Handball-EM 2018 Bittere Niederlage für DHB-Frauen gegen Ungarn

90 Sekunden vor dem Ende lagen die deutschen Handballfrauen in Führung, doch dann drehten die Ungarinnen die Partie. Das Halbfinale ist damit in weite Ferne gerückt.

Jubelnde Ungarinnen und enttäuschte Deutsche
MATHIEU CUGNOT/EPA-EFE/REX

Jubelnde Ungarinnen und enttäuschte Deutsche


Rückschlag für die deutschen Handballfrauen: Nach einer 25:26 (10:12)-Niederlage gegen Ungarn ist der erste Halbfinaleinzug bei der Europameisterschaft seit zehn Jahren für die DHB-Auswahl in weite Ferne gerückt.

Das Team von Bundestrainer Henk Groener hat vor dem letzten Spiel in der Hauptrundengruppe II gegen den WM-Dritten Niederlande (Mittwoch, 21 Uhr) 4:4 Punkte und das Weiterkommen nun nicht mehr in der eigenen Hand. Beste Werferinnen für die DHB-Frauen waren Alicia Stolle mit neun Toren und Xenia Smits (sechs).

Nach dem 29:23 gegen Spanien zum Auftakt der Hauptrunde wirkte die deutsche Mannschaft von Beginn an gehemmt und legte einen Fehlstart hin. Vor allem in der Offensive lief wenig zusammen. Nach zwölf Minuten hatte das Team erst einen Treffer erzielt, die DHB-Auswahl lag 1:5 hinten. Weil sich aber die Abwehr steigerte, konnte die deutsche Mannschaft den Abwärtstrend stoppen. Dank vier Treffern in Folge gelang beim 8:7 in der 21. Minute die erste Führung.

Entscheidung kurz vor dem Ende

Doch statt den Vorsprung auszubauen, scheiterte Deutschland in der Folge häufig an der ungarischen Torfrau Blanka Biro, die alleine vor der Pause sieben Würfe parierte. So drehte Ungarn die Partie bis zum Halbzeitpfiff wieder, während auf deutscher Seite zu diesem Zeitpunkt bereits drei Pfosten- oder Lattentreffer sowie neun Ballverluste zu verzeichnen waren.

Nach der Pause bot sich das gleiche Bild wie zu Beginn: Die deutsche Mannschaft leistete sich im Angriff erneut viele Fehler. In der hektischen Schlussphase hatte Ungarn die besseren Nerven, drehte in den letzten 90 Sekunden einen 24:25-Rückstand und bejubelte den nicht unverdienten Sieg.

Damit hat die DHB-Auswahl nur noch geringe Aussichten auf einen der beiden ersten Gruppenplätze. Um sich die geringen Chancen zu erhalten, muss gegen die Niederländerinnen gewonnen und in der Partie Ungarn gegen Rumänien auf das passende Ergebnis gehofft werden.

mfu/dpa



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