Handball-Bundesliga Flensburg zittert sich zum ersten Titel seit 14 Jahren

Es hat zum zweiten Meistertitel gereicht - doch die Flensburger Handballer taten sich sehr schwer, gegen Göppingen die notwendigen Punkte einzufahren. Die Rhein-Neckar Löwen müssen mit Platz zwei Vorlieb nehmen.

Spieler der SG Flensburg-Handewitt
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Spieler der SG Flensburg-Handewitt


Die SG Flensburg-Handewitt hat sich durch ein 22:21 (12:12) gegen Frisch Auf Göppingen den zweiten Titel in der Handball-Bundesliga nach 2004 gesichert. Die vor dem abschließenden Spieltag auf Platz zwei liegenden Rhein-Neckar Löwen hofften vergeblich auf einen Ausrutscher des Vorjahreszweiten und beenden die Saison nach einem 28:25 (13:12) gegen Leipzig als Vizemeister.

Das Team von Trainer Maik Machulla tat sich in der mit 6300 Zuschauern ausverkauften Flens Arena über die komplette Spielzeit schwer. Die ersatzgeschwächten Gäste aus dem Bundesliga-Mittelfeld agierten defensiv aufmerksam und nutzten die zahlreichen Ballverluste nervöser Flensburger konsequent aus.

Nicht mehr "Ewiger Zweiter"

Erst achtzehn Minuten vor dem Ende konnten die Gastgeber erstmals mit zwei Toren Differenz in Führung gehen, doch die Gäste aus Göppingen ließen sich nicht abschütteln. Viereinhalb Minuten vor Schluss verkürzten sie auf 20:21, bevor die Schiedsrichter einen Schrittfehler von Flensburgs Rasmus Lauge übersahen, der sein Team wieder mit zwei Toren in Front bringen konnte. Der Anschlusstreffer der Göppinger fiel erst in den Schlusssekunden.

Flensburgs Trainer Machulla konnte so gleich im ersten Jahr nach der Amtsübernahme von Ljubomir Vranjes den Ruf "als Ewiger Zweiter" ablegen. Nach 2004 waren die Norddeutschen siebenmal Vizemeister geworden.

Die Flensburger setzten sich im Saisonfinale entscheidend vom Rivalen aus Mannheim ab. Von den letzten fünf Spielen hatten die Rhein-Neckar Löwen nur zwei gewonnen. Damit verspielten sie ihre lange Zeit sichere Tabellenführung und alle Chancen auf den Titel-Hattrick.

mfu/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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hamburger.jung 03.06.2018
1.
In Schleswig-Holstein gibt es bei ganz wichtigen Handballsspielen seltsame Dinge, schon immer. Dieser Schrittfehler, nun ja, das hat jeder gesehen.
McManaman 03.06.2018
2. Glückwunsch, SGW!
Flensburg hat es mehr als verdient, oft genug sind sie knapp gescheitert, oft an den eigenen Nerven (wie auch beinahe heute), aber bisweilen auch infolge merkwürdiger Schiedsrichter-Entscheidungen (man denke beispielsweise an die Ereignisse rund ums CL-Finale 2008 gegen Kiel). Jedenfalls sind sie letztlich sicher nicht wegen eines nicht gegebenen Schrittfehlers Meister geworden, wie er in jedem Spiel x-mal vorkommt. Mogensen, Heinl, Mahé, Anderssonn, Möller und Co treten würdig ab an der Förde.
hamburger.jung 04.06.2018
3.
@2. Das stimmt! Verdient haben Sie es. Waren ja selber schon mal Opfer gegen Kiel. Den Schrittfehler muss der Schiri sehen. Dabei bleibe ich.
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