Handball-Manipulationsprozess Schwenker muss erneut vor Gericht

Der Kieler Handball-Prozess wird in Teilen neu aufgerollt: Der Bundesgerichtshof hat den Freispruch für den ehemaligen THW-Manager Uwe Schwenker vom Vorwurf der Untreue aufgehoben. Dieser wird vor dem Kieler Landgericht nun erneut behandelt.

Ex-Kiel-Manager Schwenker: Freispruch aufgehoben
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Ex-Kiel-Manager Schwenker: Freispruch aufgehoben


Hamburg - Der Kieler Handball-Prozess wird in Teilen neu aufgerollt. Der Bundesgerichtshof hob den Freispruch für den ehemaligen Manager des THW Kiel, Uwe Schwenker, vom Vorwurf der Untreue auf. Aufgrund einer "lückenhaften Formulierung im angefochtenen Urteil" des Kieler Landgerichts könne nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass Schwenker sich bei einem Darlehen für den früheren Kiel-Trainer Zvonimir Serdarusic strafbar gemacht habe.

Die Aufhebung des Urteils erfolge wegen eines Formverstoßes des Landgerichts, teilte der BGH mit. Damit wird der Teilbereich des Vorwurfs der Untreue vor dem Kieler Landgericht noch einmal verhandelt. Der Freispruch wegen des Vorwurfs der Schiedsrichterbestechung ist davon unberührt und bleibt rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach den Freisprüchen im Frühjahr Revision eingelegt. Das Kieler Landgericht hatte Schwenker und Serdarusic nach viermonatigem Prozess vom Vorwurf der Bestechung, der Untreue und des Betrugs freigesprochen. Die 5. Große Strafkammer sah es nicht als erwiesen an, dass die beiden einstigen THW-Macher das Champions-League-Finalrückspiel 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt manipuliert haben sollen.

leh/sid/dpa

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