Tennisturnier in Hamburg: Haas zieht souverän ins Endspiel ein

Die Siegesserie von Thomas Haas geht weiter: Beim Tennisturnier in Hamburg hat der 34-Jährige durch einen Erfolg gegen Marin Cilic das Endspiel erreicht. Jetzt kann er der erste deutsche Titelträger am Rothenbaum seit 1993 werden.

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Tennisprofi Haas: Im Endspiel von Hamburg

Hamburg - Thomas Haas hat beim ATP-Turnier am Hamburger Rothenbaum erstmals in seiner Karriere das Finale erreicht. Der 34-Jährige setzte sich vor 7000 Zuschauern 7:6 (9:7), 6:0 gegen den Kroaten Marin Cilic durch, gegen den er zuletzt in München noch verloren hatte.

"Das ist einer der schönsten Momente meiner Karriere", sagte Haas. "Das ist unfassbar, ich bin überglücklich." Im Finale bekommt Haas es mit dem an Nummer drei gesetzten Argentinier Juan Monaco zu tun, der überraschend den Weltranglistenzehnten Nicolas Almagro aus Spanien 3:6, 6:3, 6:4 besiegte. Durch den Finaleinzug wird sich der Weltranglisten-49. Haas im Ranking um etwa 15 Plätze verbessern.

Haas kann nun als erster Deutscher seit 1993 das Turnier am Rothenbaum gewinnen. Zuletzt war dies dem heutigen Turnierdirektor Michael Stich gelungen. "Das ist das ganz große Ziel", sagte Haas. Insgesamt waren bei dem mit rund einer Million Euro dotierten Sandplatzturnier acht deutsche Spieler am Start.

Fünf Satzbälle abgewehrt

Dabei hatte Haas große Startschwierigkeiten, gleich sein erstes Aufschlagspiel gab er nach zwei Doppelfehlern ab. Und es wurde zunächst nicht besser: Nachdem Cilic 3:0 in Führung gegangen war, schleuderte Haas seinen Schläger auf den Platz. Doch dann kämpfte sich der Deutsche zurück, ehe er beim Stand von 5:6 seinen ersten Satzball abwehrte und sich in den Tiebreak rettete.

Dort ließ Cilic vier weitere Chancen zum Satzgewinn liegen, ehe Haas seinerseits gleich seine erste Möglichkeit nutzte - es war der Knackpunkt der Partie. Selbst von einer Schrecksekunde zu Beginn des zweiten Satzes, als der 13fache ATP-Turniersieger ausrutschte und dabei eine kleine Wunde an der Hand davontrug, ließ sich Haas nicht mehr aus dem Konzept bringen.

Gleich zu Beginn des zweiten Satzes nahm er dem Kroaten das Service zum 2:0 ab. Anschließend war Haas, der zuletzt 2006 am Rothenbaum aufgeschlagen hatte, nicht mehr zu stoppen - und beendete das Match nach 1:56 Stunden.

leh/sid/dpa

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Tennis: Die wichtigsten Schläge
Beginnt der Aufschläger nicht mit einem Ass und der Rückschläger spielt den Ball zurück übers Netz, läuft der Ballwechsel. Dann kann es zu folgenden Schlägen kommen:

  • VOLLEY: Der Ball wird noch vor dem Aufkommen auf dem Boden geschlagen. Dieser Schlag wird vorwiegend am Netz gespielt und soll den Ballwechsel beenden.

    PASSIERSCHLAG: Ist der andere Spieler ans Netz vorgerückt, kann er nicht die gesamte Breite des Feldes abdecken - und mit einem Schlag seitlich an ihm vorbei passiert werden.

    STOPP: Ein zumeist mit Rückwärtsdrall gespielter Ball, der kurz hinter dem Netz aufkommt und für den Gegner schwer zu erreichen ist. Wird vorwiegend auf dem langsamen Belag Sand gespielt.

    LOB: Nach einem gespielten Stopp rückt der Spieler zumeist ans Netz vor. Dann ist es möglich ihn mit einem hoch geschlagenen Lob-Ball zu überspielen.

    SCHMETTERBALL: Wird der Lob zu flach gespielt, bietet sich für den Gegner die Möglichkeit, den Ballwechsel mit einem Schmetterball zu beenden. Der Schlag ähnelt sehr dem Aufschlag und ist ein mit hohem Tempo gespielter Überkopfschlag.

  • Zudem lassen sich die Schläge von der Grundlinie unterteilen, egal ob Vor- und Rückhand:

  • TOPSPIN: Durch eine von unten nach oben durchgeführte Schlagbewegung wird dem Ball Vorwärtsdrall verliehen. Der Ball steigt dadurch zunächst relativ hoch an, fällt dann aber steil nach unten. So können auch sehr diagonal oder schnell gespielte Bälle noch im Feld landen.

    SLICE: Ist das Gegenteil vom Topspin. Die Schlagbewegung ist von oben nach unten, der Ball erhält damit Rückwärtsdrall. Der Ball wird möglichst am höchsten Punkt getroffen, die Flugkurve ist dann sehr flach und stetig sinkend. Der Ball ist dadurch relativ lange in der Luft, so dass der Schlag entweder als Verteidigungsschlag oder als Vorbereitung zum Aufrücken ans Netz verwendet wird.

    DRIVE: Der Ball wird sehr direkt getroffen und damit nur mit sehr wenig oder gar keiner Rotation versehen.

Jeder dieser drei Schläge kann entweder cross, also quer, oder longline, der Linie entlang, gespielt werden. Ein Longline-Schlag erfordert eine hohe Präzision, da der Ball leicht im Aus landen kann - und das Netz zudem außen höher ist als in der Mitte. Cross gespielte Schläge hingegen fordern weniger Genauigkeit, können dafür aber mit mehr Tempo gespielt werden.