Abschied vom Box-Weltmeister "Rocky" in Berlin beigesetzt

Anfang Oktober starb Graciano Rocchigiani, jetzt wurde der ehemalige Box-Champion auf einem Berliner Friedhof beigesetzt. Zahlreiche Weggefährten erwiesen ihm die letzte Ehre.

Trauerfeier für Graciano Rocchigiani
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Trauerfeier für Graciano Rocchigiani


Knapp eintausend Gäste kamen zum Friedhof Alter St. Matthäus Kirchhof im Berliner Stadtteil Schöneberg, um sich von "Rocky" zu verabschieden. Graciano Rocchigiani war am 1. Oktober auf einer Schnellstraße bei Belpasso auf Sizilien von einem Smart erfasst worden undseinen Verletzung erlegen. Er wurde 54 Jahre alt.

Zur Trauerfeier waren neben Familie und Freunden auch Weggefährten seiner langen Boxkarriere anwesend. Seine ehemaligen Gegner Henry Maske und Dariusz Michalczewski reihten sich ebenso wie sein ehemaliger Promoter Wilfried Sauerland sowie die Ex-Weltmeister Sven Ottke und Artur Abraham in den über 100 Meter langen Trauerzug ein.

Rocchigiani prägte in Deutschland das Boxen nach der Wende maßgeblich mit. Seine große Klappe und der nicht immer diplomatische Stil machten ihn zum Gegenentwurf zum "Gentleman" Henry Maske. Jeweils zweimal duellierte er sich im Ring mit Maske und Michalczewski. Die ersten Kämpfe waren gegen beide Gegner umstritten, die Rückkämpfe verlor "Rocky" deutlich. "Es waren harte Kämpfe, aber mit ihnen ist der gegenseitige Respekt gewachsen", sagte Maske. "Er war immer der harte Hund", sagte Michalczewski.

Seinen ersten großen Erfolg im Ring feierte Rocchigiani 1988, als er Weltmeister im Supermittelgewicht wurde. Zehn Jahre später gewann er im Halbschwergewicht den Titel der WBC. Insgesamt bestritt Rocchigiani 48 Profikämpfe, er siegte 41-mal. 19-mal gewann er durch K.o.

tip/sid



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