Golf Tiger Woods erhält Wild Card für den Ryder Cup

Es ist die Krönung seines starken Comebacks: Tiger Woods darf die USA beim Ryder Cup in Paris vertreten. "Dass ich jetzt wirklich dabei bin, ist mehr als besonders für mich."

Tiger Woods
AFP

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Golf-Superstar Tiger Woods wird zum achten Mal für die USA am Ryder Cup teilnehmen. Team-Kapitän Jim Furyk gab dem 42-Jährigen eine von vier Wild Cards für das traditionsreiche Duell mit Europa, das vom 28. bis 30. September in Paris ausgetragen wird. Außerdem nominierte Furyk Woods langjährigen Rivalen Phil Mickelson sowie Bryson DeChambeau, der zuletzt zwei hochdotierte FedEx-Turniere in Folge gewonnen hatte.

Für Woods ist die Nominierung der krönende Abschluss einer beeindruckenden Comeback-Saison. Der 14-fache Major-Sieger hatte sich in den vergangenen Jahren insgesamt vier Rückenoperationen unterziehen müssen und statt durch sportliche Leistungen vor allem durch Skandale auf sich aufmerksam gemacht. Unter anderem war er verhaftet worden, nachdem er unter Medikamenteneinfluss am Steuer seines Autos aufgegriffen worden war.

Erst im Januar war Woods auf die Tour zurückgekehrt und hatte vor allem mit starken Leistungen bei Major-Turnieren für Aufsehen gesorgt. Sowohl bei der Open Championship, bei der er am Ende auf Platz sechs landete, als auch bei der PGA Championship, bei der er Zweiter wurde, hatte Woods am Schlusstag Siegchancen.

"Es war mein Ziel, wieder Teil dieses Teams zu sein", sagte Woods, "obwohl ich mit meinem Spiel Probleme hatte. Im Verlauf des Jahres bin ich dann immer besser in Schwung gekommen. Dass ich jetzt wirklich dabei bin, ist mehr als speziell für mich."

Die Nominierung des Superstars muss kein gutes Omen für die US-Amerikaner sein. Bei seinen bisherigen sieben Teilnahmen feierte Woods nur einen Ryder-Cup-Sieg (1999). Die anderen sechs Vergleiche, an denen er teilnahm, entschied Europa für sich.

Die USA sind klarer Favorit

In diesem Jahr sind die USA nach ihrem deutlichen Sieg 2016 nicht nur Titelverteidiger, sondern auch klarer Favorit. Der Grund dafür ist das herausragende Personal. Über die Rangliste hatten sich bereits US-Open- und PGA-Champion Brooks Koepka, Dustin Johnson, Justin Thomas, Masters-Sieger Patrick Reed, Bubba Watson, Jordan Spieth, Rickie Fowler und Webb Simpson für das zwölfköpfige US-Team qualifiziert. DeChambeau, Mickelson und Woods waren als Nächstbestplatzierte in der Punktwertung die logischen Anwärter auf die drei zusätzlichen Plätze.

Für das europäische Team stehen bislang die Engländer Justin Rose, Tommy Fleetwood und Tyrrell Hatton, der ehemalige Weltranglistenerste Rory McIlroy aus Nordirland, der italienische Sieger der Open Championship Francesco Molinari, der Schwede Alex Noren, der Spanier Jon Rahm und der Däne Thorbjörn Olesen als Teilnehmer fest. Kapitän Thomas Björn darf wie sein US-Kollege Furyk insgesamt vier Wild Cards vergeben.

Als Kandidaten für die vakanten Plätze gelten der Schwede Henrik Stenson, die Engländer Paul Casey und Ian Poulter oder die Spanier Rafa Cabrera Bello und Sergio Garcia. Dass Deutschlands bester Golfer Martin Kaymer für den Ryder Cup nominiert wird, ist so gut wie ausgeschlossen. Der ehemalige Weltranglistenerste wird nach einer schwachen Saison nicht mal mehr unter den Top 100 der Welt geführt.

mmm/sid

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