Handball-Champions-League THW Kiel verliert im Halbfinale gegen Veszprem

Der THW Kiel hat das Finale der Champions League verpasst. Beim Final-Four in Köln gaben die Kieler eine Führung in der ersten Halbzeit aus der Hand. Der ungarische Klub trifft nun auf den FC Barcelona.

Enttäuschte Kieler Handballer: Finale verpasst
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Enttäuschte Kieler Handballer: Finale verpasst


Der Traum vom vierten Champions-League-Triumph für den deutschen Handball-Rekordmeister THW Kiel ist vorzeitig geplatzt. Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason unterlag im Halbfinale des Final-Four-Turniers in Köln dem ungarischen Titelträger MKB Veszprem 27:31 (13:13). Bester THW-Werfer war Aron Palmarsson mit neun Toren.

Veszprem trifft im Finale am Sonntag (18 Uhr) auf den FC Barcelona, Kiel muss im Spiel um Platz drei (15.15 Uhr) gegen KS Vive Kielce ran. Der spanische Meister hatte sich im ersten Halbfinale 33:28 (16:14) gegen den polnischen Titelträger durchgesetzt. Die Katalanen können den wichtigsten europäischen Klubwettbewerb bereits zum neunten Mal gewinnen.

Kiel kam gut ins Spiel. Torhüter Andreas Palicka parierte einige Würfe stark, im Angriff zeigte sich der Rückraum mit Palmarsson, Filip Jicha und Marko Vujin in der Anfangsphase treffsicher. Nach 15 Minuten hatte sich der deutsche Meister eine 7:4-Führung erspielt.

Danach geriet der Spielfluss des THW aber ins Stocken, zahlreiche Unterbrechungen in einer hektischen Partie mit vielen Fouls taten dem Kieler Spiel nicht gut. Veszprem mit dem Ex-Kieler Christian Zeitz ging beim 9:8 durch Laszlo Nagy in der 22. Minute erstmals in Führung. Besonders im Angriff taten sich die Kieler, in der Schlussphase der ersten Halbzeit gegen die aggressive Abwehr der Ungarn schwer.

Nach dem Wechsel wurde das Spiel des THW nicht besser. Leichtfertig wurden die Bälle verloren, im Angriff fand Kiel kaum Lösungen. Veszprem zog auf 16:13 (35. Minute) davon, Gislason nahm eine Auszeit. Es half nichts. Beim 21:27 (49.) war die Vorentscheidung gefallen, auch wenn Kiel noch einmal verkürzte.

Karabatic überragt

Beim verdienten Sieg Barcelonas ragten der ehemalige Kieler Nikola Karabatic mit acht Treffern sowie Kiril Lazarov (7) und Guðjón Valur Sigurðsson (5) heraus. Für Kielce war Karol Bielecki mit sieben Toren der mit Abstand beste Werfer.

Angetrieben vom Franzosen Karabatic lag Barcelona fast die gesamte erste Halbzeit vorn, verpasste es durch leichtfertige Ballverluste aber, mit einer höheren Führung in die Pause zu gehen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zog Barcelona zunächst schnell auf 19:14 (34.) davon. Doch der polnische Klub, für den der Ex-Kieler Tobias Reichmann zwei Treffer erzielte, blieb dran und glich beim 20:20 (38.) sogar aus. In der Schlussphase gab die individuelle Klasse der Spanier aber den Ausschlag.

krä/sid



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