insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
Sibylle1969 09.06.2018
1.
Letztes Jahr hat Thiem im Halbfinale von Roland Garros deutlich gegen Nadal verloren. Ich habe schon vor zwei Wochen, als ich den Draw gesehen habe, auf ein Finale Nadal - Thiem getippt. Das wird hoffentlich spannend, denn Thiem war in dieser Saison der einzige, der Nadal auf Sand geschlagen hat. Leider kann ich das Finale wegen anderer Verpflichtungen nicht schauen.
hanbil 09.06.2018
2. Check
Bin ja sonst nicht so pingelig. Vielleicht aber sollte der Autor mal seinen Artikel kritisch prüfen: "Rafael Nadal bleibt auf Sand eine Klasse für sich. Der zehnmalige French-Open-Sieger hat erneut das Endspiel beim Grand-Slam-Turnier in Paris gewonnen." Naja, das wäre dann wohl Hellseherei. Denn das Finale findet ja, wie auch im Artikel beschrieben, erst am Sonntag statt. "Im Finale trifft der 24-Jährige nun auf Rekordsieger Rafael Nadal oder Juan Martin Del Potro." Obwohl Nadal den del Petro schon geschlagen hat? Okay, man kann schon erkennen, wer am Sonntag spielt. Aber auch bei nicht so wichtigen Themen ist Schluderei für Journalisten ein NoGo.
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