Wegen verpasster WM-Qualifikation DHB trennt sich von Bundestrainer Heuberger

Die verpasste Qualifikation zur Weltmeisterschaft war zu viel: Der Deutsche Handballbund beendet die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Martin Heuberger. Einen Nachfolger gibt es noch nicht.

Bundestrainer Heuberger: Vertrag wird nicht verlängert
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Bundestrainer Heuberger: Vertrag wird nicht verlängert


Hamburg - Der Deutsche Handballbund (DHB) und Bundestrainer Martin Heuberger trennen sich. Wie der Verband mitteilte, wird der am 30. Juni auslaufende Vertrag des 50-Jährigen nicht verlängert.

Über den Nachfolger machte der DHB keine Angaben. "Wir werden jetzt in aller Ruhe und mit großer Sorgfalt einen Nachfolger suchen", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning: "Die Entscheidung treffen wir dann auch mit Blick auf das Gesamtkonzept für den männlichen Leistungssport."

Mit Heuberger habe man sich nach der verpassten WM-Qualifikation "offen ausgetauscht, die sportliche Situation und die damit verbundenen Perspektiven analysiert", sagte DHB-Präsident Bernhard Bauer: "Nach der verpassten WM-Teilnahme stecken wir in einer schwierigen sportlichen Situation, die keine weitere Zusammenarbeit mit Martin Heuberger als Bundestrainer mehr zulässt."

Heuberger respektiert nach eigenen Angaben die Entscheidung des Präsidiums, "den begonnenen Umbruch mit einem neuen Trainer fortführen zu wollen. Ich glaube an das Potenzial der Mannschaft. Wenn die Strukturen weiter verbessert und unsere Top-Talente sukzessiv herangeführt werden, wird es möglich sein, wieder in die Weltspitze zurückzukehren."

Heubergers Ablösung galt als besiegelt, nachdem der Coach am Wochenende mit der deutschen Mannschaft in der WM-Qualifikation gegen Polen gescheitert war. Es war nach Olympia 2012 und der EM 2014 bereits das dritte Großturnier, das die DHB-Auswahl unter Heuberger verpasst hatte. Er hatte das Amt im Sommer 2011 von Heiner Brand übernommen.

buc/sid



insgesamt 14 Beiträge
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hejasverige 18.06.2014
1. Quote
Klar ist es richtig, den Vertrag mit Heuberger nicht zu verlängern. Ihm fehlte Charima. Aber die Probleme im deutschen Handball liegen sicher nicht allein in der Person Heuberger. Wenn weiterhin die deutschen Talente auf der Ersatzbank versauern und wir keine Quote beim Einsatz von auländischen Spielern einführen, dann wird es nichts.
Emil Peisker 18.06.2014
2.
Zitat von sysopGetty ImagesDie verpasste Qualifikation zur Weltmeisterschaft war zu viel: Der Deutsche Handballbund beendet die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Martin Heuberger. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. http://www.spiegel.de/sport/sonst/handball-dhb-trennt-sich-von-bundestrainer-martin-heuberger-a-975962.html
bristolbay 18.06.2014
3. Ruhe bewahren
Zitat von sysopGetty ImagesDie verpasste Qualifikation zur Weltmeisterschaft war zu viel: Der Deutsche Handballbund beendet die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Martin Heuberger. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. http://www.spiegel.de/sport/sonst/handball-dhb-trennt-sich-von-bundestrainer-martin-heuberger-a-975962.html
und nicht sofort auf Schwalb fliegen. Hat dieser Talent-Scout beim HSV EINEN jungen Spieler herausgebracht? Wenn ja, wen. Dessen Talent war doch jeden für viel Geld zu kaufen, die Scherben sieht man ja bekanntlich und für die Nationalelf kann man sich nicht im Ausland bedienen. So wie wir talentierte Spieler wie Pekeler haben, so wird es auch talentierte und engagierte Trainer geben. Was ist mit Markus Bauer und Christian Schwarze?
Emil Peisker 18.06.2014
4. Nachweislich zu wenig...
Zitat von sysopGetty ImagesDie verpasste Qualifikation zur Weltmeisterschaft war zu viel: Der Deutsche Handballbund beendet die Zusammenarbeit mit Bundestrainer Martin Heuberger. Einen Nachfolger gibt es noch nicht. http://www.spiegel.de/sport/sonst/handball-dhb-trennt-sich-von-bundestrainer-martin-heuberger-a-975962.html
Wenn man als Nationaltriner die Meisterschaften erst gar nicht erreicht, für die man eigentlich diesen Job bekommen hat, dann ist nach dem Verpassen aller Ziele der letzten 3 Jahre, völlig normal, dass der Verband ihm "Auf Wiedersehen" sagt. Nachweislich zu wenig.
rolf.piper 18.06.2014
5. Mit der Entlassung des Trainers wird das Problem
im Handballbund nicht gelöst, sondern verschoben. Mit gleicher Begründung könnte die gesamte Leitung des Bundes entlassen werden.
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