Hockey-WM Deutsche Frauen feiern ersten Sieg

Berauschend war's nicht: Die deutschen Hockey-Damen haben bei der WM in Den Haag den ersten Sieg errungen. Gegen Südafrika war die Leistung allerdings nur mäßig, Doppeltorschützin Marie Mävers versprach aber Besserung.

Hockey-Spielerinnen Krüger (2.v.r.), Hoffmann: Erleichterung über ersten WM-Sieg
DPA

Hockey-Spielerinnen Krüger (2.v.r.), Hoffmann: Erleichterung über ersten WM-Sieg


Hamburg - Nach dem schwachen Turnierauftakt haben die deutschen Frauen bei der Hockey-WM in Den Haag ihren ersten Sieg gefeiert. Das 3:1 (1:0) gegen Südafrika war allerdings hart umkämpft. Die Tore für den Europameister schossen Marie Mävers (21. Minute /65.) und Christina Hillmann (50.). Der Gegentreffer von Shelly Russell (64.) war zu wenig für die Südafrikanerinnen, die zudem drei Strafecken und Zeitstrafen gegen Jana Teschke und Katharina Otte ungenutzt ließen. Im ersten Spiel hatten die deutschen Damen in der Gruppe B nur ein 1:1 gegen China geschafft.

"Der erste Sieg bei dieser WM war sehr wichtig. Das ist ein tolles Gefühl", sagte Doppeltorschützin Mävers und versprach Besserung für die nächsten Gruppenspiele. "Wir sind eine Turniermannschaft und werden von Spiel zu Spiel besser." Das müssen sie auch, denn gegen Südafrika offenbarte das Team des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) viele Unzulänglichkeiten. Vor allem die Defensive wirkte oft ungeordnet, aus dem Mittelfeld fehlte immer wieder die Unterstützung.

Die favorisierten Deutschen begannen überraschend nervös und hatten in der Anfangsphase Probleme im Aufbauspiel und mit dem aggressiven Pressing des Gegners. Erst nach einem zu Recht nicht gegebenen Treffer von Maike Stöckel (9.), die nach einer Flanke von Nina Hasselmann den Ball mit dem Schienbein ins Tor beförderte, wachte die Mannschaft von Damen-Bundestrainer Jamilon Mülders auf und agierte konzentrierter. Mehr als die Führung durch Mävers nach Vorarbeit von Teschke sprang bis zur Pause allerdings nicht heraus.

"In der ersten Halbzeit war ich ziemlich sauer über die Leistung. Wir haben alles getan, um ein leichtes Spiel für uns zu vermeiden und nicht clever gespielt", sagte Mülders hinterher. "Die zweite Halbzeit war besser und am Ende interessiert sich keiner mehr dafür außer mir." Hillmann und erneut Mävers stellten den glanzlosen Sieg schließlich sicher.

"Wir sind froh über die Punkte", sagte Mülders, wohlwissend, dass es im dritten Gruppenspiel am Freitag (16 Uhr) gegen die starken Argentinierinnen einer gewaltigen Steigerung bedarf. Dann müssen die Frauen zeigen, ob sie wirklich eine Turniermannschaft sind.

max/dpa



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