Aus in der Hauptrunde Deutschlands Handballer scheitern bei EM

Der Traum von der Titelverteidigung bei der Europameisterschaft ist vorbei: Deutschlands Handballer fahren nach einer Niederlage gegen Spanien nach Hause. Das Team ist nicht einmal im Duell um Platz 5 dabei.

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Deutschland ist bei der Handball-EM in Kroatien ausgeschieden. Im entscheidenden Duell um den Einzug ins Halbfinale hat die DHB-Auswahl 27:31 (13:14) gegen Spanien verloren. Für das Weiterkommen hätte das deutsche Team einen Sieg gebraucht. Diesen hat sie nach einer miserablen zweiten Hälfte klar verfehlt.

Damit endet das Turnier für den Titelverteidiger nach der Hauptrunde. Auch im Spiel um den fünften Platz ist die Mannschaft von Christian Prokop nicht dabei. Spanien bekommt es in seinem Halbfinale am Freitag mit Weltmeister Frankreich zu tun. Die Franzosen konnten bisher alle sechs Spiele bei der EM für sich entscheiden und gehen als klarer Favorit ins Duell gegen Spanien.

Es dauerte gut fünf Minuten, bis Deutschlands Julius Kühn den ersten Treffer des Spiels erzielte. Der Rückraum-Spezialist fiel auch in den Minuten danach auf und hielt seine Mannschaft mit zwei weiteren Toren aus der Distanz vorne. Nach zehn Minuten stand es 5:3 für die DHB-Auswahl. Dann zog Spanien das Tempo an und ging mit einer 3:0-Serie in Führung.

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Handballer mit Pleite gegen Spanien: Und tschüs!

Die deutsche Defensive um Finn Lemke hatte in der Folge mit der Vielseitigkeit der spanischen Angreifer Probleme, allerdings hielt Torwart Andreas Wolff die DHB-Auswahl auch in kritischen Phasen mit guten Paraden im Spiel. So blieb es offen, keine Mannschaft konnte sich klar absetzen - nach 25 Minuten stand es 12:10 für die Spanier, bei denen immer wieder Kreisläufer Julen Aguinagalde frei zum Wurf kam.

Auch die Deutschen kamen oft zum Abschluss, allerdings war ihre Ausbeute schwach: Zur Pause hatte das Team eine Torquote von 52 Prozent (13 Treffer bei 25 Versuchen). Spanien war mit einem Wert von 67 Prozent deutlich treffsicherer und ging mit einem Tor Vorsprung (14:13) in die Halbzeit.

Dann brach das Team auseinander

Den besseren Start nach dem Seitenwechsel erwischte Spanien, das ab der 40. Minute davonzog. Prokop erhöhte daraufhin das Risiko, verzichte auf den Torwart und ließ stattdessen mit einem siebten Feldspieler im Angriff agieren. Das Problem: In dieser Phase kassierte Deutschland drei Treffer ins leere Tor - nach 44 Minuten stand es 15:23. Die deutsche Mannschaft steigerte sich zwar noch einmal, aber das Spiel war entschieden.

Damit ist das Turnier für Deutschlands Handballer vorzeitig beendet. Die Mannschaft war auch bei der Weltmeisterschaft 2017 hinter den Erwartungen zurückgeblieben und damals im Achtelfinale gegen Katar ausgeschieden.

jan



insgesamt 36 Beiträge
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janowitsch 24.01.2018
1. Oh weh
So viele einfache Fehler sind nicht verständlich. Vieles funktionierte nicht. Die Mannschaft wirkte verunsichert, möglicherweise von den Anforderungen des neuen Trainers überfordert.
GustavN 24.01.2018
2.
Die Leistung über das ganze Turnier war einfach zu schlecht. Unkonzentriert, fahrig und nicht abgeklärt genug - und der Coach machte auch nicht den souveränsten Eindruck...
leiendeu 24.01.2018
3. Kein Plan
Dieser Trainer ist unglaublich: Zuerst den Kader falsch zusammen gestellt (Lemke, Dahmke usw.) - das war der grundsätzliche Fehler. Laufspiel = null, Außenspieler einbeziehen = null. Der Trainer ist das Problem - entlassen, aber sofort.
dergriesgram 24.01.2018
4. traurige Vorstellung
...Vorallem nach einer völlig annehmbaren ersten Halbzeit so den Faden zu verlieren ist nicht verständlich. Das sind alles Vollprofis, Fehler kann man machen, aber keine Fehlerketten wie wir es heute gesehen haben. So sieht kein Titelverteidiger aus!
Kupferlegierung 24.01.2018
5. Schade!
Heute war nicht euer Tag, bad boys, schade! Seid nicht traurig, wir finden euch trotzdem klasse.
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