French Open Haas bekommt Lehrstunde, Görges scheidet aus

Auch der letzte Deutsche Herr ist bei den French Open ausgeschieden: Thomas Haas unterlag in der dritten Runde Richard Gasquet. Der Franzose ließ dem 34-Jährigen keine Chance. Überraschend scheiterte auch Julia Görges an einer unbekannten Niederländerin.

Tennis-Profi Haas: Aus bei den French Open
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Tennis-Profi Haas: Aus bei den French Open


Hamburg - Die Siegesserie des Routiniers Thomas Haas ist gestoppt. In der dritten Runde der French Open in Paris unterlag der 34 Jahre alte Tennisprofi dem an Position 17 gesetzten Franzosen Richard Gasquet 7:6 (7:3), 3:6, 0:6, 0:6 und verpasste damit die dritte Achtelfinalteilnahme seiner Karriere beim wichtigsten Sandplatzturnier der Welt. 2002 und 2009 hatte der Weltranglisten-112. im Stade Roland Garros in der Runde der besten 16 gestanden.

Haas hatte zuvor bei den Australian Open 2006 und den US Open 2008 zwei Siege bei Grand-Slam-Turnieren gegen Gasquet gefeiert. Beim mit 17,2 Millionen Euro dotierten Turnier am Bois de Boulogne ging ihm allerdings die Kraft aus, nachdem er in der Qualifikation und im Hauptfeld der French Open fünf Spiele in Folge gewonnen hatte. Der Franzose war nach dem Verlust des ersten Satzes deutlich überlegen - in den Sätzen drei und vier erteilte er dem Deutschen geradezu eine Lehrstunde. Haas scheiterte als letzter Deutscher in der Männerkonkurrenz in Paris.

Das Aus kam auch für Julia Görges. Bei Einbruch der Dunkelheit unterlag die 23-Jährige überraschend der jungen Niederländerin Arantxa Rus 6:7 (5:7), 6:2, 2:6 in 2:20 Stunden. Damit ist Angelique Kerber als einzige von 15 deutschen Tennisprofis im Achtelfinale des wichtigsten Sandplatzturniers der Welt. Die 24-Jährige trifft am Sonntag (11 Uhr) auf Petra Martic.

Die an Nummer 25 gesetzte Görges hatte sich im dritten Satz mehrfach vehement beim Schiedsrichter beschwert und bei einbrechender Dunkelheit den Abbruch gefordert, weil sie bereits Sichtprobleme hatte. Doch es half nichts. Die 21-jährige Rus trifft nun auf die Estin Kaia Kanepi, die sich 6:1, 6:7 (3:7), 6:3 gegen die frühere Weltranglistenerste Caroline Wozniacki aus Dänemark durchsetzte.

Die Weltranglisten-Zweite Maria Scharapowa eilt dagegen von Sieg zu Sieg. Die Australian-Open-Finalistin zog am Samstag dank eines 6:2, 6:1-Sieges gegen die an Nummer 28 gesetzte Chinesin Peng Shuai ins Achtelfinale ein. Die 25-jährige Russin benötigte dafür nur eine Stunde und sechs Minuten. Damit gab Scharapowa im gesamten Turnierverlauf bisher erst fünf Spiele ab. In der Runde der besten 16 trifft die Mitfavoritin auf die Tschechin Klara Zakopalova.

Titelverteidigerin Li Na aus China steht ebenfalls im Achtelfinale. Die erste chinesische Grand-Slam-Siegerin setzte sich nach anfänglichen Problemen 3:6, 6:2, 6:1 gegen die US-Amerikanerin Christina McHale durch. Die 30-jährige Li, die beim wichtigsten Sandplatzturnier der Welt an Position sieben gesetzt ist, trifft nun auf Jaroslawa Schwedowa aus Kasachstan.

Ausgeschieden ist dagegen Lis italienische Vorgängerin Francesca Schiavone. Die 31 Jahre alte Roland-Garros-Siegerin von 2010 unterlag in Runde drei der US-Amerikanerin Varvara Lepchenko 6:3, 3:6, 6:8. Die Weltranglisten-63. Lepchenko trifft im Achtelfinale auf Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien, die gegen die Russin Nina Bratschikowa drei Sätze zum Weiterkommen benötigte.

aha/sid/dpa



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