Handball-Bundestrainer Heuberger "Ich hoffe auf das Achtelfinale"

Martin Heuberger bestreitet bei der Handball-WM in Spanien sein zweites großes Turnier als Bundestrainer. Im Interview spricht der 48-Jährige über seine Anspannung vor dem Auftaktspiel gegen Brasilien, seinen Vorgänger Heiner Brand und seltene Momente der Ruhe.

Deutschlands Trainer Heuberger: Am Samstag geht es zum Auftakt gegen Brasilien
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Deutschlands Trainer Heuberger: Am Samstag geht es zum Auftakt gegen Brasilien


Frage: Herr Heuberger, Sie stehen kurz vor der WM (11. bis 27. Januar) und damit vor Ihrem zweiten großen Turnier als Bundestrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft. Wie geht es Ihnen?

Heuberger: Ich bin angespannt, aber ich freue mich auf dieses Turnier, weil ich eine hungrige und begeisterungsfähige Mannschaft habe. Das ist hoffentlich die Grundlage für einen Erfolg.

Frage: Hat sich Ihre Arbeitsweise seit der EM verändert?

Heuberger: Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat sich kaum etwas geändert. Ich habe mich genauso intensiv auf das Turnier in Serbien vorbereitet wie jetzt auf das in Spanien.

Frage: Zum Abschluss der Vorbereitung gab es einen klaren Sieg gegen Rumänien, zuvor einen Erfolg und ein Remis gegen Schweden. Wie fällt Ihr Fazit der Vorbereitung aus?

Heuberger: Das Ergebnis ist positiv, der Weg stimmt. Aber wir müssen jetzt auf dem Boden bleiben. Die Vorbereitung ist passé, dafür können wir uns in Spanien nichts kaufen. Am Samstag gilt's.

Frage: Sie wurden in der Vergangenheit immer wieder mit Ihrem Vorgänger Heiner Brand verglichen. Nervt Sie das mittlerweile?

Heuberger: Heiner ist eine Ikone des deutschen Handballs, das steht außer Frage. Dass da Vergleiche gemacht werden, ist völlig normal. Dem stelle ich mich auch. Aber das darf meine Arbeit nicht beeinflussen.

Frage: Sie gelten als akribischer Arbeiter, analysieren oft stundenlang Gegner und eigene Spieler. Was machen Sie in der Turnierphase, wenn Sie mal ein bisschen Freizeit haben?

Heuberger: Füße hochlegen, relaxen und einfach die Ruhe genießen. Aber ich habe zurzeit kaum Ablenkung, zwei Stunden am vergangenen Sonntag mit der Familie, ein kleiner Spaziergang im Grünen - das war's. Ich habe eine schwere Aufgabe vor mir, der meine ganze Konzentration gilt. Ich hoffe, dass ich den Lohn für die Arbeit jetzt ernten kann und dass wir erfolgreich sein werden.

Frage: Die Erwartungshaltung in Deutschland ist trotz des von Ihnen forcierten Umbruchs groß. Wie lautet Ihre Zielsetzung für die WM?

Heuberger: Ich möchte mit der Mannschaft guten Handball zeigen. Es ist für mich wichtig, dass wir in der Truppe einen guten Charakter haben und als Team auftreten. Ich möchte zudem, dass die Begeisterungsfähigkeit, die die Jungs tagtäglich im Training zeigen, auch im Spiel rüberkommt. Und dann hoffe ich, dass wir das Achtelfinale erreichen, denn damit wäre für mich schon der erste Teilschritt erledigt und eine gewisse Zufriedenheit wäre da.

Das Interview führte der Sport-Informations-Dienst

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insgesamt 202 Beiträge
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Hawkeye 1 03.01.2013
1.
Dem wird man leider zustimmen müssen; wenn sie mal nicht in der Vorrunde ausscheiden. Handball kommt als Nati nicht in die Gänge....
uli_san 03.01.2013
2. Das wird nichts
International stehen wir in etwa zwischen Platz 8 und 12, was aber nicht nur an den Spielern liegt. In den Vereinen treten unsere deutschen Spitzenspieler teilweise deutlich stärker auf als in der Nationalmannschaft. Was fehlt, ist ein Trainerteam mit modernen Ideen und Motivationsmitteln. Das ist alles zu hausbacken und konservativ. Heiner Brand in den letzten Jahren und auch sein Nachfolger kommen mir völlig einfallslos vor. Selbst eingefleischte Spezialisten schütteln immer häufiger den Kopf ob der Spiel- und Wechseltaktik. Freude haben wir Handballfans nur noch bei Spielen um die europäischen Vereins-Pokale.
ObackoBarama 03.01.2013
3.
ja ist es schon wieder Weihnachten...wie der Kaiser sagte, oder in dem Falle; ja, ist es schon wieder ein Handball-Turnier? Alle Jahre wieder, im Januar, gibt es ein großes Turnier im Handball, in einem Olympia-Jahr sogar zwei (EM + Olympiaturnier). 5 Wettbewerbe in 4 Jahren, braucht kein Mensch. In keiner anderen Sportart gibt es solche Inflation an großen Wettbwerben. Man blickt gar nicht durch...Wer war letztes Mal der Weltmeister, wer Europameister, wer Olympiasieger.. Bzw. man blickt es normalerweise nicht durch..Aber seit 4 Jahren weiß man es: Frankreich, hat alle Titel gewonnen je 2 x. Deutschland hat jedenfalls kein Chance auf eine Medaille und dieser Thread wird vielleicht im besten Falle, etwa 5 Seiten der Disskussionen erreichen können. Soviel Interesse gibt es.
doc 123 03.01.2013
4. Handball nervt!
Aus welchen Gründen auch immer, Handball nervt heutzutage nur noch, trotz WM-Titel 2007, wer erinnert sich da noch an einen einzigen Namen? Dagegen 1978... Deckarm, Freisler, Klühspies, Spengler, Wunderlich... ich erinnere mich an alle diese Namen, genau wie an die WM-Spieler im Fußball 1974 oder an nahezu alle deutschen Olympiasieger von München 1972. Schon irgendwie merkwürdig, dass man sich lieber an Namen von vor 30 bis 40 Jahren erinnert als an die Sportler der heutigen Zeiten.
ray4912 03.01.2013
5. schlechtere Aussichten
Zitat von ObackoBaramaja ist es schon wieder Weihnachten...wie der Kaiser sagte, oder in dem Falle; ja, ist es schon wieder ein Handball-Turnier? Alle Jahre wieder, im Januar, gibt es ein großes Turnier im Handball, in einem Olympia-Jahr sogar zwei (EM + Olympiaturnier). 5 Wettbewerbe in 4 Jahren, braucht kein Mensch. In keiner anderen Sportart gibt es solche Inflation an großen Wettbwerben. Man blickt gar nicht durch...Wer war letztes Mal der Weltmeister, wer Europameister, wer Olympiasieger.. Bzw. man blickt es normalerweise nicht durch..Aber seit 4 Jahren weiß man es: Frankreich, hat alle Titel gewonnen je 2 x. Deutschland hat jedenfalls kein Chance auf eine Medaille und dieser Thread wird vielleicht im besten Falle, etwa 5 Seiten der Disskussionen erreichen können. Soviel Interesse gibt es.
richtig, Obacko, die Franzosen sind die Spanier des Handballs;-) Und wir sind echt nicht nahe dran.
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