Turnier in Louisiana US-Golfer nimmt vor Alligator Reißaus

Ein Alligator auf dem Golfplatz - so etwas gibt es wohl nur in den USA: Beim Turnier in Avondale verlegte Profi Talor Gooch sicherheitshalber seinen Schlag. Aus Angst vor dem Tier.

US-Golfer Talor Gooch
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US-Golfer Talor Gooch


Eine Begegnung mit drei Alligatoren hat Profigolfer Talor Gooch beim US-Turnier in Avondale im Bundesstaat Louisiana zum Rückzug veranlasst. "Ich mag mein Leben", sagte der 27-Jährige, zuvor hatte der 230. der Weltrangliste seinen Ball freiwillig um einige Meter weiter entfernt vom Loch platziert.

Gooch traf beim Zurich Classic of New Orleans am 18. Loch einen Bunker, der nah am Wasser liegt. Drei Alligatoren hatten sich dort breitgemacht, aber nur zwei konnten verscheucht werden. "Der Dritte hat in den Rechen gebissen", sagte Gooch.

Alligator-Alarm beim Turnier in Avondale
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Alligator-Alarm beim Turnier in Avondale

Also nutzte der 26-jährige US-Amerikaner eine Regel, die es erlaubt, den Ball etwas weiter weg zu legen. Gooch schlug von einer Stelle ab, von der er das Reptil immer beobachten konnte.

Gooch spielte beim Matchplay-Turnier auf der Bahn Par und lag nach der ersten Runde mit seinem Partner Andrew Landry auf Platz 32. Auch die beiden Münchner Alex Cejka und Stephan Jäger sind in Avondale dabei. Cejka belegte mit Ben Crane (USA) auf dem Par-72-Kurs den elften, Stephan Jäger mit Keith Mitchell (USA) den 52. Rang.

aha/sid

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insgesamt 2 Beiträge
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lionel_hutz 27.04.2018
1. Schon Saure Gurken-Zeit.
Sonst liest man hier fast nie etwas über Golf, aber mäßig spannende Stories über Erleichterung nach Dec. 1-4/10 landen dann auf der Titelseite. Es gibt doch bestimmt irgendjemanden in der Redaktion der einen Haus Ahnung von Golf hat und zumindest keinen Schwachsinn, wie "etwas weiter weg zu legen". Für alle Golfer, die nicht so firm in den Regeln sind: Wenn der Ball so liegt, dass der Spieler beim Schlag durch gefährliche Tiere gefährdet wäre, kann neben den Optionen nach Regel 28 (Unspielbar erklären mit Strafschlag) auch einen Freedrop innerhalb einer Schlägerlänge von dem nächsten Ort, an dem die Gefahr nicht mehr besteht und der nicht näher zum Loch ist, in Anspruch nehmen. Wenn der Ball indes in einem Hindernis liegt, muss er in demselben Hindernis oder im nächsten ähnlichen Hindernis gedroppt werden. (Im Falle eines Wasserhindernisses besteht auch die Möglichkeit nach Regel 26 (Wasserhindernis, mit Strafschlag) vorzugehen.) Wenn der Ball auf dem Grün lag, darf er entsprechend vorstehendem auf dem Grün an eine entsprechende Stelle gelegt werden. Das mögen zwar auch die Golfer in der Redaktion nicht so wiedergeben können, aber ein bisschen weniger schlecht schreiben, könnten sie evtl. Und mal ganz nebenbei, das passiert gar nicht so selten, wer das Turnier gewinnt, ist sicher spannender, aber ich wette dass wir das nicht hier lesen werden.
Hesl 27.04.2018
2. Das ist in den Südstaaten...
... ein gar nicht so seltenes Phänomen. Und als Gast wird man auf den Golf-Anlagen, auf denen auch Alligatoren leben, ausdrücklich auf die Gefahren hingewiesen. Vor allem beim Sonnenuntergang sehen alle späten Spieler zu, dass sie rasch und sicher vom Platz kommen.
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