Handball-WM Deutschland feiert klaren Auftaktsieg gegen Korea

Souveräner Start ins Turnier: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat im ersten Spiel der Heim-WM deutlich gewonnen. Trotz der vielen Tore überragte auch Torhüter Andreas Wolff.

DHB-Spieler Patrick Groetzki (r.), Hendrik Pekeler
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DHB-Spieler Patrick Groetzki (r.), Hendrik Pekeler


Deutschland hat den ersten Sieg bei der 26. Handball-WM gefeiert. Gegen das koreanische Team, das mit Sportlern aus Nord- und Südkorea antrat, siegte die DHB-Auswahl in Berlin 30:19 (17:10). Uwe Gensheimer war mit sieben Toren der beste deutsche Werfer.

In Berlin hatte die Mannschaft von Trainer Christian Prokop keine Probleme mit dem chancenlosen Außenseiter. Das war im Vorfeld auch nicht erwartet worden. Trotz der vielen Tore zeigte auch Deutschlands Keeper Andreas Wolff einen starken Auftritt. Bereits zur Halbzeit hatte er 14 Bälle gehalten.

Die 14.800 Fans sahen in der Anfangsphase eine kuriose Szene: Nach einem Zweikampf bekam Steffen Fäth die Hand eines koreanischen Spielers ins Gesicht - doch von welchem? Die Schiedsrichter zeigten zunächst Jang Donghyun die Rote Karte. Nach Ansicht der Videobilder wurde dann aber Kim Dongmyung mit der Spielstrafe belegt.

"Ein überragendes Erlebnis"

Die WM, die mit dem Finale am 27. Januar endet, war zuvor mit einer Show eröffnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hieß alle Besucher der Endrunde, die in Deutschland und Dänemark stattfindet, willkommen. Die WM-Botschafter Heiner Brand, Henning Fritz, Dominik Klein, Pascal Hens und Stefan Kretzschmar trugen den WM-Pokal in die Arena.

Für das deutsche Team geht die WM am kommenden Samstag (18.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: ZDF) gegen Brasilien weiter. In der Gruppe A trifft die DHB-Auswahl zudem auf Titelfavorit Frankreich, auf Russland und auf Serbien.

"Für den Auftakt war das super. Für uns war es wichtig, gut ins Turnier zu starten. Die Atmosphäre war ein überragendes Erlebnis. Jetzt wissen wir, was auf uns zukommt. Gegen Brasilien wird es aber eine andere Nummer", sagte Gensheimer im ZDF.

bka/sid



insgesamt 8 Beiträge
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anke1805 10.01.2019
1. ZDF Kommentar...
Wenn man jetzt noch die ständigen Verweise auf die vermurckste EM im letzten Jahr unterlassen würde, wäre eigentlich alles in bester Ordnung
juergenfinger 10.01.2019
2. mein kommentar
nach diesem spiel ist mein tipp: optimal/maximal hauptrunde und spiel um den 7. platz. zur weltspitze fehlt einfach zuviel, übrigens auch ein souveräner trainer
WeyrichderErste 10.01.2019
3.
Dies war ein Spiel mit äußerst begrenzter Aussagekraft. Zwar könnte man die knapp 10 Fehlwürfe monieren, jedoch kann dies bei einem derart eindeutigen Übergewicht passieren. Viele Passagen des deutschen Spiels waren sehr sehenswert. Platz 2 in dieser Gruppe muss realistisch sein, ein Titel scheint eher utopisch. Jedoch war diese Ausgangslage 2007 und 2016 nicht anders.
Liudin69 10.01.2019
4. Für die Hauptrunde gewappnet...
...dann ist Schluss. Ohne einen Mittespieler kann es nicht klappen. Und wenn die Stars dann auch noch liegen bleiben und rote Karten provozieren oder rumdiskutieren, statt zu spielen, wird es auch noch ein bisschen peinlich. Prokop hat zu wenig überblick und weiß nicht ob er in Unterzahl ist, 100%-ige Tore werden reihenweise nicht gemacht. vor dieser Mannschaft brauchen sich die großen Handballnationen nicht fürchten. Mal sehen, ob die nächste Generation mehr zu bieten hat. Zum Glück ist Kohlbacher noch jung. Und Wolff hoffentlich auch noch länger dabei. Wenn dann der richtige Nachwuchs gesichtet und eun guter Trainer gefunden wird, wird Handball Deutschland gewiss wieder erwache. Letzt gehört die Bühne anderen Teams.
Mephisto der x-te 10.01.2019
5. Allzuviel dürfte nicht drin sein
Zur Weltklasse fehlt den meisten Spielern die Beweglichkeit. Kraft, Gewicht, Größe und Robustheit sind vielleicht für den Bundesliga-Alltag von Vorteil, aber nicht umsonst spielt fast keiner in ausländischen großen Vereinen. Warum Herr Prokop den Herrn Lemke letztes mal daheim lies, kann ich nachvollziehen, zu unbeweglich, zu langsam.
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