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Handballstar Hens über HSV-Ende: "Unfassbar. Schockiert. Traurig ohne Ende"

HSV-Handballer Hens: "Immer zu uns gestanden" Zur Großansicht
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HSV-Handballer Hens: "Immer zu uns gestanden"

Seit zehn Jahren war er "Mister HSV", nun hat sich Handballstar Pascal Hens zur Pleite seines langjährigen Klubs geäußert. Seine eigene Zukunft ließ er offen.

Handballprofi Pascal Hens hat sich mit emotionalen Worten von den Fans des insolventen Klubs HSV Hamburg verabschiedet. "So wirklich wahrhaben will ich es natürlich immer noch nicht, aber es ist jetzt Tatsache! Eine wunderschöne Zeit mit vielen Erfolgen geht leider auf eine beschissene Art (entschuldigt den Ausdruck) zu Ende", schrieb Hens bei Facebook. Der 35 Jahre alte Rückraumstar spielt seit 2003 für den HSV.

Die zahlungsunfähigen Hamburger stehen unmittelbar vor der Einstellung des Spielbetriebes, fünf Spieler haben den Pleite-Klub bereits verlassen. "Unfassbar. Schockiert. Traurig ohne Ende. Ich glaube so kann ich kurz und knapp beschreiben, wie es mir und dem Rest der Mannschaft geht", schrieb Hens, der sich nicht zu seiner persönlichen Zukunft äußerte. Zuletzt hatte der Weltmeister von 2007 sogar mit dem Karriereende kokettiert.

Die Entscheidung, ob der HSV die Saison zu Ende spielt, soll Anfang der kommenden Woche fallen. Im Moment deutet alles daraufhin, dass sich der deutsche Meister von 2011 und Champions-League-Sieger von 2013 sofort zurückzieht. Der Ligaverband HBL und zahlreiche Konkurrenten planen nach den Lizenz-Mauscheleien der Hamburger zudem, gegen den Klub zu klagen.

Hens appellierte an Hamburgs Handball-Anhänger, die Sportart "in dieser geilen Stadt nicht komplett sterben zu lassen". Er dankte "vor allem den Fans, die uns Woche für Woche nach vorne gepeitscht haben, immer zu uns gestanden haben".

bka/sid

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Misswirtschaft
Talan068 22.01.2016
Nun so eine Insolvenz, fällt ja nicht vom Himmel. Da hat sich jemand übernommen, über die Verhältnisse gespielt. Ich spiele einen Fußball-Manager, okay alberner Vergleich, aber es gibt nichts ärgerlichers, wenn man Teams weichen muß, die Gehälter .. zahlen, die man als kalkulierender Manager nicht zahlen kann und dann irgendwann in den Bankrott gehen.
2. Misswirtschaft in einer reichen Stadt
bluestar2000 22.01.2016
Es scheint also zumidnest so zu sein, dass ein reiches (Sponsoren-)Umfeld eine notwndige aber eben keine hinreichende Bedingung im Profisport zu sein. Den Fußballern geht es ja genauso! Da kann man dann wenigstens mit den neudisch-missgünstigen Blicken, dass Geld eben doch nciht alles richten kann, aus dem ausblutenden (Fußball-)Osten des Landes hinüberschauen. Sehr wohltuend! ... und eventuell doch mit dem Fünkchen Hoffnung, dass man mit den richtigen Personen am Steuer rotz finanziell eklatanter Benachteiligung etwas erreichen kann. Es ist einfach traurig zu sehen, dass solche Luschivereine mit kaum Zweitliga-Zuschauerresonanz wie SAP-heim, VW-burg, Audi-stadt oder Bayer-kusen oben mitspielen und Zuschauermagneten unten in Liga 2, 3 oder noch schlimmer versauern.
3.
realplayer 22.01.2016
Es gab beim HSV Handball nur einen Sponsor. Der hat den HSV großgemacht mit Millionengeldern. War sein Hobby. Nun ist er ausgestiegen - Feierabend.
4. Die Pleite hat auch Namen
bristolbay 22.01.2016
und nicht nur den des Sponsors. So haben Hens, Schwalb, Bitter & Co auch ihr Schärflein dazu beigetragen. Obwohl dieser Retortenclub nur von der Schatulle eines Sponsors abhing wurde auf Teufel die Bundesliga leergekauft und damit auch das Gehaltsniveau anderer Clubs nach oben gezogen. Handball ist nicht DIE Sportart der Großstädte, nein Handball wird bis auf Kiel und Berlin in kleinen Städten mit Leben gespielt und dort hat der HSV riesiges Unheil angerichtet. Es wurden ebenfalls windige Sponsoren herangeschafft die sich mal eine oder 2 Saisons engagierten und dann wieder abhauten. Bestes Beispiel ist der TBV Lemgo der nur Dank der tatkräftigen Hilfe örtlicher Firmen wieder auf die Beine kommt. Ich weine dem HSV und den Spielern keine Träne nach und wenn sie heute auf nicht gezahlten Gehälter sitzen ist es das gleiche Risiko, was viele Arbeitnehmer bestens kennen, wenn ihr Arbeitgeber Pleite geht.
5. @bristolbay
shadowxx 22.01.2016
Genau....der HSV Handball ist an allem Schuld, an allem. Niemand anderen trifft eine Schuld ans irgendetwas, das hat alles der HSV Handball zu verantworten. Meinen Sie das wirklich ernst? In Kiel wurden und werden die Spieler sogar höher bezahlt....auch schon vor dem HSV Handball.
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