Giro d'Italia Battaglin siegt im Sprint - Motorradfahrer schwer verletzt

Enrico Battaglin hat die fünfte Etappe gewonnen, der Italiener setzte sich im Sprint durch. Getrübt wurde der Giro-Tag allerdings von einem schweren Unfall. Ein Motorradfahrer schwebt in Lebensgefahr.

Tagessieger Enrico Battaglin
AFP

Tagessieger Enrico Battaglin


Vor der fünften Etappe des Giro d'Italia ist es zu einem schweren Unfall mit einem Sicherheitsfahrzeug gekommen. Der Motorradfahrer eines Ordnungsdienstes schwebe in Lebensgefahr, nachdem ihn ein Auto in Agrigent auf Sizilien überfahren habe, sagte ein Sprecher des italienischen Straßenbetreibers Anas. Das Auto habe eine Absperrung durchbrochen und so den Motorradfahrer ergriffen.

Medienberichte, dass der 48-Jährige seinen schweren Verletzungen erlegen sei, dementierten die Giro-Organisatoren. Der Motorradfahrer war mit einer Hirnblutung und mehreren Rippenfrakturen in kritischem Zustand ins Hospital der Stadt Caltanissetta eingeliefert und operiert worden. Der Autofahrer wurde festgenommen.

Auf den anschließenden 153 Kilometern von Agrigent nach Santa Ninfa erreichte der deutsche Nachwuchsprofi Maximilian Schachmann einen starken vierten Platz. Beim Sieg des Italieners Enrico Battaglin (LottoNL-Jumbo) fehlte dem 24-Jährigen vom Team Quick Step-Floors im Finale des hügeligen Tagesabschnitts die Kraft, um noch weiter nach vorn zu sprinten.

Hinter Battaglin, der seinen insgesamt dritten Giro-Etappensieg feierte, kam dessen Landsmann Giovanni Visconti (Bahrain-Merida) auf Platz zwei. Der drittplatzierte Portugiese José Gonçalves (Katusha-Alpecin) lag knapp vor Schachmann, der das Weiße Trikot des besten Jungprofis erfolgreich verteidigte. Wie am Vortag stürzte er, kämpfte sich aber wieder heran. "Das hat eine halbe Minute gekostet, aber wir haben es wieder zurückgeschafft. Ich war so sauer nach gestern, dass ich Vollgas geben wollte", sagte Schachmann.

Das Feld fährt durch Sciacca
AFP

Das Feld fährt durch Sciacca

Die Gesamtwertung behauptete am Tag vor der ersten schweren Bergetappe der Australier Rohan Dennis (BMC) mit einer Sekunde Vorsprung auf den niederländischen Titelverteidiger Tom Dumoulin (Sunweb).

Auch am Donnerstag bleibt der Giro auf Sizilien. Die 164 Kilometer lange sechste Etappe endet mit einer spektakulären Bergankunft am Vulkan Ätna, auf den letzten 40 Kilometern geht es von 63 auf 1736 Höhenmeter fast ohne Pause bergauf. Dann dürfte es zum ersten großen Schlagabtausch der Favoriten kommen, ehe es ab Freitag auf das italienische Festland geht.

chh/sid/dpa



zum Forum...
Sagen Sie Ihre Meinung!

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.