Handball-WM: Deutschland feiert deutlichen Auftaktsieg

Deutschland tat sich zum Aufakt der Handball-Weltmeisterschaft lange schwer. Gegen Außenseiter Brasilien wirkte das DHB-Team in der ersten Halbzeit verunsichert, doch nach der Pause überzeugten Silvio Heinevetter und Co. - und kamen so zu einem Kantersieg.

Handball-WM: Deutschland vs. Brasilien: Holpriger Start, deutlicher Sieg
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Getty Images

Hamburg - Deutschlands Handballer sind siegreich in die Weltmeisterschaft in Spanien gestartet. Trotz einer holprigen Anfangsphase besiegte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger Brasilien schließlich deutlich 33:23 (12:10). Bester deutscher Werfer war Steffen Weinhold, der siebenmal traf. Überzeugend war auch die Leistung von Youngster Kevin Schmidt, der bei seinem WM-Debüt fünf Tore warf.

"Insgesamt war es ein ordentlicher Auftakt. Riesen-Kompliment an die Mannschaft, sie war heute fokussiert", sagte Heuberger, der vor allem seinen Top-Torschützen Weinhold lobte: "Steffen hat eine Qualität, wie sie nur wenige haben."

Die deutsche Mannschaft begann fahrig und vergab insbesondere in der Offensive viele Möglichkeiten. So führte Brasilien nach zwölf Minuten überraschend 6:4. Die eigentlich als deutlicher Außenseiter geltenden Südamerikaner waren auch in der Folgezeit ebenbürtig, auch nach 19 Minuten lagen sie 9:7 vorne.

Schon am Sonntag steht die nächste Partie an

Bundestrainer Heuberger hatte genug gesehen, nahm eine Auszeit - und fand offenbar die richtigen Worte. Drei Minuten später hatte Deutschland das Spiel ausgeglichen (9:9) und zog bis zur Halbzeitpause auf 12:10 davon, vor allem weil sich die Brasilianer in dieser Phase viele Fehlwürfe leisteten.

Brasiliens Schwächephase hielt auch im zweiten Durchgang an, so dass die nun deutlich konzentrierter agierende deutsche Mannschaft schnell auf 18:13 (39.) erhöhen konnte - die Vorentscheidung. Anschließend geriet der Erfolg nicht mehr in Gefahr, stattdessen baute das DHB-Team die Führung konsequent aus und führte nach 46 Minuten bereits 23:15. Am Ende siegte Deutschland sogar mit zehn Toren Vorsprung.

"Wir waren schon ein bisschen nervös. Gerade die jungen Spieler wussten nicht genau, wo sie stehen. Die zweite Halbzeit war ganz ordentlich. Es kommen aber noch schwerere Gegner", sagte Kapitän Oliver Roggisch.

Bereits am Sonntag (17.20 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) steht für die DHB-Auswahl das zweite Gruppenspiel an. Dann trifft das Team auf Afrikameister Tunesien. In der weiteren Partien der Gruppe A geht es gegen Argentinien, Montenegro und Frankreich.

Deutschland - Brasilien 33:23 (12:10)
Deutschland:
Heinevetter, Lichtlein - Weinhold (7), Schmidt (5/2), Groetzki (4), Theuerkauf (4), Wiencek (3), Christophersen (2), Reichmann (2), Haaß (1), Kneer (1), Strobel (1), Klein (1), Pfahl (1), Fäth (1), Roggisch
Brasilien: Nascimento - Cardoso (4), Patrianova (4), Pacheco (4), Gama (2), Teixeira (2), Ribeiro (2), Guimaraes (2), Santos (1), Candido (1), Pires (1).
Schiedsrichter: Gubica/Milosevic (Kroatien)
Zeitstrafen: 1:2
Siebenmeter: 2/2:0/1
Zuschauer: 2700

leh

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insgesamt 197 Beiträge
Hawkeye 1 03.01.2013
Dem wird man leider zustimmen müssen; wenn sie mal nicht in der Vorrunde ausscheiden. Handball kommt als Nati nicht in die Gänge....
Zitat von ray4912schon wieder kein Titel!
Dem wird man leider zustimmen müssen; wenn sie mal nicht in der Vorrunde ausscheiden. Handball kommt als Nati nicht in die Gänge....
uli_san 03.01.2013
International stehen wir in etwa zwischen Platz 8 und 12, was aber nicht nur an den Spielern liegt. In den Vereinen treten unsere deutschen Spitzenspieler teilweise deutlich stärker auf als in der Nationalmannschaft. Was [...]
International stehen wir in etwa zwischen Platz 8 und 12, was aber nicht nur an den Spielern liegt. In den Vereinen treten unsere deutschen Spitzenspieler teilweise deutlich stärker auf als in der Nationalmannschaft. Was fehlt, ist ein Trainerteam mit modernen Ideen und Motivationsmitteln. Das ist alles zu hausbacken und konservativ. Heiner Brand in den letzten Jahren und auch sein Nachfolger kommen mir völlig einfallslos vor. Selbst eingefleischte Spezialisten schütteln immer häufiger den Kopf ob der Spiel- und Wechseltaktik. Freude haben wir Handballfans nur noch bei Spielen um die europäischen Vereins-Pokale.
ObackoBarama 03.01.2013
ja ist es schon wieder Weihnachten...wie der Kaiser sagte, oder in dem Falle; ja, ist es schon wieder ein Handball-Turnier? Alle Jahre wieder, im Januar, gibt es ein großes Turnier im Handball, in einem Olympia-Jahr sogar zwei [...]
ja ist es schon wieder Weihnachten...wie der Kaiser sagte, oder in dem Falle; ja, ist es schon wieder ein Handball-Turnier? Alle Jahre wieder, im Januar, gibt es ein großes Turnier im Handball, in einem Olympia-Jahr sogar zwei (EM + Olympiaturnier). 5 Wettbewerbe in 4 Jahren, braucht kein Mensch. In keiner anderen Sportart gibt es solche Inflation an großen Wettbwerben. Man blickt gar nicht durch...Wer war letztes Mal der Weltmeister, wer Europameister, wer Olympiasieger.. Bzw. man blickt es normalerweise nicht durch..Aber seit 4 Jahren weiß man es: Frankreich, hat alle Titel gewonnen je 2 x. Deutschland hat jedenfalls kein Chance auf eine Medaille und dieser Thread wird vielleicht im besten Falle, etwa 5 Seiten der Disskussionen erreichen können. Soviel Interesse gibt es.
doc 123 03.01.2013
Aus welchen Gründen auch immer, Handball nervt heutzutage nur noch, trotz WM-Titel 2007, wer erinnert sich da noch an einen einzigen Namen? Dagegen 1978... Deckarm, Freisler, Klühspies, Spengler, Wunderlich... ich erinnere mich [...]
Aus welchen Gründen auch immer, Handball nervt heutzutage nur noch, trotz WM-Titel 2007, wer erinnert sich da noch an einen einzigen Namen? Dagegen 1978... Deckarm, Freisler, Klühspies, Spengler, Wunderlich... ich erinnere mich an alle diese Namen, genau wie an die WM-Spieler im Fußball 1974 oder an nahezu alle deutschen Olympiasieger von München 1972. Schon irgendwie merkwürdig, dass man sich lieber an Namen von vor 30 bis 40 Jahren erinnert als an die Sportler der heutigen Zeiten.
ray4912 03.01.2013
richtig, Obacko, die Franzosen sind die Spanier des Handballs;-) Und wir sind echt nicht nahe dran.
Zitat von ObackoBaramaja ist es schon wieder Weihnachten...wie der Kaiser sagte, oder in dem Falle; ja, ist es schon wieder ein Handball-Turnier? Alle Jahre wieder, im Januar, gibt es ein großes Turnier im Handball, in einem Olympia-Jahr sogar zwei (EM + Olympiaturnier). 5 Wettbewerbe in 4 Jahren, braucht kein Mensch. In keiner anderen Sportart gibt es solche Inflation an großen Wettbwerben. Man blickt gar nicht durch...Wer war letztes Mal der Weltmeister, wer Europameister, wer Olympiasieger.. Bzw. man blickt es normalerweise nicht durch..Aber seit 4 Jahren weiß man es: Frankreich, hat alle Titel gewonnen je 2 x. Deutschland hat jedenfalls kein Chance auf eine Medaille und dieser Thread wird vielleicht im besten Falle, etwa 5 Seiten der Disskussionen erreichen können. Soviel Interesse gibt es.
richtig, Obacko, die Franzosen sind die Spanier des Handballs;-) Und wir sind echt nicht nahe dran.
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  • Samstag, 12.01.2013 – 17:27 Uhr
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Was schafft die deutsche Nationalmannschaft bei der Endrunde in Spanien?

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DHB-Kader
Tor Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Carsten Lichtlein (TBV Lemgo)

Rückraum Mitte Michael Haaß (Frisch Auf Göppingen), Martin Strobel (TBV Lemgo)

Rückraum links Sven-Sören Christophersen (Füchse Berlin), Stefan Kneer (SC Magdeburg), Steffen Fäth (HSG Wetzlar)

Rückraum rechts Steffen Weinhold (SG Flensburg-Handewitt), Adrian Pfahl (VfL Gummersbach)

Linksaußen Dominik Klein (THW Kiel), Kevin Schmidt (HSG Wetzlar)

Rechtsaußen Patrick Groetzki (Rhein-Neckar Löwen), Tobias Reichmann (HSG Wetzlar)

Kreis Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Wiencek (THW Kiel), Christoph Theuerkauf (HBW Balingen-Weilstetten)

Die deutschen Gruppengegner
Die Handball-WM in Spanien ist für die junge brasilianische Mannschaft nur eine Durchgangsstation, das Ziel heißt Rio de Janeiro. Bei den Olympischen Spielen 2016 im eigenen Land wollen die Spieler mit ihrem spanischen Trainer Jordi Ribera für Furore sorgen. "Wir müssen den jungen Spielern die Chance auf internationale Erfahrungen einräumen - auch auf Kosten nicht so guter Ergebnisse", sagte Ribera vor dem Auftaktspiel gegen Deutschland. Bei den Panamerikanischen Spielen verlor die Mannschaft, die in Linksaußen Felipe Borges (Leon) und Rückraumspieler Thiagus Santos (Ciudad de Logrono) lediglich über zwei Legionäre verfügt, erst im Finale gegen Argentinien (21:22). - Bilanz gegen Deutschland: 7 Spiele, 7 Niederlagen. sid




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