Giro d'Italia Radprofi jubelt zu früh und verliert 147 Plätze

Kurioses Ende der fünften Etappe beim Giro d'Italia: Ein Slowene freute sich zu früh über den vermeintlichen Tagessieg, davon profitierte Fernando Gaviria. Die deutschen Fahrer verpassten das Podest knapp.

Fernando Gaviria gewann die Etappe
AFP

Fernando Gaviria gewann die Etappe


Luka Pibernik riss die Hände nach oben und freute sich für wenige Sekunden über den vermeintlich größten Erfolg seiner Karriere. Dann fuhr das Hauptfeld an ihm vorbei. In diesem Moment realisierte der 23-jährige Slowene, dass er zu früh gejubelt hatte. Denn nach der Zieldurchfahrt war noch eine weitere Runde zu absolvieren.

Die fünfte Etappe des 100. Giro d'Italia gewann im Massensprint schließlich der Kolumbianer Fernando Gaviria (Quick-Step). André Greipel (Lotto-Soudal) verpasste bei der Zielanfahrt eine gute Positionierung und wurde Vierter. Der 22 Jahre alte Nachwuchs-Sprinter Phil Bauhaus (Sunweb) beendete das Rennen als Fünfter. Pibernik belegte am Ende nur Platz 148.

Die 159 Kilometer lange Etappe führte die Fahrer von Pedara nach Messina. Eine zweiköpfige Fluchtgruppe bestehend aus Jewgeny Schalunow (Gazprom-Rusvelo) und Macej Paterski (CCC Sprandi) fuhr lange ein einsames Rennen an der Spitze, wurde aber 15 Kilometer vor dem Ziel eingeholt.

Die abschließenden Kilometer waren in der sizilianischen Stadt Messina auf einem Rundkurs zu absolvieren. Hier löste sich Pibernik und hielt das Feld bis zum vermeintlichen Ziel auf Abstand. Nach seinem Missgeschick fiel er deutlich zurück.

Morgen bietet sich für die deutschen Sprinter eine weitere Gelegenheit auf einen Tagessieg. Die 217 Kilometer von Reggio Calabria nach Terme Luigiane sind überwiegend flach. Allerdings verläuft der letzte Kilometer leicht ansteigend und könnte für Überraschungen sorgen.

ehh/sid



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