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Reform im Handball: Bundesliga will nicht mehr jedes Tor zählen

Rhein-Neckar Löwe Schmid: Nicht mehr jedes Tor zählt Zur Großansicht
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Rhein-Neckar Löwe Schmid: Nicht mehr jedes Tor zählt

Anstatt die Spiele zu reduzieren, will die HBL Profis mit einer originellen Idee entlasten: Die Tordifferenz soll abgeschafft werden. So sollen die Stars geschont werden.

In der Debatte um die zu große Belastung im Profihandball hat die Handballbundesliga einen Reformvorschlag gemacht. Die HBL will aber keine Spiele streichen. Ab der kommenden Saison soll stattdessen bei Punktgleichheit der direkte Vergleich und nicht wie bislang das Torverhältnis den Ausschlag geben. Dies berichtet Handball-World.com.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand dagegen ausspricht", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem Internetportal. Bohmann ist überzeugt, dass die Top-Teams ihre besten Spieler bei deutlichem Vorsprung nicht mehr bis zur letzten Minute einsetzen müssten, sondern häufiger auf die zweite Garde setzen könnten. "Sie müssten nicht mehr - wie in den engen Rennen der vergangenen Jahre - hinter jedem Tor her sein", sagte Bohmann.

Zurzeit liegen die Rhein-Neckar Löwen und der THW Kiel punktgleich an der Spitze, die Mannheimer führen die Tabelle elf Spieltage vor Schluss aufgrund des um vier Treffer besseren Torverhältnisses an. Erinnerungen an das Foto-Finish 2014 werden wach, als Kiel den Löwen den Titel am letzten Spieltag noch wegschnappte - der THW war am Ende zwei Tore besser.

Bohmann ist überzeugt, dass die geplante neue Regelung im Hinblick auf die Reduzierung der Belastung eine größere Auswirkung haben könnte als eine Aufstockung der spielberechtigten Profis von bislang 14 auf 16 Spieler, wie es der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt seit längerer Zeit fordern.

rae/sid

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insgesamt 6 Beiträge
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1. .
Peter Eckes 26.02.2016
Das wird den Sport sicher attraktiver machen, wenn die Siege dann früher verwaltet werden können. Manchmal fragt man sich was in den Köpfen so vorgeht.
2.
dieterb. 26.02.2016
Seit Jahren verschwendet die HBL ihre Gedanken daran, wie sie dem THW Kiel Steine in den Weg legen kann, z. B. durch Play-offs, bei denen nicht nach einer überlegenenen Punktrunde von 34 Spielen der Meister gekürt wird, sondern erst nach einer kurzen Play-off-Runde, bei der eher Zufälligkeiten und nicht die Beständigkeit über die Meisterschaft entschieden wird. Und jetzt soll es der direkte Vergleich sein. Gut, wenn zwei Teams am Ende punktgleich sind, muß man eine Lösung finden. Aber beim direkten Vergleich sind es auch nur zwei Spiele, die entscheidend sind. Da scheint mir die Gesamt-Tordifferenz doch gerechter zu sein.
3. nachvollziehbar
paddi78 26.02.2016
nach den erfahrungen der letzten jahre wo der titelanwärter den gefühlt 4en mit ca 15 nach hause schickt nur weil die tore brauchten ist das durchaus nachvollziehbar.. zu einfach ist das torverhältniss zu manipulieren
4. Genau, Peter Eckes
tipsylaird 26.02.2016
Und ausserdem: was passiert, wenn die direkten Vergleiche unentschieden bzw. Sieg/Niederlage ausgingen. Torverhältnis? Entscheidungsspiel? Gegenvorschlag: man könnte die Tore kleiner machen, dann ist das Zählen der Tore nicht so mühsam.
5. Guer Vorschlag
stevenspielberg 27.02.2016
Wenn zwei Mannschaften am Ende punktgleich sind, finde ich es fair, wenn dann derjenige Meister wird, der den anderen besiegt hat. Klar besteht die Gefahr das der direkte Vergleich auch keine Entscheidung bringt, aber im Handball kommen Unentschieden doch nicht so häufig vor wie z.B. beim Fußball.
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