Handball-Champions-League Kiel zieht trotz Niederlage ins Halbfinale ein

Der THW Kiel steht nach einem dramatischen Spiel gegen den FC Barcelona im Halbfinale der Champions League. Dabei konnte sich der Klub vor allem in der Schlussphase auf den eigenen Torhüter verlassen.

Niklas Landin (r.)
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Niklas Landin (r.)


Der THW Kiel hat das Endrundenturnier in der Handball-Champions-League erreicht. Der deutsche Rekordmeister unterlag im Viertelfinal-Rückspiel dem Titelverteidiger FC Barcelona zwar 30:33 (14:13). Weil er das Hinspiel vor sechs Tagen in der heimischen Arena aber 29:24 gewonnen hatte, waren die Kieler in der Gesamtwertung um zwei Tore besser als die Spanier. Das Final Four wird Ende Mai in Köln ausgespielt. Dafür haben sich auch KS Kielce (Polen) und MKB Veszprem (Ungarn) qualifiziert.

Der THW bot nach dem beeindruckenden Hinspiel in Kiel auch in Barcelona eine starke Leistung. Vor knapp 8000 Zuschauern in der ausverkauften Arena führten die Kieler nach sechs Minuten 4:1.

In der zweiten Halbzeit lag der THW mit vier Toren vorn. Dann stellten die Gastgeber ihre Abwehr um und ließen die Kieler Angreifer kaum noch zur Entfaltung kommen. Vom 20:21 zogen die Katalanen binnen zehn Minuten auf 29:25 davon. Die Kräfte der Kieler schwanden zunehmend. Mit starken Paraden hielt Niklas Landin den Rückstand in der Schlussphase allerdings in Grenzen.

Die Kieler, die in 21 Duellen mit den Katalanen erst zweimal in Barcelona gewonnen hatten (2008, 2009), verfügten in Patrick Wiencek erneut über einen überragenden Abwehrchef. Der Nationalspieler bestritt nach seiner halbjährigen Pause wegen eines Kreuzbandrisses erst sein zweites Spiel. Kurzzeit-Comebacks gaben auch Europameister Christian Dissinger und Niclas Ekberg, der zwei Siebenmeter verwandelte.

bam/sid



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