Handball-EM Deutschland wahrt Chance aufs Halbfinale

Deutschland hat im ersten Hauptrundenspiel mühsam gegen Tschechien gewonnen. Damit ist ein Einzug ins Halbfinale aus eigener Kraft weiterhin möglich.

Bongarts/Getty Images

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel in der Hauptrunde bei der EM in Kroatien gewonnen. Das Team von Trainer Christian Prokop setzte sich 22:19 (9:10) gegen Tschechien durch.

In der Tabelle liegt das DHB-Team nun vorerst auf dem ersten Platz, hat jedoch ein Spiel mehr als Mazedonien, Spanien, Dänemark und Slowenien. Tschechien ist Fünfter.

Das deutsche Team zeigte in der Defensive von Beginn an eine konzentrierte Leistung. Allerdings offenbarte es wie in der Gruppenphase Schwächen im Angriff. Patrick Groetzki und Uwe Gensheimer scheiterten freistehend an Tschechiens Torhüter Tomas Mrkva. Trotz zwischenzeitlicher Zwei-Tore-Führung für Deutschland stand es nach der ersten Hälfte 10:9 für den Außenseiter. Auf tschechischer Seite überragte Torjäger Ondrej Zdrahala.

Starke deutsche Schlussphase

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel ausgeglichen. Sieben Minuten vor dem Ende ging Deutschland durch einen Treffer von Paul Drux 19:18 in Führung. Diese gab das Team bis zum Abpfiff nicht mehr her und gewann dank einer starken Schlussphase 22:19.

"Wir haben noch großes Steigerungspotenzial", sagte DHB-Kapitän Uwe Gensheimer nach dem Spiel: "Dieses müssen und werden wir gegen die kommenden Gegner auch abrufen".

In der zweiten Hauptrundenpartie trifft Deutschland am Sonntag auf Olympiasieger Dänemark (18.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ARD).

mru



insgesamt 7 Beiträge
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skeptikerjörg 19.01.2018
1. Schwach, schwächer, Bad Boys
Wenig überzeugend, um nicht zu sagen katastrophal, was das Team in der Offensive abgeliefert hat. Statisch, langsam, unpräzise, ideenlos, kurz, zum wegschauen. Dazu keinen der Tempogegenstöße verwertet, ein Paul Drux, der alles ist, aber kein Spielmacher. Den Sieg haben sie ausschließlich der Abwehr zu verdanken. Wenn da keine 100% Steigerung erfolgt, werden die Bad Boys gegen Dänemark und Spanien aus der Halle geschossen. Das einzig positive heute waren die zwei Punkte.
joe.micoud 19.01.2018
2.
@1..Man kann es auch so sehen: Als es wirklich zählte so von Minute 53,54 bis Minute 59 hat Deutschland aus einem 16-18 ein 22-18 gemacht und war genau da gut, als es wirklich wichtig war.
mhuz 19.01.2018
3.
aber gewonnen ! Wenn man gut spielt und gewinnt ist das keine Kunst aber gewinnen wenn man schlecht spielt. Sie lagen bis zum Schluss hinten und haben am Ende gewonnen.
verruca 19.01.2018
4. Was war das denn?
Im Angriff mit viel zu wenig Zug, Spielideen, Kreuzen, Auflösen, Einlaufen, Dynamik ... sehr schwach was da heute im Angriff gespielt wurde. Ein Konzept war nicht erkennbar. Also: falls es eines gab! Fäth war noch der Beste mit einer Quote von nicht wesentlich über 50%. Superstar Gensheimer stirbt beim Tempogegenstoß in Schönheit und versemmelt 100%er gegen Pfosten/Latte. Wie bitte? Wenn der Torhüter einen Wahnsinnsreflex zeigt: okay! Kann passieren! Aber zu blöd zu sein wenigstens das Tor in so ner Situation zu treffen? Ganz, ganz schwach! Wenn nicht ein (mentales) Wunder passiert, blamiert sich diese Mannschaft+Trainer gegen Dänemark/Spanien bis auf die Knochen.
jean-baptiste-perrier 19.01.2018
5. Grandioser Sieg!
Tschechien die Handall-Weltmacht wurde besiegt. Ein unfassbarer K(r)ampf! Man muss sich nur mal die "Ansprachen" von Prokop an die Mannschaft in den Auszeiten anhören. Sein Lieblingswort ist "vielleicht". Dazu sein Dackelblick und das dezente Sächseln. Der ist wirklich süß. Passt perfekt in den Handball, wo man bekanntlich bevorzugt sich mit Wattebäuschen bewirft. ;)
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