117. U.S. Open Harman führt vor Schlusstag, Kaymer patzt

Kein guter Tag für die deutschen Golf-Profis: Martin Kaymer und Stephan Jäger sind nach schwachen Leistungen weit zurückgefallen. An der Spitze kämpfen zwei US-Amerikaner um den Titel bei der U.S. Open.

Brian Harman
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Brian Harman


Der frühere Champion Martin Kaymer hat bei der 117. U.S. Open der Profigolfer am dritten Tag alle Chancen auf ein Top-Ergebnis verspielt. Der 32-Jährige, der das Turnier 2014 gewonnen hatte, spielte auf dem Par-72-Kurs in Erin Hills/Wisconsin eine 75 und fiel vom 19. auf den 43. Platz zurück.

Auch der zweite deutsche Starter Stephan Jäger konnte seine Position nicht halten. Mit einer 74 spielte der 28-Jährige, der tags zuvor bei seiner zweiten Major-Teilnahme erstmals den Cut überstanden hatte, seine schlechteste Turnierrunde und geht mit 14 Schlägen Rückstand auf den führenden US-Amerikaner Brian Harman in den Schlusstag.

Mit drei Bogeys und einem Doppel-Bogey auf den ersten neun Löchern legte Kaymer einen katastrophalen Start hin, den er auch durch eine Steigerung auf der zweiten Neun nicht mehr wettmachen konnte. "Ich habe einfach zu viele Fairway verfehlt, gerade auf den ersten Neun", sagte der ehemalige Weltranglistenerste: "Dadurch konnte ich mir nur sehr wenige Chancen erarbeiten." Insgesamt benötigte Kaymer 216 Schläge.

Justin Thomas aus den USA stellte hingegen auf der dritten Runde mit einer 63 (neun unter Par) einen neuen U.S.-Open-Rekord auf und kletterte mit insgesamt 205 Schlägen auf den zweiten Rang, einen Zähler hinter Harman. "Ich hatte absolut keine Ahnung, was der niedrigste Score gegen Par war", sagte Thomas, "ich wusste, dass die niedrigste Runde eine 63 war, und sagte am letzten Loch zu meinem Caddy, dass wir den Putt machen müssen, um Teil der Geschichte zu werden."

Bei der U.S. Open hatte es bereits einige Überraschungen gegeben: In Titelverteidiger Dustin Johnson (USA), dem viermaligen Majorsieger Rory McIlroy (Nordirland) und dem Australier Jason Day scheiterten erstmals seit Einführung des Rankings im Jahr 1985 die ersten drei Spieler der Weltrangliste bei einem Major am Cut. Jordan Spieth (USA) schaffte zwar den Cut, der Sieger von 2015 liegt vor dem Schlusstag aber aussichtslos auf dem 59. Platz.

bam/sid

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