Handball-Champions-League HSV scheitert im Achtelfinale, Kiel locker weiter

Bitteres Aus für den Titelverteidiger: Die HSV-Handballer sind bereits im Achtelfinale der Champions League gescheitert. Zuhause unterlagen die Hamburger Vardar Skopje. Der THW Kiel gab sich hingegen keine Blöße.

HSV-Profis: Zu viele Probleme in der Defensive
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HSV-Profis: Zu viele Probleme in der Defensive


Hamburg - Die Handballer des HSV Hamburg sind im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden. Der Titelverteidiger unterlag im Rückspiel zu Hause dem mazedonischen Club Vardar Skopje 29:30 (15:17). Auch ein Unentschieden hätte nach dem 28:28 im Hinspiel nicht gereicht.

Beste HSV-Torschützen waren Stefan Schröder und Domagoj Duvnjak mit je sieben Treffern, für Skopje waren Igor Karacic und Alex Dujshebaev ebenfalls siebenmal erfolgreich.

Die Gäste begannen die Partie hochkonzentriert und voller Selbstvertrauen. Den Hamburgern gab hingegen selbst die erste Führung durch Joan Cañellas (9:8/15. Minute) keine Sicherheit. Skopje blieb dran und hatte sich zur Halbzeit wieder eine Führung erspielt. Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Probleme in der Hamburger Defensive fort. Vor allem der Mittelblock um Davor Dominikovic und Blazenko Lackovic fand keinen Zugriff auf die Mazedonier. Auch im Angriff setzte der HSV zu wenige Akzente, Skopje zog auf 26:21 (46.) davon. Mit einem verworfenen Siebenmeter vergab Cañellas beim Stand von 28:29 (59.) die letzte Chance der Hamburger.

Kiel mit bester Leistung seit Wochen

Der THW Kiel feierte hingegen einen souveränen Erfolg gegen HC Saporoschje. Nach dem 31:28 im Hinspiel gewann der Bundesliga-Tabellenführer in Kiel gegen den ukrainischen Meister 40:28 (20:13). Filip Jicha war der beste Werfer der Gastgeber (sechs Tore). Für Saporoschje erzielte Sergej Onufrijenko ebenfalls sechs Tore.

Die Mannschaft von THW-Coach Alfred Gislason zeigte die beste Leistung seit Wochen. Vor allem Mannschaftskapitän Jicha wirkte sehr frisch und spielfreudig. Nachdem die Kieler in der achten Minute beim 4:3 erstmals in Führung gegangen waren, bauten sie den Vorsprung in den folgenden fünf Minuten auf sechs Treffer (9:3) aus. In der ersten Halbzeit lag die Trefferquote des THW, der in Torhüter Andreas Palicka einen starken Rückhalt hatte, bei beeindruckenden 74 Prozent. Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Kieler nicht nach. Patrick Wiencek brachte die "Zebras" mit zehn Toren in Führung (30:20/43.). Saporoschje blieb chancenlos.

Am Samstag hatte bereits die SG Flensburg-Handewitt als erster deutscher Club die Runde der besten Acht erreicht. Am Montag haben noch die Rhein-Neckar Löwen die Chance, sich fürs Viertelfinale zu qualifizieren (19 Uhr). Allerdings hatten die Löwen das Hinspiel gegen KS Vive Kielce aus Polen 28:32 verloren.

max/dpa



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hors-ansgar 31.03.2014
1. Gut für den Handball
Ich bin Handball-Fan und finde es wirklich schade, dass der HSV draußen ist. Andererseits wäre es gut für den Handball, wenn nichtimmer nur deutsche oder spanische Teams gewinnen. Dazu wird das Final 4 immer in Köln ausgetragen und das EHF-Cup Final 4 in diesem Jahr auch noch in Berlin. Der Handball ist auf Vereinsebene zu Deutschland-zentriert. Aber die Entwicklung in Polen, Mazedonien oder Paris gibt Anlass zur Hoffnung, dass es wieder abwechslungsreicher wird.
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