Überraschung bei den French Open Marterer im Achtelfinale - jetzt wartet Nadal

Nach Alexander Zverev hat Maximilian Marterer als zweiter Deutscher sein Drittrunden-Match bei den French Open gewonnen. Im Achtelfinale trifft der 22-Jährige auf Rafael Nadal. Mischa Zverev ist ausgeschieden.

Maximilian Marterer
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Maximilian Marterer


Dafür, dass er gerade zum ersten Mal in seiner Karriere das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht hatte, wirkte Maximilian Marterer sehr gelassen. "Heute hat es gepasst, ich habe ein echt gutes Match gespielt", sagte der 22-Jährige nach seinem 6:2, 6:1, 6:4-Erfolg in der dritten Runde der French Open über den Esten Jürgen Zopp.

Für den glatten Sieg brauchte Marterer nur 99 Minuten und damit mehr als zwei Stunden weniger als Alexander Zverev, der schon am Freitag nach seinem zweiten Fünf-Satz-Match in Folge ins Achtelfinale eingezogen war. Marterer profitierte auch davon, dass Zopp nach den Strapazen der vergangenen Tage kraftlos wirkte.

Der Este war nach einer Niederlage in der letzten Qualifikationsrunde als "Lucky Loser" ins Hauptfeld nachgerückt und hatte sich in den ersten beiden Runden überraschend gegen den US-Amerikaner Jack Sock und den Belgier Ruben Bemelmans durchgesetzt. Bei beiden Siegen musste Zopp über fünf Sätze gehen. Gegen den stark spielenden Marterer, der am Donnerstag überraschend gegen den Kanadier Denis Shapovalov gewann, hatte Zopp nichts entgegenzusetzen.

Am Montag wartet ein ungleich schwerer Test auf Marterer. Im Achtelfinale trifft der Deutsche auf den Weltranglistenersten Rafael Nadal, der seine Partie problemlos gegen Richard Gasquet 6:3, 6:2, 6:2 gewann. Im 16. Duell mit dem Franzosen war es der 16. Sieg für Nadal. Der Titelverteidiger ist im Turnierverlauf - wie im Jahr zuvor - weiterhin ohne Satzverlust. Insgesamt war es für den 31-Jährigen der 233. Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier, damit zog er mit Jimmy Connors gleich. Nur Novak Djokovic (243) und Roger Federer (332) waren noch besser.

Ausgeschieden ist Mischa Zverev. Der ältere Bruder von Alexander verlor gegen den aufschlagstarken Südafrikaner Kevin Anderson. Der US-Open-Finalist setzte sich 6:1, 6:7, 6:3, 7:6 durch und steht damit zum vierten Mal in seiner Karriere im Achtelfinale von Roland Garros.

mmm/bam/dpa



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jean-baptiste-perrier 02.06.2018
1. Nadal ante portas!
Glückwunsch an Marterer! Man muss jedoch den klaren Sieg wirklich relativieren. Ein Gegner der schon die Quali in den Knochen hatte und zusätzlich zwei lange Fünfsatz-Matche (das alles auch noch auf Sand) war natürlich auch sehr dankbar. Viel beeindruckender war Marterers Viersatz-Erfolg gegen den hochgehandelten Next-Gen Star Denis Shapovalov in der zweiten Runde. Nun Nadal! Mission Impossible? Marterer kann zumindest von der Fitness und seiner Körperlichkeit mit Nadal durchaus mithalten. Zumindest eher als heute der bedauernswerte Franzose Gasquet. Auf der einen Seite ein bis in den letzten Muskel definierter Nadal. Dagegen wirkte Gasquet in seiner körperlichen Erscheinung wie ein Freizeitspieler.
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