Giro d'Italia Froome meldet sich auf der Königsetappe zurück

Da ist er wieder: Christopher Froome hat seinen ersten Tagessieg beim diesjährigen Giro gefeiert, im Schlussanstieg ließ er dem Gesamtführenden Simon Yates keine Chance. Der durfte trotzdem zufrieden sein.

Christopher Froome
AFP

Christopher Froome


Der viermalige Tour-Sieger Christopher Froome (Sky) hat sich einen Tag vor seinem 33. Geburtstag eindrucksvoll beim 101. Giro d'Italia zurückgemeldet und am berüchtigten Monte Zoncolan den Etappensieg erkämpft. Auf der 181 Kilometer langen 14. Etappe setzte sich Froome mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem weiterhin in der Gesamtwertung führenden Simon Yates (Mitchelton-Scott) und Domenico Pozzovivo (Bahrain-Merida, +23 Sekunden) durch.

Trotz seines Tageserfolgs hat Froome als Gesamtfünfter vor den entscheidenden Bergetappen in der letzten Giro-Woche im Gesamtklassement 3:10 Minuten Rückstand auf Yates, der sein Rosa Trikot souverän verteidigte. Zweiter in der Gesamtwertung ist Titelverteidiger Tom Dumoulin (Sunweb) mit nun 1:24 Minuten Rückstand auf Yates. Der Niederländer kam als Fünfter ins Ziel und verlor 31 Sekunden auf den Gesamtführenden.

Im Finale hinauf zum Monte Zoncolan, mit durchschnittlich fast zwölf Prozent Steigung und über 20 Prozent in der Spitze einer der schwierigsten Anstiege im Radsport, machte der Niederländer Wout Poels (Sky) im Feld der Favoriten lange das Tempo für seinen Kapitän, ehe Froome 4,2 km vor dem Ziel die entscheidende Attacke gelang. Bei Froomes letztmaliger Giro-Teilnahme 2010 hatte er am Zoncolan auf den damaligen Sieger Ivan Basso noch 22 Minuten verloren. Rückblickend bemerkte er einst: "Ich verspüre keine große Lust, diesen Anstieg noch einmal zu fahren."

Es war ihm zumindest nicht anzumerken.

chh/sid



insgesamt 4 Beiträge
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interessierter10 19.05.2018
1. Erstaunlich zu welchen Leistungen Asthmatiker in der Lage
sind. Letztes Jahr war sein (Froomes) Salbutamol-Wert doppelt so hoch wie erlaubt. Aber das ist für eine Berichterstattung offenbar völlig irrelevant.
bauklotzstauner 19.05.2018
2.
Gut, daß der nicht dopt! Ok... mal ein Asthmamittel übr den Durst, aber sonst.... absolut clean! Ehrenwort! Hust! Immerhin hat er genausoviele positive Dopingproben vorzuweisen, wie Lance Armstrong.... nämlich keine!
dimaco 20.05.2018
3.
Hat der Doper endlich mal gewonnen, ich kann nicht verstehen warum es noch möglich ist , dass der Froome an solchen grossen Rundfahrten noch teilnimmt. Er und das Team Sky müssen gesperrt werden. Hoffentlich fällt das Urteil noch vor der TdF.
extra330sc 20.05.2018
4.
Zitat von interessierter10sind. Letztes Jahr war sein (Froomes) Salbutamol-Wert doppelt so hoch wie erlaubt. Aber das ist für eine Berichterstattung offenbar völlig irrelevant.
Mal abgesehen davon, dass der Spiegel deutlich mehr über Doping im Radsport berichtet, als über Radsport i.e.S, wieviel Prozent der dt. Fußballprofis sind ihrer Meinung nach Asthmatiker mit der identischen Genehmigung Asthmamittel zu nehmen? Kleiner Tipp, etwa jeder vierte...darunter auch Gomez, nur wird beim König Fußball darüber quasi nicht berichtet, es werden vom DFB keine Listen veröffentlicht (im Gegensatz zur UCI) und vorsichtshalber auch kaum getestet. Um uns nicht falsch zu verstehen, ich gehe zwingend davon aus, dass Froome randvoll ist, nicht nur mit Salbutamol. Aber dass der Reflex der Ahnungslosen, Doping zu thematisieren, fast ausschließlich beim Radsport ausgelöst wird, ist nicht nachvollziehbar. Und wenn selbst Curling-, Schach-, Dart- und Golfspieler ohne Ende dopen, kann ich es im Radsport noch am ehesten nachvollziehen.
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