Remis gegen Schweden: Durchwachsener WM-Test für deutsche Handballer

Die deutschen Handballer haben im zweiten WM-Testmatch gegen Schweden nur unentschieden gespielt. Sieben Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft zeigte sich die DHB-Auswahl nur bedingt in WM-Form, einzig Torhüter Silvio Heinevetter konnte überzeugen.

Bundestrainer Heuberger: Remis gegen Schweden Zur Großansicht
DPA

Bundestrainer Heuberger: Remis gegen Schweden

Hamburg - Die deutschen Handballer haben eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft in Spanien einen Dämpfer einstecken müssen. Die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger kam gegen den Olympiazweiten Schweden in Hamburg nicht über ein 28:28 (15:16) hinaus, die besten deutschen Werfer waren Kevin Schmidt (4/3), Adrian Pfahl (4) und Tobias Reichmann (4). Zwei Tage zuvor hatte Deutschland noch überraschend deutlich 26:20 gegen Schweden gewonnen.

Vor 11.269 Zuschauern erwischten die Gastgeber einen guten Start. Spielmacher Michael Haaß setzte immer wieder Kreisläufer Patrick Wiencek in Szene. Auch das schnelle Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff funktionierte in der Anfangsphase gut, die Folge war eine 6:3-Führung in der achten Minute.

Danach schlichen sich aber Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff ein, im Tor konnte Carsten Lichtlein, der zunächst den Vorzug gegenüber dem Berliner Silvio Heinevetter erhalten hatte, kaum einen Ball halten. So gingen die Gäste nach einer Viertelstunde erstmals in Führung (8:9).

Nach dem Wechsel ersetzte Heinevetter Lichtlein und überzeugte mit einigen guten Paraden. Die Ballgewinne nutzte die DHB-Auswahl zu schnellen Gegenstößen und einer 21:19-Führung in der 41. Minute, konnte diese jedoch nicht halten. Kurz vor Schluss rettete Christoph Theuerkauf noch das Unentschieden.

"Vorbereitung heißt ausprobieren. Das haben wir getan. Die Mannschaft hat sich weitestgehend an das taktische Konzept gehalten. Das ist gut", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier nach der Partie.

Das letzte Vorbereitungsspiel bestreitet die deutschen Handballer am Mittwoch in Stuttgart gegen Rumänien. Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Januar. Deutschland trifft in der Gruppe A auf Olympiasieger und Titelverteidiger Frankreich sowie Argentinien, Tunesien, Montenegro und Brasilien. Zum Auftakt geht es am 12. Januar (16 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen Brasilien.

psk/leh/sid

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles zum Thema Handball
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
DHB-Kader
Tor Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Carsten Lichtlein (TBV Lemgo)

Rückraum Mitte Michael Haaß (Frisch Auf Göppingen), Martin Strobel (TBV Lemgo)

Rückraum links Sven-Sören Christophersen (Füchse Berlin), Stefan Kneer (SC Magdeburg), Steffen Fäth (HSG Wetzlar)

Rückraum rechts Steffen Weinhold (SG Flensburg-Handewitt), Adrian Pfahl (VfL Gummersbach)

Linksaußen Dominik Klein (THW Kiel), Kevin Schmidt (HSG Wetzlar)

Rechtsaußen Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Tobias Reichmann (HSG Wetzlar)

Kreis Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Wiencek (THW Kiel), Christoph Theuerkauf (HBW Balingen-Weilstetten)

Vote
Handball-WM

Was schafft die deutsche Nationalmannschaft bei der Endrunde in Spanien?

Hallenhandball-Weltmeister der Männer
Jahr Team
2015 ???
2013 Spanien (31:19 gegen Dänemark)
2011 Frankreich (37:35 n.V. gegen Dänemark)
2009 Frankreich (24:19 gegen Kroatien)
2007 Deutschland (29:24 gegen Polen)
2005 Spanien (40:34 gegen Kroatien)
2003 Kroatien (34:31 gegen Deutschland)
2001 Frankreich (28:25 n.V. gegen Schweden)
1999 Schweden (25:24 gegen Russland)
1997 Russland (23:21 gegen Schweden)
1995 Frankreich (23:19 gegen Kroatien)
1993 Russland (28:19 gegen Frankreich)
1990 Schweden (27:23 gegen die UdSSR)
1986 Jugoslawien (24:22 gegen Ungarn)
1982 UdSSR (30:27 n.V. gegen Jugoslawien)
1978 Deutschland (20:19 gegen die UdSSR)
1974 Rumänien (14:12 gegen die DDR)
1970 Rumänien (13:12 n.V. gegen die DDR)
1967 CSSR (14:11 gegen Dänemark)
1964 Rumänien (25:22 gegen Schweden)
1961 Rumänien (9:8 n.V. gegen die CSSR)
1958 Schweden (22:12 gegen die CSSR)
1954 Schweden (17:14 gegen Ges.-Deutschland)