Rückschlag bei der Handball-EM Lehrstunde für junge DHB-Auswahl

Erster Rückschlag bei der Handball-Europameisterschaft: Nach dem Überraschungserfolg gegen Norwegen war das deutsche Team gegen Rumänien ohne Chance. Das Weiterkommen ist trotzdem noch möglich.

Xenia Smits
AFP

Xenia Smits


Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat bei der Europameisterschaft in Frankreich die erste Niederlage hinnehmen müssen. Gegen Rumänien verlor das Team von Bundestrainer Henk Groener das zweite Gruppenspiel 24:29 (11:14). Zwischenzeitlich lag Deutschland sogar mit neun Treffern zurück, gestaltete das Ergebnis am Ende aber erträglicher.

Die junge deutsche Auswahl, im Schnitt mehr als drei Jahre jünger als die Rumäninnen, erhielt sowohl in der Abwehr als auch in der Offensive eine Lehrstunde. Die Gegnerinnen erwischten den besseren Start, gingen sofort in Führung und spielten in der Folge ihre Erfahrung aus. Im Angriff kam Rumänien immer wieder zu freien Würfen und packte in der Defensive aggressiv zu. Deutschland ging dagegen häufig zu großes Risiko und scheiterte häufig an Torfrau Denisa-Stefania Dedu.

Auf deutscher Seite wusste in der Offensive nur Julia Behnke mit acht Toren zu überzeugen, Jungstar Emily Bölk blieb dagegen immer wieder hängen und kam lediglich auf drei Treffer. Beste Werferin des Spiels war die Rumänin war Eliza Iulia Buceschi mit elf Toren.

Das erste Gruppenspiel hatte die DHB-Auswahl überraschend gegen Titelverteidiger Norwegen gewonnen. Deshalb ist das Erreichen der Zwischenrunde weiterhin möglich, am kommenden Mittwoch wartet zum Abschluss der Vorrunde Tschechien. Rumänien ist bereits weiter, Deutschland hat 2:2 Punkte. Tschechien spielt am Abend noch gegen Norwegen, danach stehen die genauen Konstellationen in der Gruppe D fest.

krä



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Liudin69 03.12.2018
1. Warum bei Niederlage kein Foto des Jahrtausendtalents??
Erstaunlich, ansonsten nur Fotos von Frau Bölk, wenn es um die Damennationalmannschaft geht. Heute, wo sie einmal mehr alles anderes als Weltklasse gespielt hat, wird sie natürlich nicht gezeigt. Und ihre Schwäche auch nicht erwähnt. Schon befremdlich, wie die Berichterstattung beim Damenhandball optisch und inhaltlich so abläuft. Aber das passiert ja zwangsläufig, wenn man in einer Mannschaftssportart eine viel zu junge Spielerin absolut überbewertet. Diesem Druck hält niemand stand.
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