Tennisturnier Roland Garros Rafael Nadal gewinnt zum elften Mal die French Open

Finalgegner Dominic Thiem spielte begeisterndes Tennis - trotzdem reichte es nicht gegen Rafael Nadal. Der Spanier gewann in drei Sätzen, es ist sein elfter Triumph in Paris.

AFP

Auch der wohl zweitbeste Sandplatzspieler hat es nicht geschafft, Rafael Nadal bei den French Open zu stoppen. Im Finale in Paris gewann der Spanier gegen den Österreicher Dominic Thiem 6:4, 6:3 und 6:2. Es war Nadals elfter Triumph bei dem Turnier, zum ersten Mal hatte er 2005 triumphiert. Insgesamt konnte Nadal nun 17 Grand-Slam-Titel gewinnen, nur Roger Federer (20) hat mehr.

"Ich habe mein bestes Match im Turnier gespielt", sagte Nadal. "Es ist unmöglich davon zu träumen, hier elfmal zu gewinnen." Thiem lobte er: "Dominic ist einer der Spieler, die die Tour braucht. Du wirst hier sicher in den nächsten Jahren gewinnen."

Nadal begann stark, gewann die ersten sechs Punkte und nahm Thiem dessen erstes Aufschlagspiel ab. Der 24-Jährige kämpfte sich aber zurück, glich auf 2:2 aus und hielt auch in der Folge gut dagegen. Nach 61 Minuten hatte Nadal dennoch den ersten Satz 6:4 gewonnen.

Fotostrecke

19  Bilder
French Open: Verletzte Hand, zerstörte Träume

Auch im zweiten Durchgang ließ der 32-Jährige nicht nach, attackierte immer wieder Thiems Rückhand - und zog auf 3:0 davon. Wieder schaffte Thiem den Anschluss, verlor den Satz am Ende aber 3:6. Diesmal hatte es 49 Minuten gedauert.

Im vierten Spiel des dritten Satzes bekam Nadal Probleme mit seiner linken Schlaghand. Er konnte den Mittelfinger offenbar nicht mehr beugen und ließ sich kurz behandeln. Auch wenn der Spanier in der Folge immer wieder die Hand massierte und ausschüttelte, merkte man seinem Spiel kaum eine Beeinträchtigung an. Im Gegenteil: 6:2 gewann Nadal mit seinem fünften Matchball den dritten und letzten Satz, der erneute Triumph war perfekt.

luk



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Rebierhcs 10.06.2018
1.
Gutes Match von Nadal, wobei er auch schon stärker gespielt hat. Aber die Abgeklärtheit des Alters reicht alle Mal um das Finale zu dominieren. Thiem war nie wirklich in der Lage Nadal zum Wackeln zu bringen. Er war immer Break hinten und hat Nadal fast nix bei eigenem Aufschlag zugelassen. Aber wie er nach dem Matchball dagesessen hat wie ein begossener Pudel...ich vermute er hat tatsächlich damit gerechnet Nadal schlagen zu können. Natürlich muss er positiv ins Match gehen, aber zu glauben Nadal im Finale schlagen zu können ist vermessen. Das haben selbst Djokovic und Federer in ihren besten Jahren nicht hinbekommen, davon ist Thiem aber noch weit entfernt. Er wird seine Chancen bekommen...ob gegen Nadal das ist die Frage.
kopi4 10.06.2018
2.
Thiem spielte begeisternd? Mag sein, aber begeisternd spielen und 4:6,3:6,2:6 verlieren: da läuft,zumindest auf Sand, was verdammt schief im Herrentennis.
triggero 10.06.2018
3. nadal einfach zu stark
man hat denke ich einfach gesehen, dass nadal, wenn es darauf an kommt, so extrem viel druck aufbauen kann und konzentriert konsequent spielt, dass es auf sand für jeden extrem schwierig ist. zudem hat er die (heute) große schwachstelle thiems, die rückhand, brutal ausgenutzt. im prinzip hatte thiem trotz toller ballwechsel und spannenden spielen einfach keine chance.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.