French Open Nach zwei Stunden - Serena Williams übersteht zweite Runde

Satz eins verloren, danach die Nerven behalten: Serena Williams steht bei ihrer Grand-Slam-Rückkehr in der dritten Runde der French Open. Auch ein deutsches Frauen-Trio hat sich für diese qualifiziert.

Serena Williams
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Serena Williams


Nach einer Spielzeit von knapp zwei Stunden sprintete Serena Williams vor Freude ans Netz, sie jubelte und riss die Arme hoch: Die US-Amerikanerin hat sich in der zweiten Runde der French Open 3:6, 6:3, 6:4 gegen die an Nummer 17 gesetzte Australierin Ashleigh Barty durchgesetzt. Es war eine beeindruckende kämpferische Tennis-Leistung, die mit einigen Schwächen begann.

Die 22 Jahre alte Barty profitierte anfangs von vielen Fehlern der 14 Jahre älteren Williams. Dann aber zeigte die dreimalige Paris-Siegerin ihre Stärke, besonders beim Aufschlag, und drehte das Match. Nächste Gegnerin ist die deutsche Nummer eins Julia Görges, die sich wenige Minuten nach Williams' Weiterkommen gegen die Belgierin Alison van Uytvanck (7:5, 7:6) durchsetzen konnte.

Julia Görges
AFP

Julia Görges

Serena Williams tritt nach ihrer Babypause erstmals wieder bei einem Grand-Slam-Turnier an, seit sie bei den Australian Open im Januar 2017 ihren 23. Grand-Slam-Titel holte. Beim zweiten Major des Jahres ist Williams dank ihres "Protected Ranking" qualifiziert. Weil sie durch die Babypause bis auf Platz 453 der Weltrangliste abgerutscht ist, gehört sie nicht zu den 32 gesetzten Spielerinnen. Deshalb hat es in den vergangenen Monaten Diskussionen gegeben, ob Mütter bei ihrer Rückkehr besser geschützt werden sollten - Williams selbst hatte diese Diskussion angestoßen.

Auch Angelique Kerber ist in die dritte Runde der French Open eingezogen. Die ehemalige Tennis-Weltranglisten-Erste besiegte die Rumänin Ana Bogdan 6:2, 6:3. Kerber wird am Samstag auf die Niederländerin Kiki Bertens treffen, gegen die sie vor zwei Jahren an gleicher Stelle gleich in der ersten Runde ausschied.

Andrea Petkovic hat einen weiteren Erfolg für die Frauen des Deutschen Tennis-Bunds (DTB) gefeiert. Die 30-Jährige besiegte die Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands 6:0, 7:6 (7:5) und steht somit erstmals seit drei Jahren wieder in der dritten Runde der French Open. Ihre nächste Gegnerin wird am Samstag die Weltranglisten-Erste Simona Halep aus Rumänien sein.

Bei den DTB-Männern haben es Mischa und Alexander Zverev sowie Maximilian Marterer in die dritte Runde geschafft.

jan/dpa/sid

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jean-baptiste-perrier 01.06.2018
1. Verzerrte Bedeutung!
Man stelle sich vor Serena Williams und Rafael Nadal wären dieses Jahr in Paris nicht angetreten. Dann wüsste man auf SPON bis jetzt nicht, dass das Turnier seit Sonntag läuft. Mal zur Info: Dritte Runde bedeutet konkret die Runde der besten 32! Man wartet wohl gespannt darauf, dass man in eine dieser vorgestanzten Überschriften in denen immer das Wort "Scheitern" vorkommt, nur noch vorne einen (deutschen!) Namen einsetzen braucht: "X Y ist in der x-ten Runde bei den French Open gescheitert". Wieso können Tennispieler nicht einfach ein Spiel verlieren (wie andere Sportler auch), sondern müssen immer gleich scheitern?
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