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Handball-EM: Gegen Schweden ist ein Sieg schon Pflicht

DHB-Nationalspieler Pekeler: Wieder voller Einsatz gefordert Zur Großansicht
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DHB-Nationalspieler Pekeler: Wieder voller Einsatz gefordert

Nach der unnötigen Auftaktpleite gegen Spanien steht die deutsche Handball-Nationalmannschaft bei der EM in Polen schon unter Druck. Eine weitere Niederlage gegen Schweden kann man sich nicht erlauben.

Den deutschen Handballern machen vor ihrem zweiten Auftritt bei der EM in Polen in Optimismus. Im Schlüsselspiel gegen Schweden will der WM-Siebte am Montagabend (20.30 Uhr; Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ARD) in Breslau mit einem Sieg die Grundlage für das Erreichen der Hauptrunde legen.

"Wir haben Spanien als den stärksten Gegner gesehen in dieser Gruppe. Dabei bleibe ich, auch dass Slowenien, Schweden und Deutschland auf Augenhöhe sind", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson und fügte an: "Natürlich wollen wir gewinnen."

"Abhaken, gegen Schweden besser machen, es ist noch nichts vorbei", forderte Torhüter Carsten Lichtlein nach der ärgerlichen 29:32-Niederlage gegen Spanien: "Kopf hoch. Und wenn wir die Fehler abstellen, gewinnen wir das Ding."

Weinhold meldet sich fit für das Spiel

Die Gedanken von Rückraumspieler Steffen Fäth sind nicht nur auf Schweden, sondern auf den abschließenden Kontrahenten Slowenien gerichtet. "Ich gehe mit einem guten Gefühl da rein, weil ich an unsere Mannschaft glaube. Ich denke, dass wir die zwei Spiele gewinnen werden", so der Wetzlarer.

Der Bundestrainer kann in der Partie gegen die Skandinavier auch mit Steffen Weinhold planen. Trotz einer Gehirnerschütterung nach einem harten Kopftreffer im Spiel gegen Spanien bekam der Kapitän vom Teamarzt die Spielerlaubnis.

"Gegen Schweden und Slowenien kommen jetzt die Spiele, die wir gewinnen müssen, wenn wir weiterkommen wollen", forderte Teammanager Oliver Roggisch am Sonntag im Teamhotel. Für das Erreichen der nächsten Runde ist mindestens Platz drei nötig.

Abgehakt, aber nicht vergessen war die Niederlage im Auftaktspiel gegen Spanien. "Wir müssen uns nicht schämen für das Spiel", erklärte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. "Wir haben gezeigt, dass wir mit den Spaniern mithalten können", sagte Bob Hanning, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Handballbund (DHB).

Gegen die Schweden nun, die ihr erstes EM-Spiel der Gruppe C 23:21 gegen Slowenien gewonnen haben, ist ein Sieg Pflicht. Dabei ist es nach Meinung von Bundestrainer Sigurdsson weder ein Vorteil noch ein Nachteil für sein Team, dass acht der Skandinavier in der Bundesliga spielen. Für Furore in den Reihen des Rekord-Europameisters hatten vor allem die jungen und weitgehend unbekannten Rückraumspieler Lukas Nilsson, Jesper Konradsson, Philip Stenmalm und Viktor Östlund gesorgt.

"Da sitzen die Schweden im gleichen Boot wie wir. Das sind nicht alles Spieler mit 200 oder 300 Länderspielen. Das heißt aber nicht, dass die keine Qualität haben. Das sind richtig gute Spieler. Aber man hat auch gesehen, dass wie bei uns Schwankungen im Spiel sind", befand der Bundestrainer.

aha/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. Unnötige Pleite?
larsilarsou 18.01.2016
Wieso sollte die Niederlage unnötig gewesen sein? Nachdem die Spanier das erste Mal in Führung gegangen sind, hatten die Deutschen eigentlich nie ernsthaft die Gelegenheit das Spiel zu drehen, auch wenn sie bis auf 2 Tore ran kamen...
2. unnötigen Auftaktpleite gegen Spanien
kloppskalli 18.01.2016
wieso unnötig? haette man keine Fehler gemacht, haette man gewonnen. Haette man lauter erfahrene Weltklassespieler, haette man auch keine Fehler gemacht. Vermutlich ist der trainer Schuld an allem ;-) Ich fand das Spiel gegen Spanien gut. Selbst wenn die jungs dieses Mal in der vorrunde ausscheiden - Kirche im Dorf lassen! ansonsten guter Artikel :-)
3. Gegen Spanien....
fräulein_hildegard 18.01.2016
....darf man schonmal verlieren. Unnötig ist mir da zu negativ. Das Spiel konnte ich leider nicht sehen und freue mich auf heute Abend und drücke fest die Daumen.
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Handball-Europameister der Männer
Jahr Team (Endspiel-Ergebnis)
2016 Deutschland (24:17 vs. Spanien)
2014 Frankreich (41:32 vs. Dänemark)
2012 Dänemark (21:19 vs. Serbien)
2010 Frankreich (25:21 vs. Kroatien)
2008 Dänemark (24:20 vs. Kroatien)
2006 Frankreich (31:23 vs. Spanien)
2004 Deutschland (30:25 vs. Slowenien)
2002 Schweden (33:31 vs. Deutschland n.V.)
2000 Schweden (32:31 vs. Russland n.2V.)
1998 Schweden (25:23 vs. Spanien)
1996 Russland (23:22 vs. Spanien)
1994 Schweden (34:21 vs. Russland)

Deutschlands EM-Kader
Tor: Carsten Lichtlein (VfL Gummersbach), Andreas Wolff (HSG Wetzlar)
Feld: Rune Dahmke (THW Kiel), Steffen Fäth (HSG Wetzlar), Christian Dissinger (THW Kiel)*, Finn Lemke (SC Magdeburg), Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten), Niclas Pieczkowski (TuS N-Lübbecke), Simon Ernst (VfL Gummersbach), Steffen Weinhold (THW Kiel)*, Fabian Wiede (Füchse Berlin), Johannes Sellin (MT Melsungen), Tobias Reichmann (KS Vive Kielce/Polen), Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen), Jannik Kohlbacher (HSG Wetzlar), Erik Schmidt (TSV Hannover-Burgdorf)
Nachnominiert: Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf), Julius Kühn (VfL Gummersbach)
* verletzungsbedingt während der EM ausgefallen

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