Frage: Herr Heuberger, Sie stehen kurz vor der WM (11. bis 27. Januar) und damit vor Ihrem zweiten großen Turnier als Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Wie geht es Ihnen?
Heuberger: Ich bin angespannt, aber ich freue mich auf dieses Turnier, weil ich eine hungrige und begeisterungsfähige Mannschaft habe. Das ist hoffentlich die Grundlage für einen Erfolg.
Frage: Hat sich Ihre Arbeitsweise seit der EM verändert?
Heuberger: Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich kaum etwas geändert. Ich habe mich genauso intensiv auf das Turnier in Serbien vorbereitet wie jetzt auf das in Spanien.
Frage: Zum Abschluss der Vorbereitung gab es einen klaren Sieg gegen Rumänien, zuvor einen Erfolg und ein Remis gegen Schweden. Wie fällt Ihr Fazit der Vorbereitung aus?
Heuberger: Das Ergebnis ist positiv, der Weg stimmt. Aber wir müssen jetzt auf dem Boden bleiben. Die Vorbereitung ist passé, dafür können wir uns in Spanien nichts kaufen. Am Samstag gilt's.
Frage: Sie wurden in der Vergangenheit immer wieder mit Ihrem Vorgänger Heiner Brand verglichen. Nervt Sie das mittlerweile?
Heuberger: Heiner ist eine Ikone des deutschen Handballs, das steht außer Frage. Dass da Vergleiche gemacht werden, ist völlig normal. Dem stelle ich mich auch. Aber das darf meine Arbeit nicht beeinflussen.
Frage: Sie gelten als akribischer Arbeiter, analysieren oft stundenlang Gegner und eigene Spieler. Was machen Sie in der Turnierphase, wenn Sie mal ein bisschen Freizeit haben?
Heuberger: Füße hochlegen, relaxen und einfach die Ruhe genießen. Aber ich habe zurzeit kaum Ablenkung, zwei Stunden am vergangenen Sonntag mit der Familie, ein kleiner Spaziergang im Grünen - das war's. Ich habe eine schwere Aufgabe vor mir, der meine ganze Konzentration gilt. Ich hoffe, dass ich den Lohn für die Arbeit jetzt ernten kann und dass wir erfolgreich sein werden.
Frage: Die Erwartungshaltung in Deutschland ist trotz des von Ihnen forcierten Umbruchs groß. Wie lautet Ihre Zielsetzung für die WM?
Heuberger: Ich möchte mit der Mannschaft guten Handball zeigen. Es ist für mich wichtig, dass wir in der Truppe einen guten Charakter haben und als Team auftreten. Ich möchte zudem, dass die Begeisterungsfähigkeit, die die Jungs tagtäglich im Training zeigen, auch im Spiel rüberkommt. Und dann hoffe ich, dass wir das Achtelfinale erreichen, denn damit wäre für mich schon der erste Teilschritt erledigt und eine gewisse Zufriedenheit wäre da.
Das Interview führte der Sport-Informations-Dienst
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Handball-WM 2013 | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH