Giro d'Italia Froome steht vor Gesamtsieg

Wenn er nicht mehr stürzt, behält er zum Abschluss das Rosa Trikot: Chris Froome ist kurz davor, seine dritte große Länderrundfahrt in Folge zu gewinnen. Beim Giro d'Italia führt er vor der letzten Etappe.

Chris Froome (r.)
DPA

Chris Froome (r.)


Durch einen spektakulären Auftritt auf der Königsetappe war Chris Froome am Freitag beim Giro d'Italia überraschend an die Spitze gefahren. Einen Tag später steht der Brite vor dem Gesamtsieg.

Auf der 20. Etappe ist der Brite Froome auf den siebten Platz gefahren - und hat damit seinen Vorsprung auf den Vorjahressieger Tom Dumoulin sogar ausgebaut. Der Niederländer liegt nun 46 Sekunden hinter dem Führenden. Sollte Froome am Sonntag auf der letzten Etappe nicht noch stürzen, wird er das Rosa Trikot bis zur Zielankunft in Rom nicht mehr abgeben.

Der Tagessieg auf dem 214 Kilometer langen vorletzten Teilstück über drei Alpenpässe ging an den Spanier Mikel Nieve. An seinem 34. Geburtstag setzte er sich gegen den Niederländer Robert Gesink und den Österreicher Felix Großschartner durch und feierte seinen dritten Etappensieg beim Giro.

"Dieser Giro ist echt brutal"

Froome, dem wegen der weiter schwelenden Salbutamol-Affäre noch eine Doping-Sperre droht, wehrte auf dem 20 Kilometer langen Schlussanstieg hinauf ins auf 2001 Meter Höhe gelegene Cervinia mehrere Angriffe durch Dumoulin ab. "Ich bin froh, dass ich den Angriffen folgen konnte", sagte der 33-Jährige nach dem Rennen.

Anders als der vorherige Führende Simon Yates, der am Freitag in der Gesamtwertung abgestürzt war, verhinderte der Sky-Pilot souverän einen Einbruch. "Dieser Giro ist echt brutal", sagte Froome: "Wenn man einen schlechten Tag erwischt, geht es gleich um 10 bis 15 Minuten."

Nach seinen Triumphen bei der Tour und der Vuelta im Jahr 2017 wird Froome nun höchstwahrscheinlich die dritte große Länderrundfahrt in Folge gewinnen.

aev/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.