Giro d'Italia in Israel Sprinterkönig siegt auch in der Wüste

Eine Etappe quer durch die Negev-Wüste: Das ist auch für den Giro d'Italia Neuland. Der Sprintspezialist Elia Vivanti ließ sich davon nicht beeindrucken. Jetzt zieht der Tross nach Sizilien um.

Giro-Peloton in der Negev-Wüste
AFP

Giro-Peloton in der Negev-Wüste


Zum Abschluss des Israel-Abstechers vom Giro d'Italia sicherte sich Radprofi Elia Viviani seinen zweiten Etappensieg innerhalb von 24 Stunden. Der Italiener aus dem belgischen Quick-Step-Team - mit jetzt bereits 29 Saisonerfolgen unerreicht - siegte in Eilat am Roten Meer nach 229 Kilometern im Massensprint vor seinem Landsmann Sacha Modolo und dem Iren Sam Bennett. Der Drittplatzierte aus dem Bora-hansgrohe-Team hatte den Tagessieger hart bedrängt und ihn fast zu Fall gebracht. Die schweißtreibende Tagestour führte bei großer Hitze größtenteils durch die Negev-Wüste.

In Eilat konnte sich der Australier Rohan Dennis erneut das Rosa Trikot des Spitzenreiters im Gesamtklassement überstreifen. Am Samstag hatte sich der im Zeitfahren knapp gescheiterte Dennis doch noch die Führung geholt. Er heimste als Sieger des zweiten Zwischensprints die nötigen Sekunden ein, um Titelverteidiger Tom Dumoulin von der Spitze zu verdrängen. Der wesentlich sprintstärkere Omnium-Olympiasieger Viviani, der später in Tel Aviv nach 167 Kilometern nicht zu schlagen war, hatte sich merklich zurückgehalten.

Schachmann bleibt bester Nachwuchsfahrer

Aus deutscher Sicht sorgte Maximilian Schachmann für positive Schlagzeilen. Der 24 Jahre alte Radprofi rutschte am Sonntag auf Rang sieben im Gesamtklassement und behauptete vor allem das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. "Der Giro hat für uns toll begonnen", sagte der Debütant von Quick-Step.

Am Montag reist der Tross mit vier Passagier- und drei Lastflugzeugen vom kleinen Flughafen Ovda in Eilat nach Catania auf Sizilien, wo die Italienrundfahrt am Dienstag nach dem rund 28 Millionen-Euro teuren Israel-Abenteuer mit der vierten Etappe fortgesetzt wird.

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Giro d'Italia: Bunter Auftakt in der Heiligen Stadt

Der im Gesamtklassement schon zurückgeworfene Seriensieger Chris Froome war am Freitag gestürzt, erlitt aber nur harmlose Abschürfungen. Dem Briten, dem in der weiter schwebenden Salbutamol-Affäre eine Doping-Sperre droht, schienen die Diskussionen um seinen Start doch ein wenig in die Knochen gefahren zu sein. Er hatte auf dem anspruchsvollen Zeitfahrkurs 37 Sekunden auf den Auftaktsieger Dumoulin verloren.

aha/sid



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