Hamburg - Bitterer Abschluss eines herausragenden Jahres für den THW Kiel. Der Triple-Sieger der vergangenen Saison hat im letzten Spiel 2012 die höchste Niederlage seit mehr als 19 Monaten erlitten und geht nur als Tabellenzweiter in die sechswöchige Weltmeisterschaftspause der Handball-Bundesliga. Der Rekordmeister verlor am Mittwochabend das Duell beim Nord-Rivalen SG Flensburg-Handewitt 29:35 (14:19).
Bei der zweiten Saisonniederlage erlebte Kiel ein Debakel. Neun Minuten vor Spielschluss lag das Team von Trainer Alfred Gislason beim Stand von 23:32 aus Sicht der Gäste mit neun Toren hinten. Vor 6300 Zuschauern in der Campushalle war Flensburgs Torwart und Ex-THW-Keeper Mattias Andersson der Matchwinner. Beste Werfer bei der SG waren Holger Glandorf (neun Tore) und Anders Eggert (8/2), für Kiel erzielte Filip Jicha (9/3) die meisten Tore.
Durch die Pleite fiel Kiel in der Tabelle hinter die Rhein-Neckar Löwen zurück. Die Mannheimer gewannen ihr Heimspiel gegen MT Melsungen 27:22 (14:11) und haben nun zwei Punkte Vorsprung auf den THW. "Mit der Hinrunde sind wir sehr zufrieden. Wir hätten sicherlich nichts dagegen, wenn wir eine ähnliche Rückserie spielen würden", sagte Löwen-Manager Thorsten Storm. Flensburg ist mit fünf Punkten hinter den Löwen und drei hinter Kiel Dritter. Auf dem vierten Rang bleiben die Füchse Berlin, die den TV Neuhausen 36:25 (21:15) besiegten.
Der nächste Spieltag in der Handball-Bundesliga findet Anfang Februar statt. Zuvor steht die WM in Spanien (11. bis 27. Januar) auf dem Programm. Die Auswahl des Deutschen Handballbunds (DHB) trifft zum Auftakt am 12. Januar (16 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Granollers auf Brasilien. Die weiteren Gegner des DHB-Teams in der Vorrunde sind Frankreich, Argentinien, Tunesien und Montenegro. Die ersten vier Mannschaften qualifizieren sich für die Hauptrunde.
ham/sid/dpa
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