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Dopingarzt: Fuentes will Kundenliste veröffentlichen

Dopingdoktor Fuentes: Kundenliste an Zeitungen geschickt Zur Großansicht
AFP

Dopingdoktor Fuentes: Kundenliste an Zeitungen geschickt

Im Gerichtssaal hat Eufemiano Fuentes noch geschwiegen. Jetzt will der verurteilte spanische Dopingarzt sein brisantes Wissen offenbar zu Geld machen. Laut "Guardian" soll er Medien bereits eine Liste mit möglichen Kundennamen angeboten haben.

Hamburg - Der verurteilte spanische Dopingarzt Eufemiano Fuentes versucht, ausgesuchte Informationen über seine Kunden meistbietend zu verkaufen. Einem Bericht der englischen Zeitung "The Guardian" zufolge hat Fuentes bereits eine Liste mit Namen betroffener Athleten an ausgewählte Medien gemailt.

"Verschiedene Medien sind auf ihn zugekommen und haben ihm Geld angeboten", sagte Fuentes' Anwalt Josée Miguel Lledó am Freitag. "Es gibt eine Liste mit Personen, über die er reden kann. Vor dem Berufungsverfahren Ende Mai wird das aber nicht passieren."

Neben der langen Liste von Kunden aus dem Profi-Radsport soll es dabei laut "Guardian" auch um die Bereiche Fußball und Leichtathletik gehen. Eine Kategorie in dieser Mail laute "Wie ich ein Team vorbereitete, das in der Champions League spielt", eine andere "Meine medizinische Verbindung zu Gewinnern des London-Marathons, inklusive Vorbehandlungen".

Von olympischen Medaillengewinnern sei in der Mail ebenfalls die Rede. Fuentes habe außerdem angekündigt zu enthüllen, wie Offizielle der Tour de France bei Dopingkontrollen versagten. Der Mediziner war Ende April in Madrid zu einem Jahr Haft und vier Jahren Berufsverbot verurteilt worden. Die Haftstrafe wurde nach spanischem Recht zur Bewährung ausgesetzt.

aha/sid

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insgesamt 19 Beiträge
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1. Die sollten sich schämen!
BorisBombastic 11.05.2013
Keine Deals mit Betrügern! Die Spanische Justiz hätte ihn in Beugehaft nehmen sollen, um an die Aussage zu kommen. Mit seiner Straffe ist er billig davongekommen.
2. Hätten sie es wissen wollen, dann wüßten sie alles.
prince62 11.05.2013
Zitat von BorisBombasticKeine Deals mit Betrügern! Die Spanische Justiz hätte ihn in Beugehaft nehmen sollen, um an die Aussage zu kommen. Mit seiner Straffe ist er billig davongekommen.
Großer Einspruch, die spanische Regierung und ihre untergeordnete Justiz hatten keinerlei Interesse an den Namen dieser Liste, ja sie haben sogar alles daran gesetzt, daß außer den schon bekannten Namen aus demProfiradsport, also 50 von über 200, keine anderen Namen öffentlich bekannt werden, denn hätten es die spanische Justiz wirklich wissen wollen, wüßten sie es, oder sie wissen es und wollen deshalb die Veröffentlichung verhindern, mit Unterstützung der ebenso korrupten spanischen Regierung.
3. Bewährung
shaun_das_schaf 11.05.2013
Also ein Jahr Bewährung würde mich an seiner Stelle auch nicht groß kümmern bei dem Vermögen das ich schon angehäuft hätte.
4. Realer Verdacht
wachholz.texte 11.05.2013
Würde ich wetten, würde ich ziemlich viel darauf setzen, dass die spanischen Säulenheiligen von Real Madrid prominent vertreten sind. Obwohl, recht viel genützt haben ihnen Fuentes Bemühungen ja nichts...
5. ...
raly 11.05.2013
Zitat von prince62Großer Einspruch, die spanische Regierung und ihre untergeordnete Justiz hatten keinerlei Interesse an den Namen dieser Liste, ja sie haben sogar alles daran gesetzt, daß außer den schon bekannten Namen aus demProfiradsport, also 50 von über 200, keine anderen Namen öffentlich bekannt werden, denn hätten es die spanische Justiz wirklich wissen wollen, wüßten sie es, oder sie wissen es und wollen deshalb die Veröffentlichung verhindern, mit Unterstützung der ebenso korrupten spanischen Regierung.
Ich sag nur FC Bareclona, die sind einfach nicht mehr so quirlig und schnell seit Fuen.. Ich mein selbstverstaendlich Guardiola nicht mehr da ist
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Kampf gegen Doping
Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada)
Am 10. November 1999 wurde auf Initiative des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die unabhängige Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) in Lausanne gegründet. Zusammen mit den nationalen NOKs und staatlichen Organisationen will die Wada die internationale Dopingbekämpfung fördern und einheitliche Standards für Kontrollen in allen Ländern schaffen. Das Anti-Doping-Programm der Wada wurde im März 2003 von allen Delegierten der internationalen Sportverbände, der Regierungen und dem IOC auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Kopenhagen angenommen. Der Welt-Anti-Doping-Codex löste im darauffolgenden Jahr den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen 2004 auch für die Olympischen Spiele.
Welt-Anti-Doping-Programm
Der Welt-Anti-Doping-Codex löste 2004 den Anti-Doping-Code der Olympischen Bewegung ab und gilt seit den Spielen in Athen im selben Jahr auch für die Olympischen Spiele. Das Programm besteht aus drei Ebenen: 1. Welt-Anti-Doping-Code (WADC), 2. Vier Internationale Standards, 3. Erarbeitungen von Empfehlungen für die bestmögliche praktische Umsetzung durch Anti-Doping-Organisationen und Verbände.
Welt-Anti-Doping-Code (WADC)
Der Welt-Anti-Doping-Code wurde erstmalig im Jahre 2003 verabschiedet und ist das Basisdokument des Welt-Anti-Doping-Programms. 2004 traten das Programm und der Codex in Kraft. Der überarbeitete Welt-Anti-Doping-Code ist seit dem 1. Januar 2009 gültig. Er vereinheitlicht Regeln und Verfahren, die bisher von Land zu Land und von Sportart zu Sportart verschieden waren und regelt die Verantwortlichkeiten der einzelnen Interessengruppen. Der Code stellt keine Definition des Dopings mehr auf, sondern bezeichnet Doping als einen Verstoß gegen nachfolgende Bestimmungen: Nachweis oder Gebrauch einer verbotenen Substanz oder Methode, Verweigerung einer Dopingkontrolle und Verletzung der Informationspflicht über den Aufenthaltsort sowie Verfälschung einer Dopingkontrolle und Besitz oder Handel von Substanzen durch einen Athleten oder sein Umfeld.
Internationale Standards
Sie ergänzen die Anforderungen des Codes durch nähere Beschreibungen und sollen dazu beitragen, national übergreifend einheitliche Formen für die Anti-Doping-Arbeit zu schaffen. Dies betrifft insbesondere die Dopingliste, die Dopingkontrolle Dopinglabors und Ausnahmebewilligungen für Medikamente.
Verbotene Substanzen
Die Dopingliste gilt weltweit und wird durch eine spezielle Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) erstellt. Sie wird jedes Jahr erneuert und tritt jeweils am 1. Januar in Kraft. Auf der Liste werden nur Wirkstoffe und Methoden veröffentlicht, die mindestens zwei von drei Kriterien entsprechen: Gemäß medizinischen oder anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen hat der Wirkstoff oder die Methode das Potential zur Leistungssteigerung im Sport. Gemäß medizinischen oder anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen besitzt der Wirkstoff oder die Methode ein aktuelles oder potentielles Gesundheitsrisiko. Gemäß Wada verstößt die Anwendung des Wirkstoffs oder der Methode gegen die Ethik im Sport. Zu den verbotenen Substanzklassen, die teilweise ganz oder nur im Wettkampf verboten sind, gehören: 1. Alkohol, 2. Anabolika , 3. Antiöstrogene , 4. Beta-2-Agonisten , 5. Betablocker , 6. Cannabinoide (Cannabis, Haschisch, Marihuana) , 7. Glucocorticoide , 8. Hormone , 9. Maskierende Substanzen und Diuretika , 10. Narkotika , 11. Stimulanzien . Für Alkohol und Betablocker gibt es in einigen Sportarten Ausnahmen, sie werden nicht von allen internationalen Sportverbänden verboten.
Verbotene Methoden
Seit dem 1. Januar 2003 werden die verbotenen Dopingmethoden genauer beschrieben und in drei Kategorien unterteilt: 1. Erhöhung der Transportkapazität für Sauerstoff ( Blutdoping ), 2. chemische und physikalische Manipulation, 3. Gendoping . Die Anwendung verbotener Methoden ist innnerhalb als auch außerhalb des Wettkampfs verboten.
Kontrollregularien

Für Athletinnen und Athleten bestehen je nach Leistungsniveau unterschiedliche Bestimmungen zu der obligatorischen Meldepflicht. Die Ein-Stunden-Regelung verpflichtet bestimmte Athleten für jeden Tag eine Stunde zu benennen, in der sie für eine mögliche Dopingkontrolle zur Verfügung stehen. Die genaue Stunde muss jeweils am Ende eines Quartals für die nächsten drei Monate im Voraus benannt werden, darf aber innerhalb von 24 Stunden verändert und aktualisiert werden. Wird der Athlet in dieser Stunde vom Kontrolleur nicht am benannten Ort angetroffen, wird ein sogenannter Strike für das Kontrollversäumnis ausgesprochen. Wenn ein Sportler innerhalb von 18 Monaten drei Verwarnungen kassiert hat, muss er mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren rechnen. Strikes von verschiedenen Organisationen ( Wada , Nada sowie zuständigem internationalem Verband) werden addiert.

Die Ein-Stunden-Regelung wird durch die Angabe von Aufenthaltsdaten zum Ende eines Quartals für jeden Tag der darauffolgenden drei Monate ergänzt. Wird ein Athlet bei einer Stichprobe nicht am angegebenen Ort angetroffen, kann ebenfalls ein Strike erteilt werden. Mannschaftssportler aus gering gefährdeten Sportarten werden in Mannschafts-Whereabouts getestet. Dafür melden die Vereine der Nada die Trainingspläne der Mannschaft.

Aufgrund des seit Beginn 2009 gültigen neuen Nada-Codes werden Athleten je nach Risikobewertung der Agentur für Doping in drei unterschiedliche Testpools eingeordnet und unterliegen verschiedenen Meldepflichten: Im International Registered Testing Pool (RTP) sind rund 1400 Athleten zusammengefasst, zu denen A-Kader und A-Nationalteams der Sportarten der Gefährdungsstufe I gehören. Sie müssen nicht nur bis zum 25. des Vormonats Angaben über Aufenthaltsort und Erreichbarkeit für ein Quartal machen, sondern auch die Ein-Stunden-Regelung beachten. Im Nationalen Testpool (NTP) für Kader-Athleten der Gefährdungsstufe II und III gilt diese Regel nicht. Alle anderen Athleten werden im Allgemeinen Testpool (ATP) zusammengefasst.


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