Handball Sigurdsson nominiert Heinevetter für die Nationalmannschaft

Konkurrenz belebt das Geschäft: Handball-Nationaltrainer Dagur Sigurdsson hat nach dem triumphalen EM-Erfolg vier Rückkehrer in seinen Kader berufen. Zudem kämpft der Verband darum, im deutschen Free-TV übertragen zu werden.

Silvio Heinevetter
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Silvio Heinevetter


Für die anstehenden Länderspiele gegen Vize-Weltmeister Katar hat Bundestrainer Dagur Sigurdsson gleich vier Spieler nominiert, die bei der EM im Januar noch fehlten. Einen Monat nach dem sensationellen Titelgewinn gehört auch Silvio Heinevetter wieder zum Kader der deutschen Handball-Nationalmannschaft.

"Mit den Spielen gegen Katar beginnt für uns endgültig die Zeit nach dem Gewinn der Europameisterschaft und vor den Olympischen Spielen", sagte Sigurdsson mit Blick auf die beiden Partien am 11. und 13. März in Leipzig und Berlin: "Wir haben in der Bundesliga viele personellen Möglichkeiten. Das macht jede Nominierung spannend und ist ein Plus für die Nationalmannschaft."

Neben Heinevetter kehren auch die zuletzt verletzungsbedingt fehlenden Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki und Paul Drux zurück ins Team. Für sie müssen Simon Ernst und Johannes Sellin weichen. Diese Entscheidung sei jedoch keinesfalls endgültig, betonte Sigurdsson: "Beim nächsten Lehrgang ist wieder alles offen. Es zählt die Leistung in der Bundesliga und der Nationalmannschaft."

DHB hofft auf Sendezeit im Free-TV

Die Funktionäre des Deutschen Handball Bundes (DHB) arbeiten unterdessen daran, dass die Spiele der WM in Frankreich im kommenden Jahr im Fernsehen frei zu empfangen sind. Wie schon bei der WM 2015 in Katar erlaubt Rechte-Inhaber "beIN Sports", eine Tochtergesellschaft von "Al Jazeera", keine Übertragung auf unverschlüsselten Satellitensendern. Um für den deutschen Fernsehmarkt eine Ausnahmegenehmigung zu erwirken, sucht der DHB derzeit das Gespräch mit Weltverbandspräsident Hassan Moustafa.

Zuletzt hatte unter anderem DHB-Kapitän Uwe Gensheimer gefordert, dass sich "zur Not" die deutsche Politik einschalten müsse. Die ARD will Handball in die Free-TV-Liste der Großereignisse im Rundfunkstaatsvertrag aufnehmen lassen. Damit wäre eine Grundversorgung für den Zuschauer mutmaßlich gewährleistet.

lst/sid

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