Handball: Zeitz will den THW Kiel sofort verlassen

Handballspieler Zeitz: Seit 2003 im Trikot des THW Kiel Zur Großansicht
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Handballspieler Zeitz: Seit 2003 im Trikot des THW Kiel

Christian Zeitz wechselt vom THW Kiel zu MKB Veszprem - allerdings weiß man beim deutschen Handball-Rekordmeister davon gar nichts. Der Ex-Nationalspieler hat bei den "Zebras" noch ein Jahr Vertrag, freut sich nach eigener Aussage aber auf die Zeit in Ungarn.

Hamburg - Handballprofi Christian Zeitz will überraschend von Rekordmeister THW Kiel zu MKB Veszprem nach Ungarn wechseln. "Ich hoffe, dass ich schon in diesem Sommer in meiner neuen Mannschaft anfangen kann", wird der 32-jährige Linkshänder, dessen Vertrag beim THW noch bis zum 30. Juni 2014 läuft, auf der Homepage des ungarischen Spitzenclubs zitiert. Zeitz hat bei Veszprem demnach einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

"Wir werden alles dafür tun, dass sein Vertrag bei uns schon in diesem Sommer beginnt", sagte Veszprems Manager Hajnal Csaba. Zeitz will Kiel möglichst schnell verlassen und mit seiner Freundin umziehen. "Ich hoffe, wir werden schon in den nächsten Tagen fündig", sagte Zeitz den "Kieler Nachrichten". Er freue sich auf die Zeit in Ungarn und sehe großes Potenzial beim Team: "Ich glaube, dass der Verein das Final-Four erreichen kann. Und ich würde gerne mit meiner Erfahrung dabei helfen."

In Kiel reagierte man irritiert auf die Infos. "Er hat mit mehreren Vereinen gesprochen, das war uns bekannt. Mich überrascht und stört aber, dass er den Wechsel heute verkündet", sagte THW-Geschäftsführer Klaus Elwardt. Die Aussage des ungarischen Vereins, man stehe bereits in Transferverhandlungen mit Kiel, dementierte Elwardt: "Das stimmt nicht."

Zeit hat mit Kiel acht Meisterschaften gewonnen

Da der THW in Thierry Omeyer, Daniel Narcisse, Marcus Ahlm und Momir Ilic bereits vier Profis abgegeben habe, sei die Lage nun schwierig, sagte Elwardt. Man brauche Spieler, die das THW-System beherrschten. Deswegen gehe er nicht davon aus, dass Zeitz den THW vorzeitig verlasse.

Zeitz, der 2003 aus Kronau-Östringen nach Kiel gewechselt war, feierte mit dem THW bislang acht Meisterschaften, sechs DHB-Pokalsiege und drei Champions-League-Titel. Zudem wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft 2004 Europameister und 2007 Weltmeister.

ham/sid/dpa

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1. Tja,
carolian 30.06.2013
der hatte wohl die Nase voll von den Funktionären in seinem bisherigen Klub. Wie offenbar so einige Spieler. Vielleicht sollte man besser den Trainer wechseln, der glaubt , nur in seinem System spielen zu können. Gute Trainer gucken sich die Spieler an und machen dann das System. Es geht nämlich nur mit Spielern. Schlechte Trainer haben ein fixiertes System und kaufen dafür die Spieler. Geht meistens schief, wie im Fussball, s. Magath in Wolfsburg. Hoffenheim hat zwar ständig Trainer, aber die Mannschaft stellt dort Dietmar Hopp auf. Mit erbärmlichen Ergebnis.
2. ?
mk187 30.06.2013
@carolian: Alfred Gislason soll ein schlechter Trainer sein? Das System, das er spielt/spielen lässt, ging meines Wissens nicht ganz so schief, wenn man die Ergebnisse des THW der letzten Jahre betrachtet ;) Gute Trainer besitzen die Fähigkeit ein funktionierendes erfolgreiches System zu besitzen, in das sie auch neue Spieler integrieren können.
3.
andy12123 30.06.2013
Zitat von caroliander hatte wohl die Nase voll von den Funktionären in seinem bisherigen Klub. Wie offenbar so einige Spieler. Vielleicht sollte man besser den Trainer wechseln, der glaubt , nur in seinem System spielen zu können. Gute Trainer gucken sich die Spieler an und machen dann das System. Es geht nämlich nur mit Spielern. Schlechte Trainer haben ein fixiertes System und kaufen dafür die Spieler. Geht meistens schief, wie im Fussball, s. Magath in Wolfsburg. Hoffenheim hat zwar ständig Trainer, aber die Mannschaft stellt dort Dietmar Hopp auf. Mit erbärmlichen Ergebnis.
Haben sie überhaupt in den letzten 5 Jahren Handball verfolgt? vorletztes Jahr hat Kiel eine perfekte Saison gespielt, plus Championsleague plus Pokal. Sie ziehen irgendwelche vergleiche mit Hoffenheim oder Wolfsburg? Letztes Jahr ist Kiel nur Meister und Pokalsieger geworden, der Trainer ist also nur mittelmäßig. Ahja 2002 ist Gislason auch mit Magdeburg CL Sieger geworden. Bei den Wechseln ist sicherlich auch viel GEld im Spiel, Handballer haben normalerweise nicht mit 23 ausgesorgt immoment sind Vezprem und Paris einfach die finanzstärkeren Vereine. Ahlm wollte und konnte einfach nicht mehr. Zeitz war vorher 10 Jahre beim THW, 5 davon unter Gislason.
4. 5 Jahre Gislasson...
aha-aha 30.06.2013
...heisst 4x Deutscher Meister, 4x Pokalsieger, 2x Championsleague-Sieger. Grausame Bilanz. Wenn die Funktionäre vom THW Ahnung hätten, hätten sie ihn schon längst gefeuert. Aber gut, daß ihnen das jetzt mal einer sagt. Noch hat die neue Saison ja nicht begonnen.
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