Viertelfinale der French Open Djokovic scheitert sensationell an Nummer 72 der Welt

Es war das Spiel seines Lebens: Marco Cecchinato hat sich im Viertelfinale der French Open überraschend gegen Novak Djokovic durchgesetzt. Der Italiener hat nun eine historische Chance.

Novak Djokovic
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Novak Djokovic


Der Italiener Marco Cecchinato hat bei den French Open in Paris mit einem Sieg über Novak Djokovic sensationell das Halbfinale erreicht. Der 25-Jährige, Nummer 72 der Weltrangliste, schlug den zwölfmaligen Grand-Slam-Sieger aus Serbien 6:3, 7:6 (7:4), 1:6, 7:6 (13:11). Vor Roland Garros hatte Cecchinato seit 2015 noch nie ein Match bei einem Grand-Slam-Turnier gewonnen.

Djokovic verpasste es damit, sein erstes Halbfinale auf Major-Ebene seit zwei Jahren zu erreichen. In seiner gesamten Karriere stand der ehemalige Weltranglistenerste bereits 31 Mal in der Vorschlussrunde. Cecchinato feierte hingegen den größten Erfolg seiner Karriere. Er trifft nun auf den Österreicher Dominic Thiem (Nr. 7), der den von einer Verletzung am Oberschenkel beeinträchtigen deutschen Tennis-Profi Alexander Zverev 6:4, 6:2, 6:1 geschlagen hatte.

Marco Cecchinato
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Marco Cecchinato

Cecchinato hatte auf seinem Weg in die Runde der letzten vier Teilnehmer vor Djokovic unter anderem bereits David Goffin (Belgien/Nr. 8) und Pablo Carreño Busta (Spanien/Nr. 10) bezwungen. Cecchinato hat nun die Chance, als erster Italiener seit 42 Jahren ins Finale der French Open einzuziehen. 1976 triumphierte Adriano Panatta an selber Stelle.

Djokovic hatte sich bis zu seiner Niederlage gegen den Italiener in Paris aus einer anhaltenden Formkrise herausgekämpft. In der Vorwoche war der 31-Jährige erstmals seit zwölf Jahren aus den Top 20 der Weltrangliste gefallen.

bam/sid



insgesamt 7 Beiträge
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Valis 05.06.2018
1. Jeder darf mal
Sensationell? Mach dem großen Djokivic Einbruch durfte doch jeder mal ran und den Djoker schlagen. Auch wenn er sich wieder einen Hauch gefangen hat ist er nur noch ein Schatten seines selbst.
Markus.Wohlers 05.06.2018
2. Djoker gehört zu den besten Spielern aller Zeiten
das hat er heute in Ansätzen gezeigt. Es reicht noch nicht, aber er wird wieder Grand Slams gewinnen.
jean-baptiste-perrier 05.06.2018
3. Volle Kanne!
Man muss Cecchinato hoch anrechnen, dass er beim klaren Rückstand im vierten Satz nicht auf die verfallen ist diesen abzuschenken, um dann mit den gesparten Kräften in den fünften Satz zu gehen. Für soviele zusätzliche Spiele hätte sein Akku nicht gereicht. Seine einzige Chance bestand trotz Rückstand im vierten Satz All-In zu gehen. Der Druck lastete nach dem Ausgleich und spätestens im Tiebreak eindeutig auf Djokovic. Diesen Vorteil konnte Cecchinato am Ende nutzen. Bravo!
mr_no_perfect 05.06.2018
4. Durch dieses Tal der Enttäuschungen gehen viele Tennisspieler
Dies ist wirklich sehr überraschend, aber wir haben ja schon einige Weltklasse Tennisspieler gesehen die entweder komplett abgerutscht sind oder durch ein Tal der Enttäuschungen mussten um dann wieder erstarkt zurück kamen. Ich finde er sollte Boris Becker wieder engagieren, der kennt sich aus mit solchen Tiefs.
matthip 06.06.2018
5. Keine Sensation
Nicht einmal eine Überraschung, Djokovic ist ja bereits seit geraumer Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst. Wobei ja kein Zweifel an seinen Fähigkeiten besteht, es ist wohl eher sein fragwürdiges Umfeld, das Höchstleistungen entgegensteht. Solange er das nicht ändert, wird er im Mittelmaß versinken. Und dann stellt sich die Frage, ob man es bei all den schönen Erfolgen nicht besser ganz sein lassen sollte.
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