Zeitfahren beim Giro d'Italia Dumoulin holt über eine Minute auf Führenden Yates auf

Es sollte die Aufholjagd von Zeitfahr-Spezialist Tom Dumoulin werden - doch der Giro-Führende Simon Yates konnte die Spitze verteidigen. Tony Martin fehlten 14 Sekunden für den Tagessieg.

Tom Dumoulin
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Tom Dumoulin


Radprofi Tony Martin hat den ersten deutschen Etappensieg beim 101. Giro d'Italia knapp verpasst. Der viermalige Zeitfahr-Weltmeister vom Team Katusha Alpecin lag nach dem 34,2 Kilometer langen 16. Teilstück von Trento nach Rovero 14 Sekunden hinter dem australischen Tagessieger Rohan Dennis (BMC Racing Team). Auf Rang drei folgte Vorjahressieger Tom Dumoulin (Niederlande/Team Sunweb) mit 22 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Führender im Gesamtklassement bleibt der Brite Simon Yates vom Team Mitchelton-Scott, der in der Tageswertung auf Rang 22 mit 1:37 Minuten hinter Dennis lag - diese Leistung kann durchaus als Erfolg gewertet werden. Sein Abstand auf den zweitplatzierten Dumoulin beträgt nun 56 Sekunden.

Dumoulin, der Zeitfahr-Weltmeister und Titelverteidiger vom deutschen Team Sunweb, verkürzte den Rückstand auf Yates zwar um über eine Minute, hatte sich in seiner Spezialdisziplin aber mehr ausgerechnet. In den Bergen hatte sich Dumoulin bislang deutlich schwächer als Yates präsentiert und daher auf ein noch besseres Resultat gehofft. Damit geht Yates, der mit dem Zeitfahren die wohl größte Hürde genommen hat, als Favorit auf den Gesamtsieg in die Schlusswoche.

Der viermalige Tour-de-France-Sieger Christopher Froome (Großbritannien/+0:35) blieb erneut hinter den Erwartungen zurück und wurde Fünfter. Der Sky-Kapitän verbesserte sich in der Gesamtwertung aber auf den vierten Rang und ist einem Podestplatz nähergekommen.

Die 155 Kilometer lange 17. Etappe führt am Mittwoch von Riva del Garda nach Iseo. Das Terrain bietet Chancen für erfolgreiche Fluchtversuche. Die Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fällt auf den anschließenden drei Bergetappen. Die Rundfahrt endet am Sonntag in Rom.

jan/dpa/sid

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hooge789 23.05.2018
1. Der Giro favorisiert die Kletterer
Ein Zeitfahren über 10km und eins über 35km gegenüber den vielen harten Bergetappen, da ist es für Dumoulin schwer den Giro zu gewinnen. Seine Leistung in den Bergen ist alle mal beachtlich, wenn man bedenkt, dass er gefühlt doppelt so viel wiegt wie Yates. Ich hoffe Dumoulin kann seinen 2. Platz bis Rom verteidigen.
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