Handball-WM bei ARD und ZDF Prokop: "Das ist wichtig für die Sportart"

Die Handball-WM kehrt nach zwei Turnieren in der TV-Nische wieder zurück ins Rampenlicht von ARD und ZDF. Bundestrainer Christian Prokop sieht darin auch eine Verpflichtung.

Christian Prokop
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Christian Prokop


Für Handball-Bundestrainer Christian Prokop beginnt mit den EM-Qualifikationsspielen gegen Israel an diesem Mittwoch (19 Uhr) und gegen Kosovo am 28. Oktober die heiße Phase vor der Heim-Weltmeisterschaft 2019. Die WM wird vom 10. bis 27. Januar in Deutschland und Dänemark ausgetragen und seit Montag steht fest, dass das Turnier bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen sein wird.

"Es ist ein Riesenschritt, dass ARD und ZDF übertragen. Das ist wichtig für die Sportart", sagte Prokop in Wetzlar, als er aus sportlicher Sicht die Rückkehr von Spielmacher Martin Strobel als wichtigen Baustein für eine erfolgreiche WM hervorhob. Verzichten muss der Bundestrainer bei den WM-Tests auf die Rückraumspieler Fabian Wiede und Steffen Weinhold, was ihn auf der rechten Seite vor Probleme stellt.

Am 10. Dezember beruft Prokop vor dem Länderspiel gegen Polen seinen vorläufigen 28-köpfigen WM-Kader. Nur wer es dort hineinschafft, darf darauf hoffen, in den endgültigen 16er-Kader zu kommen. "Ich will kein riesiges Casting bis in den Januar hinein", sagte Prokop. "Wir müssen uns jetzt schon einspielen."

Die langfristige Ausstrahlung der großen Wettbewerbe für ein Millionenpublikum im frei empfangbaren Fernsehen "ist für uns auch eine Verpflichtung, unsere Sportart gut zu präsentieren", sagte der 39-Jährige weiter. Handball möchte sich in Deutschland langfristig als zweitgrößte Ballsportart hinter Fußball etablieren.

Am Montag hatten ARD und ZDF die Rechte für das Turnier im kommenden Winter erworben und sich auch die Übertragungen für die kommenden Welt- und Europameisterschaften bis 2025 gesichert. Bei den beiden vergangenen Weltmeisterschaften 2015 und 2017 waren deutsche Fernsehzuschauer ohne Pay-TV wegen gescheiterter Verhandlungen leer ausgegangen. 2015 sprang kurzfristig Sky ein, 2017 übertrug ein DHB-Sponsor im Internet.

krä/sid



insgesamt 2 Beiträge
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kai.friedrich 24.10.2018
1. Übertragung einer WM
Sollte eigentlich normal sein! Was bitte schön stecken die Ö|R in die Fußballübertragungen? Es gibt meht als Fußball in Deutschland!!
neowave 24.10.2018
2. Rechte erworben?
Rechte erworben? Für Geld? Die sollen bleiben wo der Pfeffer wächst. Ist noch nicht lange her, da konnten die den Hals nicht voll genug kriegen.... und wir, die ÖRR-Zuschauer waren denen sch....egal. Eigentlich müssten die dafür zahlen, das sie die überragende Reichweite des ÖRR für ihre nahezu zur Randsportart verkommene Ballschmeisserei nutzen können. Und der Champions League (BRD) im Pay-TV wünsche ich von Herzen das gleiche Schicksal. Die Aussichten dafür stehen m.M.n. dafür nicht schlecht.
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