Ryder Cup
Namensgeber des Ryder Cups und Stifter des Pokals war der Engländer Samuel Ryder. Erstmals fand der Wettbewerb 1927 im amerikanischen Worcester statt, damals spielten die USA und Großbritannien gegeneinander. Seitdem wechselt der Austragungsort immer zwischen den Kontinenten. In den ersten Jahrzehnten allerdings dominierten die USA den Cup. Um die Chancengleichheit zu fördern, durften ab 1973 auch Golfer aus Irland, seit 1979 aus ganz Europa teilnehmen. Beim Ryder Cup gibt es kein Preisgeld zu gewinnen, es geht ausschließlich um den Sieg und die Ehre.
Jedes Team tritt mit zwölf Spielern an, die von einem Kapitän geführt werden. In den USA werden acht Plätze automatisch über die Weltrangliste vergeben, dazu kommen vier weitere Wild-Cards, sogenannte "Captain's picks". Das Team Europa setzt sich aus den jeweils fünf besten Spielern der europäischen Geldrangliste und der Weltrangliste zusammen. Nur noch zwei Plätze kann der neue Ryder-Cup-Kapitän José Maria Olazábal per Wildcard vergeben.
Der Cup wird im sogenannten Matchplay-Verfahren gespielt - also Mann gegen Mann. Bei je vier Fourball- und vier Foursomes-Matches am Freitag sowie Samstag treten jeweils zwei Spieler pro Team gegeneinander an - insgesamt werden also 16 Partien absolviert. Im Fourball spielt jeder Akteur seinen Ball bis ins Loch. Dabei wird das niedrigste Schlagergebnis aller vier Beteiligten als Lochgewinn für das erfolgreiche Team gewertet, die Mannschaft erhält einen Punkt. Erzielen zwei Spieler unterschiedlicher Teams dasselbe Ergebnis, wird das Loch als Remis gewertet, jede Mannschaft erhält einen halben Punkt. Das gilt genauso für die Foursomes, bei denen die Team-Spieler abwechselnd je einen Ball bis ins Loch schlagen.
Am Sonntag werden abschließend zwölf Einzel gespielt, jeder Lochgewinn im Spiel Mann gegen Mann gibt einen Punkt für den jeweiligen Golfer. Liegt der Spieler zum Beispiel nach dem 16. Grün mit drei mehr gewonnenen Löchern vorn, ist das Match vorzeitig beendet - seine Mannschaft erhält einen Punkt.
Dem Titelverteidiger (in diesem Fall Europa) reicht bei insgesamt 28 Punkten, die an drei Tagen (16 bei den Vierern, zwölf bei den Einzeln) vergeben werden, schon ein Remis zum Sieg. Der Herausforderer muss mindestens ein 14,5:13,5 erreichen.
2010 Europa - USA 14,5:13,5
2008 USA - Europa 16,5:11,5
2006 Europa - USA 18,5:9,5
2004 Europa - USA 18,5:9,5
2002 Europa - USA 15,5:12,5
1999 USA - Europa 14,5:13,5
1997 Europa - USA 14,5:13,5
1995 Europa - USA 14,5:13,5
1993 USA - Europa 15:13
1991 USA - Europa 14,5:13,5
1989 Europa - USA 14:14
1987 Europa - USA 15:13
1985 Europa - USA 16,5:11,5
1983 USA - Europa 14,5:13,5
1981 USA - Europa 18,5:9,5
1979 USA - Europa 17:11
1977 USA - Großbritannien/Irland 12,5:7,5
1975 USA - Großbritannien/Irland 21:11
1973 USA - Großbritannien/Irland 19:13
1971 USA - Großbritannien 18,5:13,5
1969 USA - Großbritannien 16:16
1967 USA - Großbritannien 23,5:8,5
1965 USA - Großbritannien 19,5:12,5
1963 USA - Großbritannien 23:9
1961 USA - Großbritannien 14,5:9,5
1959 USA - Großbritannien 8,5:3,5
1957 Großbritannien - USA 7,5:4,5
1955 USA - Großbritannien 8:4
1953 USA - Großbritannien 6,5:5,5
1951 USA - Großbritannien 9,5:2,5
1949 USA - Großbritannien 7:5
1947 USA - Großbritannien 11:1
1937 USA - Großbritannien 8:4
1935 USA - Großbritannien 9:3
1933 Großbritannien - USA 6,5:5,5
1931 USA - Großbritannien 9:3
1929 Großbritannien - USA 7:5
1927 USA - Großbritannien 9,5:2,5
2001 wurde der Cup wegen der Terroranschläge vom 11. September um ein Jahr verschoben. Seitdem findet er in den geraden Jahren statt.