Giro Wellens gewinnt erste Italien-Etappe - Froome ohne Chance

Jubel nach einem steilen Schlussanstieg: Tim Wellens hat die vierte Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Favorit Christopher Froome hielt beim schweren Finale nicht mit, eine deutsche Nachwuchshoffnung stürzte.

Tim Wellens
AFP

Tim Wellens


Der belgische Radprofi Tim Wellens hat die bislang schwerste Etappe des 101. Giro d'Italia gewonnen. Beim ersten Teilstück auf italienischem Boden nach drei Etappen in Israel setzte sich der 26-Jährige vom Team Lotto-Fix All nach 202 Kilometern durch. Die vierte Etappe verlief zwischen Catania und Caltagirone auf Sizilien und wurde im Bergaufsprint entschieden.

"Der Rest des Giro wird ein Bonus, egal was noch kommt", sagte Wellens, Teamkollege des deutschen Sprinters André Greipel. "Stress werde ich nicht mehr haben."

Top-Favorit Christopher Froome vom Team Sky, der beim kurzen Auftaktzeitfahren in Jerusalem mehr als eine halbe Minute verloren hatte, musste im schwierigen Finale mit einem bis zu 13 Prozent steilen Schlussanstieg erneut abreißen lassen. Der Brite lag am Ende 23 Sekunden hinter Wellens. In der Gesamtwertung führt weiter der Australier Rohan Dennis (BMC) mit einer Sekunde Vorsprung auf den niederländischen Titelverteidiger Tom Dumoulin (Sunweb). Beide kamen vier Sekunden nach Wellens ins Ziel.

Der deutsche Maximilian Schachmann aus dem belgischen Erfolgsteam Quick-Step stürzte kurz vor dem Zielsprint auf dem engen Kurs. Dennoch behielt der deutsche Hoffnungsträger das Weiße Trikot des besten Jungprofis und schob sich im Gesamtklassement um einen Rang nach vorne auf Platz sechs.

Auch an den nächsten beiden Tagen bleibt der Giro auf Sizilien. Die fünfte Etappe führt am Mittwoch über hügelige 153 Kilometer von Agrigent nach Santa Nina. Am Donnerstag steht mit der spektakulären Bergankunft am Vulkan Ätna vermutlich der erste große Schlagabtausch der Favoriten an.

jan/sid



insgesamt 2 Beiträge
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hooge789 09.05.2018
1. Froom
hätte den Giro absagen sollen. Dass er schlecht in Form ist, muss er doch wissen. Kein Wunder mit den ganzen Problemen, die er im Moment an der Backe hat. Wahrlich keine Saison um Giro und Tour de France zu fahren.
decathlone 09.05.2018
2. Froome kriegt angeblich ein paar Millionen für seine Teilnahme am Giro
Gleichzeitig droht ihm die Dopingsperre - für den Veranstalter des Giro ist das eine dumme Situation. Ich denke Froome ist angetreten, weil er nicht auf das Geld verzichten will, aber er fährt nicht mit der vollen Konsequenz, weil der Skandal begrenzt werden soll, wenn das Ergebnis nachträglich korrigiert werden sollte. D.h. es soll keinen Girogewinner am grünen Tisch geben. Die gestrige Etappe war aber auch so nichts für ihn - auf Klassikerterritorium ist er richtig schlecht. Er kann nicht Position fahren und Pflastersteine bringen ihn auch schnell zu Fall...
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