3. Runde der Open Amerikanische Invasion in Schottland

Schottland ist das Mutterland des Golfsports. Aber beim ältesten Turnier der Welt haben die Gastgeber keine Chance. Dafür greift Tiger Woods nach seinem ersten Major-Titel seit elf Jahren.

Zach Johnson
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Nicht genug damit, dass US-Präsident Donald Trump zahlreiche Golfplätze in Schottland gekauft hat - es dominieren auch noch amerikanische Golfer das Allerheiligste des schottischen Sports: die Open Championship. Nach dem dritten von vier Tagen des ältesten Golfturniers der Welt liegen drei Amerikaner schlaggleich an der Spitze, acht der ersten zwölf Plätze werden von US-Profis belegt.

Auf dem Kurs in Carnoustie an der schottischen Ostküste brauchten Vorjahressieger Jordan Spieth, Xander Schauffele und Kevin Kisner jeweils 204 Schläge für die ersten drei Runden. Damit lagen sie neun Schläge unter dem Platzstandard auf dem für 71 Schläge ausgelegten Links-Platz. Es ist das erste Mal in der Geschichte des zum 147. Mal ausgetragenen Turniers, dass drei Amerikaner mit geteilter Führung in den Schlusstag gehen.

Hinter dem Viertplatzierten Kevin Chappell (-7) rangiert mit dem Italiener Francesco Molinari der beste Europäer im Feld (-6). Einen Schlag dahinter folgen sieben weitere Golfer, darunter Tiger Woods, der sich nach einer starken 66er-Runde Hoffnungen auf seinen ersten Major-Erfolg seit elf Jahren machen darf.

Tiger Woods
AFP

Tiger Woods

Das gleiche gilt aber realistisch noch für zwölf Profis, die innerhalb von vier Schlägen zu den Führenden liegen. Knapp nicht dazu zählt Justin Rose. Der Engländer hatte sich am Freitag nur mit einem Birdie auf der 18 überhaupt fürs Wochenende qualifiziert. Am Samstag spielte er dann eine 64er-Runde, die beste des Tages. So kletterte Rose 52 Plätze im Leaderboard auf den geteilten 13. Rang.

Sehr zufrieden durfte auch Bernhard Langer sein. Der 60-jährige Deutsche verbesserte sich bisher von Tag zu Tag und liegt bei drei Schlägen unter Par auf dem geteilten 36. Rang - zusammen mit aktuellen Weltstars wie Phil Mickelson und Rickie Fowler.

Der einzige noch verbliebene Schotte im Feld ist, das vielleicht mit symbolischer Aussagekraft, auch der einzige Amateur, der morgen (9 Uhr MESZ, TV: Sky) auf die Schlussrunde gehen wird. Der 19-Jährige Sam Locke, der sich über Qualifikationsturniere das Startrecht erkämpft hatte, liegt mit zwei Schlägen über Par auf dem geteilten 56. Rang.

Allerdings sind die Open schon lange kein rein schottisches Turnier mehr, sondern ein britisches. Und einen Sieger aus dem Vereinigten Königreich könnte es durchaus noch geben: Der Nordire Rory McIlroy und der Engländer Tommy Fleetwood liegen vor der Schlussrunde nur vier Schläge hinter Platz eins. Sicher ist der US-Triumph also noch nicht.

rae



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meresi 22.07.2018
1. Tiger Woods
wird wahrscheinlich nicht um den Sieg mitspielen aber ein Platz unter den ersten 10 ist möglich nach seiner 3jährigen Abstinenz. Was auch kein schlechtes Ergebnis wäre. Den Sieg auf diesem Platz trau ich ihm nicht zu würde mich aber freuen. Zuschauerzuwachs seit er wieder spielt: kolportierte 25 %
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