Sieg bei den French Open Halep feiert ersten Grand-Slam-Triumph

Erfolg in drei Sätzen: Die Weltranglistenerste Simona Halep hat erstmals im vierten Versuch ein Grand-Slam-Finale gewonnen. Dabei sah Gegnerin Sloane Stephens in Paris lange wie die Siegerin aus.

Simona Halep
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Simona Halep


Simona Halep hat es im vierten Anlauf endlich geschafft: Die Weltranglistenerste hat bei den French Open den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere geholt. Nach zwei Finalniederlagen in Paris und dem verlorenen Australian-Open-Endspiel im Januar gewann die Rumänin 3:6, 6:4, 6:1 gegen Sloane Stephens. Die Amerikanerin verpasste ihren zweiten großen Triumph nach dem US-Open-Sieg im vergangenen Jahr.

"Ich habe auf diesen Moment gewartet, seit ich mit dem Tennis begonnen habe", sagte Halep, die unmittelbar nach Spielende in ihre Box zu Trainern, Betreuern und Verwandten geklettert war: "Schon im letzten Spiel konnte ich kaum noch atmen. Ich bin auch glücklich, dass es hier in Roland Garros passiert ist."

Halep machte zu Beginn der Partie mehr Fehler und hatte nicht so viel Druck in ihren Schlägen wie Stephens. Die 25-Jährige aus Florida schaffte im ersten Satz das einzige Break zum 3:1 und wehrte selbst einen Breakball ab, ehe sie nach 41 Minuten den ersten Satz für sich entschied.

Diese Phase war auch die bis dahin spannendste in der Partie. Beide Finalistinnen versuchten es fast ausschließlich von der Grundlinie. Bei sehr guten äußeren Bedingungen waren Stoppbälle und Netzangriffe die Ausnahme vor den knapp 15.000 Zuschauern.

Plötzlich dominiert Halep

Auch zu Beginn des zweiten Satzes blieb die locker durchschwingende Stephens gefährlicher. Ein weiterer Fehler von Halep bescherte ihr sofort ein Break, nach dem 2:0 meldeten sich wieder die rumänischen Anhänger mit "Simona, Simona"-Sprechchören. Plötzlich drehte sich die Begegnung, Halep wurde etwas aktiver und führte auch dank Fehlern von Stephens 4:2. Genauso schnell vergab sie den Vorsprung zwar wieder, doch Halep riskierte nun mehr. Ein Rückhandfehler der Amerikanerin brachte ihr den Satzausgleich.

Stephens fand auch danach nicht mehr zu ihrem anfänglichen Niveau, änderte jedoch auch nichts an ihrem Spiel. Halep ging nach dem besten Ballwechsel des Matches und sechsten Spielgewinn in Serie 4:0 in Führung. Diesen Vorteil ließ sich die Rumänin, die im Turnierverlauf Andrea Petkovic und Angelique Kerber besiegte, nicht mehr nehmen. Nach 2:03 Stunden nutzte sie ihren ersten Matchball.

mru/dpa/sid



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lesenbildetimmernoch 09.06.2018
1. Was für ein Match!
Gratulation, Simona Halep! Endlich mal wieder ein hochklassiges und spannendes Damenfinale in einem Grand Slam-Turnier, auch dank der hervorragenden Leistung von Sloane Stephens, die im 1. Satz wie ein Schweizer Uhrwerk spielte, sich keinerlei Fehler erlaubte und Simona ein ums andere Mal in langen Rallyes über den Platz jagte. Im zweiten Satz konnte Halep dann mit einem unglaublichen Willen und in einem unfassbaren Kraftakt das Match drehen und machte im dritten Satz dann die entscheidenden Big Points, die der Gegnerin, die zu diesem Zeitpunkt bereits deutliche Zeichen von Erschöpfung zeigte, mental das Genick brachen. Sloane Stephens war zu fast jedem Zeitpunkt eine gefährliche Gegnerin und beide Spielerinnen zeigten begeisterndes Tennis. Vielen Dank dafür
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