Gegen Irland Niederlande feiern höchsten Finalsieg der Hockey-WM-Geschichte

Die niederländische Hockey-Nationalmannschaft der Frauen hat zum achten Mal den WM-Titel gewonnen. Sie sorgten für das einseitigste Endspiel der WM-Historie. Aber auch Verlierer Irland hat Grund zum Feiern.

WM-Finale zwischen den Niederlanden und Irland
SEAN DEMPSEY/EPA-EFE/REX/Shutterstock

WM-Finale zwischen den Niederlanden und Irland


Die Niederlande sind bei den Frauen die mit Abstand erfolgreichste Hockey-Nation der Welt. Diese Vormachtstellung hat das Land auch bei der diesjährigen WM in London wieder unterstrichen: Die Niederlande schafften die Titelverteidigung und sind damit bereits zum achten Mal Weltmeister.

Auch im Endspiel selbst demonstrierte die Nation ihre klare Überlegenheit. Das 6:0 gegen Irland bedeutete den höchsten Finalsieg in der Geschichte des Wettbewerbs. Die Treffer erzielten Lidewij Welten (7. Minute), Kelly Jonker (19.), Kitty van Male (28.), Malou Pheninckx (30.), Marloes Keetels (32.) und Caia van Maasakker (34.).

Damit überboten die Niederlande ihre eigene Bestmarke aus dem Jahr 1986: Damals hatte das Land im Endspiel 3:0 gegen Deutschland gewonnen. Bei den Männern hält Australien den Rekord - durch ein 6:1 vor vier Jahren gegen die Niederlande.

Größter Erfolg der WM-Geschichte für Irland

Irland war in London überraschend ins Endspiel eingezogen. Mit dem zweiten Platz feiert der Weltranglisten-16. seinen mit Abstand größten Erfolg der WM-Historie. Das zuvor beste Resultat der Nation war ein elfter Platz 1994 in Dublin. Rang drei hatte sich zuvor Spanien durch ein 3:1 (2:0) gegen Australien gesichert. Für die Weltranglisten-Elften war es ebenfalls das beste WM-Abschneiden und zugleich der erste Sieg gegen die Australier.

Im Halbfinale hatten die Niederlande noch zittern müssen: Sie gewannen in der Neuauflage des WM-Endspiels der vorherigen Endrunde gegen Australien erst im Penaltyschießen 3:1. Die Irinnen bezwangen Spanien ebenfalls erst im Shootout 3:2.

Die deutschen Damen waren bereits am Mittwoch im Viertelfinale durch ein 0:1 (0:0) überraschend an Spanien gescheitert. Aufgrund des ersten Platzes in der Vorrundengruppe C beendete der Olympia-Dritte das Turnier automatisch als Fünfter - und wartet weiter auf seine erste WM-Medaille seit 20 Jahren.

aev/dpa/sid

Mehr zum Thema


insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
anna cotty 05.08.2018
1. Amateure
Das erstaunliche ist, dass die Irinnen ausschliesslich Amateure sind und niemand damit gerechnet hatte, dass sie so weit kommen wuerden. Wir freuen uns !
FK-1234 06.08.2018
2. Die hohe Erwartungshaltung
...hat offensichtlich der deutschen Mannschaft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Einmal mehr ein Beispiel dafür, dass Spiele im Kopf entschieden werden. Dafür spricht aucht der zweite Platz der irischen Mannschaft...die nichts zu verlieren hatte.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.