Handball-WM Deutschland feiert ersehnten Sieg gegen Argentinien

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat dem Druck standgehalten und gegen Argentinien den erhofften Erfolg eingefahren. Im dritten WM-Gruppenspiel zeigte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger seine bislang beste Turnierleistung. Spanien gelang ein Sieg mit 40 Toren Vorsprung.

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Hamburg - Der deutschen Handball-Nationalmannschaft ist der ersehnte Befreiungsschlag gelungen: Im spanischen Granollers gewann das Team von Bundestrainer Martin Heuberger gegen Argentinien 31:27 (17:13) und festigte in der Gruppe A mit 4:2-Punkten Platz zwei. Damit hat DHB-Auswahl ihre Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale wieder deutlich erhöht. Beste deutsche Werfer waren Patrick Wiencek und Adrian Pfahl (je fünf Tore).

Nach der Niederlage gegen Tunesien im zweiten Gruppenspiel hatte enormer Druck auf Heubergers Mannschaft gelastet, das Minimalziel Achtelfinal-Einzug schien erntshaft in Gefahr. "Wenn wir verlieren, wird es echt schwer", hatte Torwart Silvio Heinevetter vor der Partie gesagt.

Entsprechend schwungvoll startete das deutsche Team in das Duell mit Argentinien, das bis dahin auf dem vierten Platz punktgleich hinter Deutschland gelegen hatte. Im Angriff funktionierten die Anspiele an den Kreis, zudem nutzten die Außen Dominik Klein und Patrick Groetzki die sich bietenden Räume gegen die offensive Deckung der Argentinier zu Torerfolgen.

So lag die DHB-Auswahl von Beginn an in Führung, auch wenn die Abwehr sowie Torhüter Silvio Heinevetter einige Schwächen offenbarten. Besonders Rückraumspieler Diego Simonet stellte die deutsche Deckung immer wieder vor Probleme und hielt Argentinien mit fünf Treffern in der Anfangsphase im Spiel (6:7/12. Minute).

Torwart Lichtlein sicherte am Ende den deutschen Erfolg

Deutschland zeigte sich in der Chancenverwertung im Vergleich zu den vorigen Spielen aber verbessert, zudem waren die Argentinier in der Rückwärtsbewegung vom deutschen Tempospiel überfordert. So setzte sich der Favorit in der 16. Minute erstmals mit drei Toren Vorsprung ab (10:7). Eine Führung, die bis zur Pause auf vier Tore ausgebaut wurde.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte auch der deutsche Rückraum etwas mehr Torgefahr, zudem bekam der eingewechselte Torhüter Carsten Lichtlein deutlich mehr Bälle zu fassen als Heinevetter. So konnte die deutsche Mannschaft eine 25:20-Führung in der 49. Minute herausspielen. Doch in der Folge schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ins deutsche Spiel ein, Argentinien verkürzte noch einmal auf zwei Treffer (23:25/53.). In der spannenden Schlussphase war Lichtlein aber zur Stelle und sicherte den deutschen Erfolg.

"Die Mannschaft hat über 60 Minuten einen tollen Fight geboten und sich den Sieg redlich verdient", sagte ein erleichterter Heuberger nach der Begegnung. Der Bundestrainer hatte sich in der zweiten Halbzeit mehrfach über Spielunterbrechungen ärgern müssen: Die Hallentechnik verursachte immer wieder Fehler in der Zeit- und Punkteanzeige.

Spanien gelingt dritthöchster Sieg der WM-Geschichte

Das nächste Spiel der DHB-Auswahl steht schon am Mittwoch (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen Montenegro an. Mit einem Sieg hätte Deutschland vorzeitig die K.o.-Runde erreicht. Am Freitag (18.15 Uhr) geht es gegen Weltmeister Frankreich.

Auch Tunesien hat in der deutschen Gruppe A mit dem zweiten Sieg Kurs auf das Achtelfinale genommen. Zwei Tage nach dem 25:23 gegen die DHB-Auswahl gewann der Afrikameister gegen Montenegro 27:25. Allerdings muss Tunesien für den Rest des Turniers auf Rückraumspieler Amine Bannour verzichten: Der Linkshänder brach sich in der Schlussphase den Daumen der linken Wurfhand. Frankreich setzte sich 27:22 gegen Brasilien durch.

Spanien ist mit dem dritthöchsten Sieg der WM-Geschichte vorzeitig ins Achtelfinale eingezogen. Die Gastgeber besiegten Außenseiter Australien 51:11 (24:6) und sind mit 6:0-Punkten nicht mehr von einem der ersten vier Plätze der Gruppe D zu verdrängen. Höhere Erfolge hatten nur Deutschland 1958 (46:4 gegen Luxemburg) und Island 2003 (55:15 gegen Australien) gefeiert. Neben Spanien ist auch Kroatien (30:21 gegen Ungarn) weiter. Algerien und Ägypten trennten sich 24:24.

Den dritten Sieg im dritten Spiel gab es auch für die Serben in Gruppe C. Beim 30:20 (12:10) gegen Saudi-Arabien war der Kieler Momir Ilic mit acht Treffern bester Werfer. Zuvor hatte Weißrussland mit dem 26:20 (12:10) gegen Südkorea seinen ersten Sieg geholt. Außerdem gewann Slowenien 26:24 gegen Polen und steht damit im Achtelfinale.

Ebenfalls die K.o.-Runde fest im Visier hat Russland nach seinem zweiten Erfolg in der Gruppe B. Das Team bezwang Katar 29:22 (16:13). Zudem gewann Island 23:19 gegen Mazedonien, Dänemark bezwang Chile 43:24.

Deutschland - Argentinien 31:27 (17:13)
Deutschland:
Heinevetter, Lichtlein - Pfahl (5), Wiencek (5), Groetzki (4), Klein (4), Schmidt (4/2), Christophersen (3), Roggisch (2), Haaß (2), Weinhold (1), Strobel (1), Theuerkauf, Reichmann, Kneer, Fäth
Argentinien: Schulz, Maciel - D. Simonet (9), S. Simonet (7/3), Querin (3), Carou (2), Pizarro (2), Riccobelli (2), Vieyra (2).
Schiedsrichter: Stark/Stefan
Zuschauer: 4200

psk/dpa/sid

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Seite 1
Magic-Gerd 15.01.2013
1. Gurkentruppe
Ich bin der Meinung, dass die DHB-Auswahl trotz dieses Sieges froh sein kann, das Achtelfinale zu erreichen. Die Mannschaft spielt viel zu pomadig, zeigt in der Abwehr erschreckende Schwächen und fand auch kein Mittel, gegen die vorgezogene Abwehr der Argentinier ein vernünfiges Angriffsspiel aufzuziehen. Wie man guten Handball spielt, zeigten gerade eben die Mannschaften von Slowenien und Polen....vielleicht sollte Heuberger sich bei denen mal taktische und technische Hilfe holen...aber der ist ja nicht mal in der Lage, seine Leute richtig zu motivieren...so spielen sie halt: lustlos, langsam, ideenlos...Hoffentlich wird es in den nächsten Spielen besser...
me-privat 16.01.2013
2. Dazu nur kurz:
Zitat von sysopGetty ImagesDie deutsche Handball-Nationalmannschaft hat dem Druck standgehalten und gegen Argentinien den ersehnten Erfolg eingefahren. Im dritten WM-Gruppenspiel zeigte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger seine bislang beste Turnier-Leistung - trotz mehrerer Spielunterbrechungen wegen Technikfehlern. http://www.spiegel.de/sport/sonst/handball-wm-deutschland-gewinnt-gegen-argentinien-a-877740.html
Der Gegner war Argentinien! (...und nicht Spanien, Frankreich oder Kroatien) Und schon beginnen wieder die Jubelarien...
andy12123 16.01.2013
3.
Zitat von Magic-GerdIch bin der Meinung, dass die DHB-Auswahl trotz dieses Sieges froh sein kann, das Achtelfinale zu erreichen. Die Mannschaft spielt viel zu pomadig, zeigt in der Abwehr erschreckende Schwächen und fand auch kein Mittel, gegen die vorgezogene Abwehr der Argentinier ein vernünfiges Angriffsspiel aufzuziehen. Wie man guten Handball spielt, zeigten gerade eben die Mannschaften von Slowenien und Polen....vielleicht sollte Heuberger sich bei denen mal taktische und technische Hilfe holen...aber der ist ja nicht mal in der Lage, seine Leute richtig zu motivieren...so spielen sie halt: lustlos, langsam, ideenlos...Hoffentlich wird es in den nächsten Spielen besser...
Als Handballfan muss man halt Realist sein, es geschieht nichts von heute auf morgen und es muss akzeptiert werden, das wir keien Übermannschaft stellen zur Zeit. Gestern haben die Deutschen das gemacht was man gegen eine offensive Abwehr machen muss, die Kreisläufer und die Aussen eingebracht. Ein einfaches Spiel, Kreuzungen im Rückraum gehen gegen eine 3:2:1 Deckung sind nicht so gut (Auch wenn es dynamischer aussieht). Klar gab es hier und da Schwächen, Argentinien ist aber durchaus auch in der Lage mal für eine Überraschung zu sorgen. Der Übertorwart (a la Fritz, Holpert oder Thiel) fehlt immoment, Lichtlein hat seinen Job aber gut gemacht, Heinevetters WM scheint das grade nicht zu sein. Nur verdient sich eine Nation nichts anderes in deren Hauptsender dieser Sieg als "Pflichterfüllung" und "Wille zur Wiedergutmachung" bezeichnet wird.
enrico3000 16.01.2013
4.
Zitat von sysopGetty ImagesDie deutsche Handball-Nationalmannschaft hat dem Druck standgehalten und gegen Argentinien den ersehnten Erfolg eingefahren. Im dritten WM-Gruppenspiel zeigte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger seine bislang beste Turnier-Leistung - trotz mehrerer Spielunterbrechungen wegen Technikfehlern. http://www.spiegel.de/sport/sonst/handball-wm-deutschland-gewinnt-gegen-argentinien-a-877740.html
Deutschland gehört nicht mehr in die Top Ten der Weltspitze. Irgendwie komisch, da wir doch so gute Mannschaften in der Bundesliga haben. Es kommen aber auch wieder bessere Zeiten. Die Mannschaft braucht Zeit für den Neuanfang. Dazu müssten aber auch außerhalb der Turniere mehr Spiele absolviert werden.
Andreas58 16.01.2013
5. es war nur Argentinien,
da muss man nicht in Jubelstürme ausbrechen. Unser Torwart H. ist die blanke Katastrophe und verdient eine längere Auszeit- vielleicht sollte er mal zum Friseur gehen, damit er besser sehen kann. Ansonsten ist das Spiel einfach zu pomadig und einfallslos, ich halte von diesem Trainer nicht allzu viel.
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