Doping Olympiasiegerin Cakir-Alptekin droht lebenslange Sperre

In London stand sie ganz oben auf dem Podest, nun droht Asli Cakir-Alptekin die Aberkennung ihrer Goldmedaille und eine lebenslange Sperre. Wie der Leichtathletik-Weltverband mitteilte, wurden bei der Olympiasiegerin auffällige Blutwerte nachgewiesen.

1500-Meter-Olympiasiegerin Cakir: Aberkennung der Goldmedaille?
AFP

1500-Meter-Olympiasiegerin Cakir: Aberkennung der Goldmedaille?


Hamburg - Der türkischen 1500-Meter-Olympiasiegerin Asli Cakir-Alptekin droht eine lebenslange Dopingsperre. Bei der 27-Jährigen wurden mithilfe des biologischen Passes auffällige Blutwerte nachgewiesen. Das bestätigte der Leichtathletik-Weltverband IAAF am Freitag.

Bereits 2004 hatte Cakir-Alptekin nach einer positiv auf Metenolon getesteten Probe eine zweijährige Sperre wegen Dopings abgesessen - bei einer weiteren Verurteilung werden Athleten automatisch lebenslang gesperrt. In London hatte Cakir-Alptekin in 4:10,23 Minuten Gold vor Gamze Bulut (Türkei) und Maryam Yusuf Jamal (Bahrain) gewonnen.

Auch ihre Landsfrau und zweifache Europameisterin über 100-Meter-Hürden, Nevin Yanit, wird nach "mehreren positiven Befunden" mit einer Sperre rechnen müssen. Beide Sportlerinnen wurden bereits vorläufig gesperrt, beide Fälle wurden an den türkischen Verband weitergegeben.

Ugur Erdener, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der Türkei, sagte in einer Mitteilung seine volle Unterstützung bei der Aufklärung zu: "Wir werden alle Institutionen bei der Untersuchung unterstützen. Die Türkei ist bereit, ihrer Verantwortung bei der Bekämpfung von Doping nachzukommen."

mib/dpa



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